Die preußische Landbevölkerung 1806-1815 (antinapoleonische Befreiungskriege) Mentalität und Motivation
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
01.04.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
32 (Printausgabe)
Dateigröße
563 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656627999
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: 1,3, FernUniversität Hagen (Neuere Deutsche und Europäische Geschichte), Veranstaltung: Masterstudiengang Europäische Moderne. Modul 5G, Sprache: Deutsch, Abstract: Vor dem Hintergrund des militärischen Zusammenbruchs Preussens, den daraus resultierenden Belastungen für die breite Bevölkerung und der Krise des Staates, ergab sich ein aussergewöhnlich dichtes Geflecht von Anforderungen an die ländliche Bevölkerung Preussens innerhalb des Zeitraums von 1806 bis 1815.
Das junge Forschungsgebiet der ländlichen Mentalitätsgeschichte hat das vorliegende Thema bisher wenig bearbeitet, wohl auch aufgrund der dürftigen Quellenlage. Trotzdem soll mit dieser Hausarbeit ein Einblick versucht werden. Immerhin existieren einige Quellen, in denen sich Vertreter bürgerlicher und adliger Schichten über die hier interessierenden unteren Schichten der Landbevölkerung äussern.
Die Befreiungskriege trugen "Züge einer Volkserhebung", obgleich der Aufruf dazu durch den preussischen Monarchen erfolgte. Dieses Volk entsprach überwiegend nicht dem Idealbild des jungen, bildungsbürgerlichen Helden, wie er in den folgenden Jahren und Jahrzehnten durch die Publizistik geprägt wurde. Was bewegte also die Menschen die diesen Krieg gegen das napoleonische Frankreich und seine Verbündeten in der Hauptsache bewältigen mussten und inwieweit war das Engagement von den unteren Bevölkerungsschichten getragen?
Während dem Auftakt der Kämpfe im Frühjahr 1813 war man erstaunt über den Furor vieler preussischer Soldaten, gerade einfacher Kämpfer in den improvisiert aufgestellten Formationen der Landwehr. Ungeübte, das Gewehr, sofern vorhanden, als Keule schwingende, barfüssige junge Bauern, Tagelöhner und Handwerker stürmten mit markerschütterndem Geschrei auf den Feind zu, ohne dazu von ihren Offizieren ermuntert werden zu müssen.
Nicht nur auf den Schlachtfeldern machte sich der Drang bemerkbar einen signifikanten Beitrag zum Erfolg des Befreiungskrieges zu leisten. Unbemittelte, selber Not leidende Dorfbewohner gaben teilweise buchstäblich ihr letztes Hemd, um daraus Verbandsstoffe fertigen zu lassen, oder spendeten ihre Eheringe.
Woraus resultierte diese neue umfassende patriotische Hilfsbereitschaft breiter Teile der Bevölkerung?
Das junge Forschungsgebiet der ländlichen Mentalitätsgeschichte hat das vorliegende Thema bisher wenig bearbeitet, wohl auch aufgrund der dürftigen Quellenlage. Trotzdem soll mit dieser Hausarbeit ein Einblick versucht werden. Immerhin existieren einige Quellen, in denen sich Vertreter bürgerlicher und adliger Schichten über die hier interessierenden unteren Schichten der Landbevölkerung äussern.
Die Befreiungskriege trugen "Züge einer Volkserhebung", obgleich der Aufruf dazu durch den preussischen Monarchen erfolgte. Dieses Volk entsprach überwiegend nicht dem Idealbild des jungen, bildungsbürgerlichen Helden, wie er in den folgenden Jahren und Jahrzehnten durch die Publizistik geprägt wurde. Was bewegte also die Menschen die diesen Krieg gegen das napoleonische Frankreich und seine Verbündeten in der Hauptsache bewältigen mussten und inwieweit war das Engagement von den unteren Bevölkerungsschichten getragen?
Während dem Auftakt der Kämpfe im Frühjahr 1813 war man erstaunt über den Furor vieler preussischer Soldaten, gerade einfacher Kämpfer in den improvisiert aufgestellten Formationen der Landwehr. Ungeübte, das Gewehr, sofern vorhanden, als Keule schwingende, barfüssige junge Bauern, Tagelöhner und Handwerker stürmten mit markerschütterndem Geschrei auf den Feind zu, ohne dazu von ihren Offizieren ermuntert werden zu müssen.
Nicht nur auf den Schlachtfeldern machte sich der Drang bemerkbar einen signifikanten Beitrag zum Erfolg des Befreiungskrieges zu leisten. Unbemittelte, selber Not leidende Dorfbewohner gaben teilweise buchstäblich ihr letztes Hemd, um daraus Verbandsstoffe fertigen zu lassen, oder spendeten ihre Eheringe.
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