Haven, eine Stadt an der Küste: Nach einer Reihe von apokalyptischen Stürmen ist hier eine neue Zivilisation entstanden. Die Menschen, nun in kleinen Gemeinschaften organisiert, erhalten symbolische Banner, mit denen sie sich das Privileg für Nachwuchs verdienen können. Enid ist eine junge Ermittlerin, die Zuwiderhandlungen gegen die herrschenden Regeln aufdeckt. Eines Tages soll sie in einem rätselhaften Todesfall ermitteln und muss sich bald selbst fragen, für was sie in dieser neuen Welt wirklich stehen will.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Lines Books
aus Nentershausen
5/5
27.04.2018
Buch (Taschenbuch)
Spannende und faszinierende Dystopie
Dieses Buch hatte es mir sofort angetan, das Cover finde ich wundervoll, es ist ausdrucksstark und ein toller Hingucker. Doch auch der Klappentext konnte mich überzeugen.
Ich habe auf eine spannende Dystopie gehofft und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht. Ich kam ohne Probleme in die Story rein. Der Schreibstil der ist außergewöhnlich und etwas besonderes. Ich finde ihren Stil sehr einnehmend und fesselnd.
Bereits nach wenigen Zeilen war ich völlig in der Story versunken. Ich vergaß alles andere um mich herum, für mich gab es nur noch dieses besondere Buch.
Die Grundidee des Buches fand ich überaus faszinierend.
Die Autorin schaffte es das ganze realistisch und authentisch umzusetzen. Es war für mich so als wäre ich ein Teil der Story, das ganze fand ich vorstellbar und erschreckend.
Die hier erschaffene Welt war düster und faszinierend gleichermaßen.
Ich sog jedes noch so kleine Detail in mich auf und bekam nicht genug.
Die Charaktere hier sind authentisch und voller Leben gezeichnet wurden.
Durch den Erzählstil konnte ich mich noch besser in Enid hineinversetzten.
Ich konnte ihre Gedanken und Gefühle sehr viel besser nachvollziehen.
Die Handlung an sich war fesselnd und spannend. Dennoch würde ich dieses Buch als Dystopie der leisen Töne beschreiben.
Das tut der Spannung aber keinen Abbruch denn dieses Buch ist spannend und fesselnd bis zum Schluss. Zwar bleiben zum Ende hin noch einige Fragen offen doch das störte mich persönlich nicht denn so hat die eigene Fantasie sehr viel Spielraum.
Ich bin von diesem Buch sehr begeistert und kann es euch deshalb nur ans Herz legen.
Klare Empfehlung!
Fazit:
Mit "Die Banner von Haven" ist der Autorin eine fesselnde und faszinierende Dystopie gelungen die mich auf ganzer Linie überzeugen konnte. Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.
ReadingBooks
aus Nieder-Olm
5/5
11.02.2018
Buch (Taschenbuch)
Großartige Mischung aus Dystopie, Roman und Thriller
Ich habe lange auf dieses Buch gewartet, es wurde angekündigt und dann hat sich die Veröffentlichung doch wieder nach hinten gezogen. Klar, dass ich es dann direkt lesen musste als es endlich draußen war oder? Schon das Cover ist absolut genial und ich bin live noch begeisterter als von den Bildern.
Der Einstieg ins Buch war gut. Es beginnt langsam und ich als Leser erhalte zunächst einen guten Überblick über die aktuelle Lebenssituation, in gewisser Hinsicht die Möglichkeiten und natürlich das Wichtigste über die Banner. Gerade die Idee der Banner fand ich von Anfang an sehr interessant und wollte unbedingt wissen, was es damit auf sich hat. Gut im Buch nehmen sie zwar scheinbar nur eine Nebenrolle ein, sind unterm Strich aber für das Überleben von entscheidender Bedeutung.
