Luise Schilling ist jung, wissbegierig und voller Zukunft. Anfang der brodelnden zwanziger Jahre kommt sie an das Weimarer Bauhaus. Sie studiert bei Professoren wie Gropius oder Kandinsky und wirft sich hinein in die Träume und Ideen ihrer Epoche. Zwischen Technik und Kunst, Kommunismus und Avantgarde, Populismus und Jugendbewegung lernt Luise gesellschaftliche Utopien kennen, die uns bis heute prägen. Rasant und äusserst gegenwärtig erzählt Theresia Enzensberger von einer jungen Frau in den Wirren ihres Lebens: von den Konflikten zwischen Rechts und Links bis zum Sprung eines jungen Liebespaares in einen nächtlichen Fluss.
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11.06.2019
Buch (Taschenbuch)
Machos am Bauhaus
Theresia Enzensberger lässt den Leser in die Gründungszeit des Bauhaus in Weimar und später auch in Dessau eintauchen. Sie erzählt die Geschichte von Luise, einer angehenden Studentin, die sich in einer von Männern dominierten Architektur- und Kunstwelt, zu emanzipieren lernt.
Enzensberger erzählt so frisch, kurzweilig und gegenwärtig, als wäre man mittendrin im Geschehen. Historie, Kunst und Gesellschaft sind leicht und bildhaft beschrieben, man begegnet einigen wichtigen Vertretern des Bauhaus, wie beispielsweise Walter Gropius und Johannes Itten.
"Blaupause" spiegelt wunderbar die Widersprüchlichkeiten der Zeit und beweist einmal mehr, dass Männer ohne Frauen aufgeschmissen wären und Frauen leider allzu oft im Schatten großer Männer stehen.