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Viktor

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

18 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

01.08.2017

Verlag

Epubli

Seitenzahl

404

Maße (L/B/H)

2.4/12.5/19 cm

Gewicht

480 g

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7450-0798-5

Beschreibung

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Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

18 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

01.08.2017

Verlag

Epubli

Seitenzahl

404

Maße (L/B/H)

2.4/12.5/19 cm

Gewicht

480 g

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7450-0798-5

Herstelleradresse

epubli
Köpenicker Str. 154a
10997 Berlin
Deutschland
Email: kontakt@epubli.de
Url: www.epubli.de
Telephone: +49 30 25559540

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Böse Viren und böse Mächte

Bewertung aus Berlin am 31.07.2020

Bewertungsnummer: 1357898

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zwei prophetische(?) Romane im Vergleich Levi Krongolds »VIKTOR« (2017) und Dean Koontz »Die Augen der Finsternis«. (1981) Ganz aktuellen Bezug haben Krongolds und Koontz Dystrophien durch die aktuelle Viruspandemie. Während Koontz Virus als Wohun 400, vorher Gorki 400 die aus amerikanischer Sicht böses Achse des Ostens als Verursacher benennt und sich aktuelle Kommentatoren in Spekulationen überschlagen, ob dieser Roman Vorlage für die derzeitige Epidemie sein könne, so greift Krongold weiter in die Zukunft. Weite Teile Europas wurden infolge einer weltweiten Wirtschaftskrise mit Russland und China zur Tuanti Sojus (TUS) zusammengeschlossen. Die Herrschaft hat ein internationales Konglomerat von Lebensmittelkonzernen übernommen, die bis tief in die Privatsphäre hineinregieren. Vorwand dazu liefert eine Virusepidemie durch das rätselhafte ZOGA Virus, welches Anlass zu einer Massenimpfung mit einem manipulierten Impfstoff führte. Dieser Impfstoff schleicht sich in die Erbsubstanz ein und markiert das jeweilige Individuum, welches so leicht durch öffentliche Sensoren detektiert werden kann. Koontz als Vorhersage, was vor Corona geschah und Krongold als Prophetie, was daraus folgen wird? Mag sein. Aber dennoch sind beides lediglich dystope Romane. Wobei Kootz sich abgelatschter Horrorklischees bediente, die heute dem Leser lediglich ein Gähnen hervorlocken können, abgesehen von zusammenfabulierten parapsychologischen Fähigkeiten eines kleinen Jungen, die die Handlung immer weiter in Absurdität und Ungereimheiten verkommen lassen. Lektüre, wenn man nichts anderes mehr hat, was mehr Inhalt verspräche. Nun mag dies angesichts des Alters des Romans, dessen Erstausgabe bereits fast 60 Jahre und damit in die Zeit des kalten Krieges zurück reicht, verzeihlich erscheinen. Krongolds Roman versucht sich demgegenüber mehr an die Realität zu halten oder Vorgänge, die als wahrscheinlich gelten können. So ist das ZOGA Virus nicht der Mittelpunkt der Erzählung, sondern die gesellschaftliche Folge, die dieses nach sich zieht. Krongold greift dabei Tendenzen auf, die sich auch 2017 bereits abzeichneten. Digitalisierung als Mittel der totalen Überwachung, die schließlich in eine Diktatur von Konzernen führt. Obwohl die Zeichen schon damals zu deuten gewesen sein sollten, will es heute die breite Öffentlichkeit immer noch nicht wahrhaben. Ein wenig belustigt bei Krongolds Vision, dass sich die USA aufgrund innerer Zerwürfnisse nahezu zerlegt haben, was wie ein früher Fingerzeig auf Trump und die sozialen Unruhen anmutet. Der Umbau der Welt in eine Konzerndiktatur, die den Bürger zum funktionierenden und widerspruchslosen Nutzvieh degradiert, wird nun durch eine kleine Gruppe von ausgemusterten Querdenkern bekämpft, die sich der staatlichen Übermacht entgegenstellen und dabei auf einen Kommunikationsweg setzt, der jenseits der digitalen Netzwelt existiert. Das ist das Geheimnis von »Viktor« und gleichzeitig eine Anweisung für den Widerstand, der jetzt bereits zu entwickeln wäre, wenn wir dem im Roman aufgezeigten Schicksal entgehen wollen. Wer sozialkritische Prophetie mag, liegt mit diesem Roman richtig.