"Die Banner von Haven" ist eine Mischung aus Dystopie, Roman und Thriller. Es gibt einen Mord, der aufgeklärt werden muss. Die postapokalyptische Welt ist sehr minimalistisch. Die Menschen haben sich auf den Ursprung zurück besonnen und leben in kleinen Siedlungen beisammen. Aber nicht alle wohnen in diesen Orten, es gibt auch andere Menschen, denen es weit schlechter geht. Vaughns Weltenentwurf ist sehr interessant. Er basiert auf heutigen Dingen, die immer mal wieder auftauchen. Gleichzeitig hat sie sich aber auf die einfachen Dinge konzentriert.
Sehr gut gefiel mir auch die Entwicklung der Protagonisten. Insbesondere Enid hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Ihre Charakterentwicklung nimmt einen deutlichen Teil des Buches ein. So erfahren wir als Leser Erlebnisse aus ihrer Jugend und Kindheit aber eben auch das aktuelle Geschehen. Gerade diese Mischung aus "Jetzt" und "Damals" schafft jedoch erst das Gesamtbild und hilft uns Enid als Figur zu verstehen.
"Die Banner von Haven" ist wirklich einmal etwas neues und gerade deswegen in meinen Augen absolut empfehlenswert.
Sonjalein1985
5/5
05.02.2018
Buch (Taschenbuch)
Dystopischer Krimi
Inhalt: Nach dem Ende der uns bekannten Welt ist eine ganz neue Zivilisation entstanden. Hier leben die Menschen in kleinen Gemeinschaften zusammen und können sich Banner erarbeiten, mit denen es ihnen erlaubt ist, Nachwuchs zu zeugen. Heimliche Schwangerschaften oder mehr zu haben, als man verdient hat, gelten als die größten Verbrechen dieser Zeit. Dann jedoch wird ein Mord verübt und die junge Ermittlerin Enid muss, zusammen mit ihrem alten Freund Tomas, die Ermittlungen übernehmen. Doch der Fall erweist sich als komplizierter als gedacht und niemand will mit den Ermittlern zusammen arbeiten.
Meinung: Die Banner von Haven ist ein dystopischer Krimi, der einige Jahre nach dem Fall unserer Welt spielt. Es gibt lange nicht mehr so viele Menschen und die Technologie, die man heute für die Aufklärung eines Verbrechens hätte, ist komplett verschwunden. So müssen sich Enid und Tomas auf ihr Gespür, altmodische Spurensicherung und das Befragen von Zeugen verlegen.
Erzählt wird die Geschichte aus Enids Sicht, die mir als Charakter sehr gut gefallen hat. Sie möchte am liebsten allen helfen und ist sehr daran interessiert Ungerechtigkeiten aufzudecken und zu ändern. Aber sie ist auch aufbrausend und schnell zornig, was ihr den Beruf nicht gerade erleichtert. Berichtet wird einmal aus Enids Gegenwart und aus ihrer Vergangenheit. Diese Vergangenheit erzählt von ihrer Jugend und ihrer ersten großen Liebe Dak. Der Erzählstrang erzählt, wie Enid zu der Frau wurde, die sie in der Gegenwart ist.
Der Fall an sich ist ruhig erzählt, aber durchaus spannend. Ein Außeneiter wurde getötet und die Ermittler dürfen nur ermitteln, weil sie gerufen wurden. Trotzdem sind die meisten Dorfbewohner nicht begeistert von ihrem Erscheinen, denn Ermittler bedeuten nur selten etwas Gutes. Enid und Tomas haben es also alles andere als einfach und vor allem Enid muss ihr ganzes Können aufwarten, um Licht in das Dunkel zu bringen.
Es gibt einige überraschende Wendungen und interessante Charaktere. Am besten fand ich die Rückblicke, die erklären, wie unsere Welt sich so verändert hat. Sogar alte Ruinen darf der Leser an der Seite von Enid bestaunen.
Ich würde mich sehr freuen mehr Fälle dieser ungewöhnlichen Ermittlungen zu lesen, denn ohne unsere ganze Technik und von den Leuten misstrauisch beäugt ist die ganze Sache nicht sonderlich einfach.
Mich zumindest hat Die Banner von Haven gut unterhalten und ich empfehle sie Lesern, die etwas ungewöhnliche Krimis mögen.
