Produktbild: Barbaren, Geister, Gotteskrieger

Barbaren, Geister, Gotteskrieger Die Evolution der Religionen – entschlüsselt

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Set mit diversen Artikeln

Erscheinungsdatum

08.09.2017

Abbildungen

X, mit 55 Amit 35 Abbildungengen, 35 Abb. in Farbe. Book + eBook., schwarz-weiss Illustrationen, farbige Illustrationen

Verlag

Springer Berlin

Seitenzahl

372

Maße (L/B/H)

23.6/15.7/2.2 cm

Gewicht

583 g

Auflage

1. Auflage 2018

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-662-54772-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Set mit diversen Artikeln

Erscheinungsdatum

08.09.2017

Abbildungen

X, mit 55 Amit 35 Abbildungengen, 35 Abb. in Farbe. Book + eBook., schwarz-weiss Illustrationen, farbige Illustrationen

Verlag

Springer Berlin

Seitenzahl

372

Maße (L/B/H)

23.6/15.7/2.2 cm

Gewicht

583 g

Auflage

1. Auflage 2018

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-662-54772-4

Herstelleradresse

Springer-Verlag GmbH
Heidelberger Platz 3
14197 Berlin
Deutschland
Email: sdc-bookservice@springer.com
Url: www.springer.com
Telephone: +49 30 827870
Fax: +49 30 8214091

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  • S.A.W

    5/5

    01.12.2018

    eBook (PDF)

    Das Mythenarchiv der Menschheit

    Seit 20 Jahren geht Ina Wunn an die Religionen heran, um deren Evolution nach naturwissenschaftlichen Kriterien zu beschreiben. Am Beginn stand ein Durcheinander von Interpretationen paläolithischer Bräuche, die Wunn rasch als falsch entlarvte (So sind Spuren von Kannibalismus unter Neandertalern der Fressaktivität von Höhlenhyänen geschuldet, Bärenkulte sind Missinterpretationen von Höhlen, die nacheinander von Bären und Menschen bewohnt wurden.) Die zentrale These Wunns ist, dass sich die Merkmale der Evolution (Auffächerung, Veränderung, Selektion) auf Religionen übertragen lassen. Im Unterschied zur Genetik wirkt religiöse Evolution aber rascher, weil sie sich durch Kommunikation ausbreitet, deren Wirkung auf Überzeugungskraft beruht. Religionen passen sich daher rasch an soziale und biologische Umwelten und deren Veränderungen an. So bewirkten etwa der Zusammenbruch des Mogulreiches und die Expansion der East India Company eine rasche Diversifizierung muslimischer Bewegungen (Salafismus, Ahmadiya) als Antwort auf Entmachtung und Verarmung der Inder. Die Eroberung der drawidischen Indus-Kultur durch die Arier bewirkte eine immer wieder neue Mischung von indogermanischen (Pantheon) und drawidischen Kultelementen (Lingam-Verehrung). Wunn sieht Religion nicht als hirnphysiologisch angelegt, sondern als ständige kulturelle Anpassung an immer wieder neue Umwelten. Daraus ergibt sich ein zeitlicher und räumlicher Stammbaum. So sind die Religionen der urzeitlichen Jäger und der Aborigines und Khoisan eben nicht ähnlich, weil dazwischen 30.000 Jahre Entwicklung liegen. Der naturwissenschaftliche Zugang Wunns ist Stärke und Schwäche des Buches zugleich. Einerseits entzaubert Wunn anhand von historischen und archäologischen Fakten die Bibel: Weder gab es das Reich Salomos noch Moses Auszug aus Ägypten, beides sind nachträglich zwischen 700 und 500 v Chr niedergeschriebene Legenden, die das babylonische Exil hervorrief, um das Elend von Niederlage und Vertreibung zu legitimieren. Das Christentum bezog die bereits vorhandenen Vorstellungen von Tod und Wiederauferstehung (Osiris-Kult) auf die Kreuzigung Christi. Mohammeds Anziehungskraft bestand in der großen Toleranz gegenüber anderen Religionen und der Sicherheit gebenden politischen Stabilität des Kalifats und eben nicht auf dem kriegerischen Dschihad. Andererseits reduziert die rein paläontologische Deutung Wunns Horizont auf die Aussagekraft übriggebliebener Restartefakte, ohne auf die Faszination religiöser und mystischer Vorstellungen einzugehen. Die weltweit zahlreichen Abbildungen gebärender Frauen auf einen Abwehr- und Schutzzauber zu reduzieren, ist eine reichlich willkürliche und areligiöse Deutung, die die Urmenschen als primitiv und unreligiös abstempelt. Solche Deutungen geben archäologische Daten gerade nicht her und zeugen von wissenschaftlicher Überheblichkeit, die seit 500 Jahren die „primitiven“ Religionen als den Buchreligionen unterlegen ansieht. Die matriviviale Deutung derselben Artefakte durch Kirsten Armbruster (Das Muttertabu) ist da wesentlich logischer und überzeugender. Trotz dieser biologistischen Schwächen ist das Buch aber hochinteressant zu lesen. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Die Kinder des Tantalus“

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  • Vorwort.- 1 Einleitung. Ist das eigentlich Evolution?- 2 Politische Gewalt und ihre Opfer, oder: Drama in Paris.- 3 Was ist Wissenschaft?  oder: Wir stehen immer auf den Schultern unserer Vorläufer.- 4 Die Aufklärung und der Entwicklungsgedanke.- 5 Eine Theorie für alles, oder: Auf der Suche nach der Weltformel.- 6 Malthus, Wallace und die Selektionshypothese.- 7 Darwin und The Origin of Species.- 8 Eine erste religionswissenschaftliche Evolutionstheorie.- 9 Die Evolutionstheorie wird populär.- 10 Runter mit den Mäuseschwänzen! Vererbung und Artkonzept.-  11 Ein erstes Resümee: Wie sollte eine Theorie religiöser Evolution aussehen?.- 12 Die Religion als taxonomische Einheit, die Variabilität und das hierarchisch-enkaptische System.- 13 Wie ändern sich Religionen? Die Suche nach den Evolutionsfaktoren.- 14 Keine Frage der Gene – wie funktioniert Vererbung im Bereich der Religionen?.- 15 Religiöse Speziation – wie eineneue Religion entsteht.- 16 Das Überleben des am besten Angepassten, oder: Von der Steinzeitreligion zu den Religionen heute.- Evolution der Religionen: Wie ein Theoriehintergrund die Weltsicht bestimmt.- Literatur.- Index.