Produktbild: Jonas bleibt

Jonas bleibt Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.08.2017

Verlag

Orte Verlag

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

21.1/14.1/1.7 cm

Gewicht

252 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85830-224-3

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Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.08.2017

Verlag

Orte Verlag

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

21.1/14.1/1.7 cm

Gewicht

252 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85830-224-3

Herstelleradresse

orte Verlag
Windegg 5
9100 Herisau
Schweiz
Email: verlag@appenzellerverlag.ch
Url: www.orteverlag.ch
Telephone: +41 71 3537755
Fax: +41 71 3537756

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Voller Melancholie und Gefühl

Nela | read.eat.live. am 13.11.2017

Bewertungsnummer: 1061835

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In einer kraftvollen und bildgewaltigen Sprache zeichnet Arja Lobsiger die Gefühls und Gedankenwelt ihrer Protagonisten. Keines ihrer Worte scheint zu viel oder überflüssig und so webt sie uns Leser*innen in ein dichtes Netz aus poetischen Bildern und Motiven. Geschickt arbeitet sie auch mit Rückblenden und Perspektivwechseln und lässt die Geschichte so ihren eigenen, nachdenklichen Sog entwickeln. Diese Sprache ist auch wirklich das grosse Plus dieses Romans, sie verzaubert, nimmt gefangen und berührt. Sie stellt uns Menschen vor, die mit einem Verlust komplett verschieden und auf ihre eigene Weise umgehen, ohne anklagend oder verurteilend zu sein. In dieser Poesie kommen wir den Menschen hinter den Namen ganz schön nahe. »Das ständige Aufräumen hat nichts gebracht. An der früheren Ordnung festzuhalten, hat alles andere, das sich verändert hat, nur noch deutlicher zum Vorschein gebracht.« (S.75) Leider hatte ich etwas Mühe das Setting, die Beziehungen der Personen untereinander und den zeitlichen Verlauf der Geschichte zu erfassen. Arja Lobsiger erzählt meist abwechselnd aus der Perspektive von Jonas und Alice. Und während Alice‘ Erzählungen ganz in der Vergangenheit gehalten sind, so berichtet Jonas in der Gegenwart. So weit so klar. Obwohl ich auch da Schwierigkeiten hatte einzuordnen, wie viel Zeit zwischen Alice‘ verschwinden und Jonas‘ Erzählungen liegen. Wochen? Monate? Jahre? Als dann auch noch Etna in diese Konstellation trat, war ich noch um einiges verwirrter. Es bereitet mir ziemliche Mühe, ihr Alter einzuordnen. Wie alt war sie, als Alice ging? Und nun lässt sie das Haus abreissen, in dem ihr Vater noch lebt… Überhaupt war Etna der Charakter, den ich am wenigsten greifen und einordnen konnte. Durch die poetische Sprache von Arja Lobsiger wird uns Leser*innen ein sehr intimer Blick auf das Seelenleben von Alice und Jonas gewährt. Nur Etna kommt dabei ein wenig zu kurz und viele ihrer Handlungen, wie zum Beispiel die Weigerung mit ihrem Vater zu sprechen, bleiben mir unverständlich. Besonders eindrücklich waren jedoch ihre Schilderungen der Ereignisse rund um den Tod ihres Bruders, ihre Ohnmacht, die Schuldgefühle, die Verzweiflung. Diese Stellen im Buch haben mich sehr gerührt und ich hätte mir mehr davon gewünscht. Vielleicht wären mir ihre Beweggründe dadurch nicht ganz so unverständlich geblieben. »Etna hörte sich schreien, wie sie damals geschrien hatte. Nichts anderes hatte sie tun können. Nur schreien. So schrie sie auch jetzt gegen das laute Knacken in ihren Ohren und die unschuldige Wasseroberfläche an.« (S. 42) Neben all der Melancholie und Traurigkeit lässt dieser Roman aber auch Raum für Hoffnung und Spekulationen. Dann nämlich, als Jonas in seinem verwilderten Garten vier Möwen in Richtung Süden fliegen sieht, die Alice auf dem Kraterrand stehend, am Himmel erblickt.

Voller Melancholie und Gefühl

Nela | read.eat.live. am 13.11.2017
Bewertungsnummer: 1061835
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In einer kraftvollen und bildgewaltigen Sprache zeichnet Arja Lobsiger die Gefühls und Gedankenwelt ihrer Protagonisten. Keines ihrer Worte scheint zu viel oder überflüssig und so webt sie uns Leser*innen in ein dichtes Netz aus poetischen Bildern und Motiven. Geschickt arbeitet sie auch mit Rückblenden und Perspektivwechseln und lässt die Geschichte so ihren eigenen, nachdenklichen Sog entwickeln. Diese Sprache ist auch wirklich das grosse Plus dieses Romans, sie verzaubert, nimmt gefangen und berührt. Sie stellt uns Menschen vor, die mit einem Verlust komplett verschieden und auf ihre eigene Weise umgehen, ohne anklagend oder verurteilend zu sein. In dieser Poesie kommen wir den Menschen hinter den Namen ganz schön nahe. »Das ständige Aufräumen hat nichts gebracht. An der früheren Ordnung festzuhalten, hat alles andere, das sich verändert hat, nur noch deutlicher zum Vorschein gebracht.« (S.75) Leider hatte ich etwas Mühe das Setting, die Beziehungen der Personen untereinander und den zeitlichen Verlauf der Geschichte zu erfassen. Arja Lobsiger erzählt meist abwechselnd aus der Perspektive von Jonas und Alice. Und während Alice‘ Erzählungen ganz in der Vergangenheit gehalten sind, so berichtet Jonas in der Gegenwart. So weit so klar. Obwohl ich auch da Schwierigkeiten hatte einzuordnen, wie viel Zeit zwischen Alice‘ verschwinden und Jonas‘ Erzählungen liegen. Wochen? Monate? Jahre? Als dann auch noch Etna in diese Konstellation trat, war ich noch um einiges verwirrter. Es bereitet mir ziemliche Mühe, ihr Alter einzuordnen. Wie alt war sie, als Alice ging? Und nun lässt sie das Haus abreissen, in dem ihr Vater noch lebt… Überhaupt war Etna der Charakter, den ich am wenigsten greifen und einordnen konnte. Durch die poetische Sprache von Arja Lobsiger wird uns Leser*innen ein sehr intimer Blick auf das Seelenleben von Alice und Jonas gewährt. Nur Etna kommt dabei ein wenig zu kurz und viele ihrer Handlungen, wie zum Beispiel die Weigerung mit ihrem Vater zu sprechen, bleiben mir unverständlich. Besonders eindrücklich waren jedoch ihre Schilderungen der Ereignisse rund um den Tod ihres Bruders, ihre Ohnmacht, die Schuldgefühle, die Verzweiflung. Diese Stellen im Buch haben mich sehr gerührt und ich hätte mir mehr davon gewünscht. Vielleicht wären mir ihre Beweggründe dadurch nicht ganz so unverständlich geblieben. »Etna hörte sich schreien, wie sie damals geschrien hatte. Nichts anderes hatte sie tun können. Nur schreien. So schrie sie auch jetzt gegen das laute Knacken in ihren Ohren und die unschuldige Wasseroberfläche an.« (S. 42) Neben all der Melancholie und Traurigkeit lässt dieser Roman aber auch Raum für Hoffnung und Spekulationen. Dann nämlich, als Jonas in seinem verwilderten Garten vier Möwen in Richtung Süden fliegen sieht, die Alice auf dem Kraterrand stehend, am Himmel erblickt.

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