Fazit: Dystopischer Krimi, der durch seine Ermittler und die ruhige Erzählweise glänzt. Hat mich gut unterhalten.
OwlmaBooks
aus Bad Kreuznach
4/5
13.05.2018
Buch (Taschenbuch)
Emotional, spannend und teilweise überraschend
Mit „Die Banner von Haven“ legt uns die Autorin eine spannende Ermittlungs-Story mit dystopischem Setting vor, die mich stellenweise in ihren Bann ziehen konnte. Interessante Charaktere treffen auf eine Ermittlung, die mehr neue Fragen aufwirft, als sie beantwortet.
Geschrieben ist die Geschichte aus Sicht der Protagonistin Enid. Wir begleiten sie dabei gleich auf zwei Wegen, denn immer im Wechsel bekomme wir ein Kapitel aus der Gegenwart erzählt und dann wieder eins aus der Vergangenheit. Das hat den Vorteil, dass wir zum einen Enids Motive und Motivation verstehen, zum anderen aber auch die dystopische Welt ein Stück nähergebracht bekommen, denn die Gegenwarts-Passagen sind recht auf die Investigation beschränkt, während wir es in der Vergangenheit mehr um das Entdecken der Welt geht. Den Schreibstil der Autorin würde ich eher als locker-flockig beschreiben, die Seiten fliegen nur so dahin, wobei ich sagen muss, dass es dann auch wieder Abschnitte gibt, die sehr poetisch und teilweise sogar melancholisch anmuten.
Enid hat mir als Protagonstin insgesamt gut gefallen, komplett sympathisch ist sie mir im Verlauf der Story leider nicht geworden, obwohl wir uns Kapitel für Kapitel ein solideres Bild machen konnten, warum sie letztlich zu dem geworden ist, was sie nun ist. Sie ist starkt, geht ihren Weg und hält an ihren Prinzipien fest. Dann ist sie aber auch wieder sehr hart, engstirnig, ungeduldig und emotional (sie wird von einer Art unbändiger Wut getrieben). Das macht sie natürlich menschlich, man kann sich mit identifizieren. Allerdings konnte ich nicht komplett ergründen, woher beispielsweise ihre Wut auf die Menschen kommt. Das ist schade, weil es die Geschichte für mich nicht ganz rund macht und Fragen offen lässt.
Die Nebencharaktere waren wirklich überaus gelungen. Jeder hat solide seine Rolle gespielt, hat Sympathien geweckt, wenn er es sollte, oder sich eben auch in das Bildnis des Bösewichts eingefügt, wenn es notwendig war. Insgesamt war das Charakterdesign dieses Romans durchdacht und die Autorin führt den Leser langsam an die vielen Namen heran, die einem im Verlauf der Geshichte begegnen. Dafür möchte ich ein Lob aussprechen.
Die Spannung war eigentlich durchgängig vorhanden, bis auf einige Passagen im mittleren Gegenwarts-Teil. Hier hätte man die Geschichte vielleicht etwas dynamischer gestalten müssen, wobei sie insgesamt durch die Zeitwechsel sehr dynamisch war. Beide Handlungsstränge haben wunderbar ineinander gegriffen und die Spannung beim Lesen immens gesteigert. Auch die Investigation an sich war interessant zu verfolgen. Ich habe mich stellenweise dabei ertappt, wie ich selbst ermittelt habe und raten wollte, wer nun was getan hat.
Mein eigentlicher Kritikpunkt – wenn man ihn denn so nennen möchte – geht dahin, dass ich mir eigentlich eine Dystopie erhofft hatte, aber einen Krimi mit dystopischem Setting erhalten habe. Das ist erst mal nichts Negatives, denn die Welt, die die Autorin hier beschreibt, hat mich zum Nachdenken angeregt und mich schon von der ersten Seit an abgeholt. Trotzdem wurden meine Erwartungen eben nicht gänzlich erfüllt. Wer Krimis mag, bei denen die Ermittlungsarbeit im Vordergrund steht, liegt bei diesem Buch genau richtig. Spannend, emotional und überraschend.
