Zu: Maud Mannoni - Das zurückgebliebene Kind und seine Mutter
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
09.10.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
254 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638221702
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Pädagogik - Allgemein, Note: 2, Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Philosophisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: In der 1972 auf deutsch erschienenen Studie "Das zurückgebliebene Kind und seine
Mutter" versucht Maud Mannoni zu zeigen, dass eine analytische Arbeit nicht nur mit
psychotischen oder verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen, sondern auch mit
Debilen möglich ist. Ihr zentraler Gedanke dabei ist, dass das Kind zurückgewiesen wird,
wenn man sich als Analytiker nur auf das Symptom des Kindes konzentriert. Sie wollte
damit die Art und Weise kritisieren, mit der dieses Problem in der damaligen Gesellschaft
angegangen wurde und durch die Methoden bei der Behandlung nur noch verschlimmert
wurde.
Des weiteren zeigt Mannoni auf, dass es kaum einen Platz für "Gehandikapte" gibt.
Entweder lautet die Diagnose des Arztes "krank", woraufhin das Kind in eine Anstalt
"abgeschoben" wird und somit von der Gesellschaft ausgeschlossen wird, oder das
eigentlich kranke Kind wird als "normal" diagnostiziert und in das gesellschaftliche Leben
integriert, obwohl es analytischer Hilfe bedürfte.
Das Besondere an Mannonis Gedanken ist, dass sie bei debilen Kindern und
Jugendlichen nicht in erster Linie auf deren Symptome, sondern auf die Phantasien der
Mutter achtet. Sie will damit die Verdunklungsmechanismen der Mutter und die
Auswirkungen auf das Kind aufzeigen. Diese Darstellung der Beziehung zwischen Mutter
und Kind war in Deutschland völlig neu gewesen. Bis zu diesem Zeitpunkt stand immer die
Bedeutung der Liebe zwischen Mutter und Kind im Mittelpunkt. Man verstand nicht, dass
diese Beziehung auch pathologisch sein kann und dass der Mutter bzw. der Familie
jegliche Schuld für die Krankheit des Kinder zugewiesen wurde. Deshalb löste Mannonis
Studie einige Verwunderung in Deutschland aus und belebte gleichzeitig den fachlichen
Diskurs über einen angemessenen Umgang mit psychisch schwer beeinträchtigten
Kindern und Jugendlichen.
Im Nachfolgenden möchte ich genauer auf Mannonis Studie "Das zurückgebliebene Kind
und seine Mutter" eingehen. Doch zunächst werde ich mich noch kurz ihrer Biographie
widmen, um einige Parallelen zu ihrem späteren Wirken aufzuzeigen.
Mutter" versucht Maud Mannoni zu zeigen, dass eine analytische Arbeit nicht nur mit
psychotischen oder verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen, sondern auch mit
Debilen möglich ist. Ihr zentraler Gedanke dabei ist, dass das Kind zurückgewiesen wird,
wenn man sich als Analytiker nur auf das Symptom des Kindes konzentriert. Sie wollte
damit die Art und Weise kritisieren, mit der dieses Problem in der damaligen Gesellschaft
angegangen wurde und durch die Methoden bei der Behandlung nur noch verschlimmert
wurde.
Des weiteren zeigt Mannoni auf, dass es kaum einen Platz für "Gehandikapte" gibt.
Entweder lautet die Diagnose des Arztes "krank", woraufhin das Kind in eine Anstalt
"abgeschoben" wird und somit von der Gesellschaft ausgeschlossen wird, oder das
eigentlich kranke Kind wird als "normal" diagnostiziert und in das gesellschaftliche Leben
integriert, obwohl es analytischer Hilfe bedürfte.
Das Besondere an Mannonis Gedanken ist, dass sie bei debilen Kindern und
Jugendlichen nicht in erster Linie auf deren Symptome, sondern auf die Phantasien der
Mutter achtet. Sie will damit die Verdunklungsmechanismen der Mutter und die
Auswirkungen auf das Kind aufzeigen. Diese Darstellung der Beziehung zwischen Mutter
und Kind war in Deutschland völlig neu gewesen. Bis zu diesem Zeitpunkt stand immer die
Bedeutung der Liebe zwischen Mutter und Kind im Mittelpunkt. Man verstand nicht, dass
diese Beziehung auch pathologisch sein kann und dass der Mutter bzw. der Familie
jegliche Schuld für die Krankheit des Kinder zugewiesen wurde. Deshalb löste Mannonis
Studie einige Verwunderung in Deutschland aus und belebte gleichzeitig den fachlichen
Diskurs über einen angemessenen Umgang mit psychisch schwer beeinträchtigten
Kindern und Jugendlichen.
Im Nachfolgenden möchte ich genauer auf Mannonis Studie "Das zurückgebliebene Kind
und seine Mutter" eingehen. Doch zunächst werde ich mich noch kurz ihrer Biographie
widmen, um einige Parallelen zu ihrem späteren Wirken aufzuzeigen.
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