OwlmaBooks
aus Bad Kreuznach
4/5
13.05.2018
Buch (Taschenbuch)
Mit „Die Banner von Haven“…
Mit „Die Banner von Haven“ legt uns die Autorin eine spannende Ermittlungs-Story mit dystopischem Setting vor, die mich stellenweise in ihren Bann ziehen konnte. Interessante Charaktere treffen auf eine Ermittlung, die mehr neue Fragen aufwirft, als sie beantwortet. Geschrieben ist die Geschichte aus Sicht der Protagonistin Enid. Wir begleiten sie dabei gleich auf zwei Wegen, denn immer im Wechsel bekomme wir ein Kapitel aus der Gegenwart erzählt und dann wieder eins aus der Vergangenheit. Das hat den Vorteil, dass wir zum einen Enids Motive und Motivation verstehen, zum anderen aber auch die dystopische Welt ein Stück nähergebracht bekommen, denn die Gegenwarts-Passagen sind recht auf die Investigation beschränkt, während wir es in der Vergangenheit mehr um das Entdecken der Welt geht. Den Schreibstil der Autorin würde ich eher als locker-flockig beschreiben, die Seiten fliegen nur so dahin, wobei ich sagen muss, dass es dann auch wieder Abschnitte gibt, die sehr poetisch und teilweise sogar melancholisch anmuten. Enid hat mir als Protagonstin insgesamt gut gefallen, komplett sympathisch ist sie mir im Verlauf der Story leider nicht geworden, obwohl wir uns Kapitel für Kapitel ein solideres Bild machen konnten, warum sie letztlich zu dem geworden ist, was sie nun ist. Sie ist starkt, geht ihren Weg und hält an ihren Prinzipien fest. Dann ist sie aber auch wieder sehr hart, engstirnig, ungeduldig und emotional (sie wird von einer Art unbändiger Wut getrieben). Das macht sie natürlich menschlich, man kann sich mit identifizieren. Allerdings konnte ich nicht komplett ergründen, woher beispielsweise ihre Wut auf die Menschen kommt. Das ist schade, weil es die Geschichte für mich nicht ganz rund macht und Fragen offen lässt. Die Nebencharaktere waren wirklich überaus gelungen. Jeder hat solide seine Rolle gespielt, hat Sympathien geweckt, wenn er es sollte, oder sich eben auch in das Bildnis des Bösewichts eingefügt, wenn es notwendig war. Insgesamt war das Charakterdesign dieses Romans durchdacht und die Autorin führt den Leser langsam an die vielen Namen heran, die einem im Verlauf der Geshichte begegnen. Dafür möchte ich ein Lob aussprechen. Die Spannung war eigentlich durchgängig vorhanden, bis auf einige Passagen im mittleren Gegenwarts-Teil. Hier hätte man die Geschichte vielleicht etwas dynamischer gestalten müssen, wobei sie insgesamt durch die Zeitwechsel sehr dynamisch war. Beide Handlungsstränge haben wunderbar ineinander gegriffen und die Spannung beim Lesen immens gesteigert. Auch die Investigation an sich war interessant zu verfolgen. Ich habe mich stellenweise dabei ertappt, wie ich selbst ermittelt habe und raten wollte, wer nun was getan hat. Mein eigentlicher Kritikpunkt – wenn man ihn denn so nennen möchte – geht dahin, dass ich mir eigentlich eine Dystopie erhofft hatte, aber einen Krimi mit dystopischem Setting erhalten habe. Das ist erst mal nichts Negatives, denn die Welt, die die Autorin hier beschreibt, hat mich zum Nachdenken angeregt und mich schon von der ersten Seit an abgeholt. Trotzdem wurden meine Erwartungen eben nicht gänzlich erfüllt. Wer Krimis mag, bei denen die Ermittlungsarbeit im Vordergrund steht, liegt bei diesem Buch genau richtig. Spannend, emotional und überraschend.