Böse Viren und böse Mächte

Bewertung aus Berlin am 31.07.2020
Bewertungsnummer: 1357898
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zwei prophetische(?) Romane im Vergleich Levi Krongolds »VIKTOR« (2017) und Dean Koontz »Die Augen der Finsternis«. (1981) Ganz aktuellen Bezug haben Krongolds und Koontz Dystrophien durch die aktuelle Viruspandemie. Während Koontz Virus als Wohun 400, vorher Gorki 400 die aus amerikanischer Sicht böses Achse des Ostens als Verursacher benennt und sich aktuelle Kommentatoren in Spekulationen überschlagen, ob dieser Roman Vorlage für die derzeitige Epidemie sein könne, so greift Krongold weiter in die Zukunft. Weite Teile Europas wurden infolge einer weltweiten Wirtschaftskrise mit Russland und China zur Tuanti Sojus (TUS) zusammengeschlossen. Die Herrschaft hat ein internationales Konglomerat von Lebensmittelkonzernen übernommen, die bis tief in die Privatsphäre hineinregieren. Vorwand dazu liefert eine Virusepidemie durch das rätselhafte ZOGA Virus, welches Anlass zu einer Massenimpfung mit einem manipulierten Impfstoff führte. Dieser Impfstoff schleicht sich in die Erbsubstanz ein und markiert das jeweilige Individuum, welches so leicht durch öffentliche Sensoren detektiert werden kann. Koontz als Vorhersage, was vor Corona geschah und Krongold als Prophetie, was daraus folgen wird? Mag sein. Aber dennoch sind beides lediglich dystope Romane. Wobei Kootz sich abgelatschter Horrorklischees bediente, die heute dem Leser lediglich ein Gähnen hervorlocken können, abgesehen von zusammenfabulierten parapsychologischen Fähigkeiten eines kleinen Jungen, die die Handlung immer weiter in Absurdität und Ungereimheiten verkommen lassen. Lektüre, wenn man nichts anderes mehr hat, was mehr Inhalt verspräche. Nun mag dies angesichts des Alters des Romans, dessen Erstausgabe bereits fast 60 Jahre und damit in die Zeit des kalten Krieges zurück reicht, verzeihlich erscheinen. Krongolds Roman versucht sich demgegenüber mehr an die Realität zu halten oder Vorgänge, die als wahrscheinlich gelten können. So ist das ZOGA Virus nicht der Mittelpunkt der Erzählung, sondern die gesellschaftliche Folge, die dieses nach sich zieht. Krongold greift dabei Tendenzen auf, die sich auch 2017 bereits abzeichneten. Digitalisierung als Mittel der totalen Überwachung, die schließlich in eine Diktatur von Konzernen führt. Obwohl die Zeichen schon damals zu deuten gewesen sein sollten, will es heute die breite Öffentlichkeit immer noch nicht wahrhaben. Ein wenig belustigt bei Krongolds Vision, dass sich die USA aufgrund innerer Zerwürfnisse nahezu zerlegt haben, was wie ein früher Fingerzeig auf Trump und die sozialen Unruhen anmutet. Der Umbau der Welt in eine Konzerndiktatur, die den Bürger zum funktionierenden und widerspruchslosen Nutzvieh degradiert, wird nun durch eine kleine Gruppe von ausgemusterten Querdenkern bekämpft, die sich der staatlichen Übermacht entgegenstellen und dabei auf einen Kommunikationsweg setzt, der jenseits der digitalen Netzwelt existiert. Das ist das Geheimnis von »Viktor« und gleichzeitig eine Anweisung für den Widerstand, der jetzt bereits zu entwickeln wäre, wenn wir dem im Roman aufgezeigten Schicksal entgehen wollen. Wer sozialkritische Prophetie mag, liegt mit diesem Roman richtig.

Viktor -- eine Vison?

Bewertung aus Berlin am 03.02.2021

Bewertungsnummer: 1070843

Bewertet: eBook (ePUB)

Viktor- eine Vision? Krongolds Roman entführt den Leser in eine nicht allzu entfernte Zukunft. Eine Zukunft, die angesichts des akutellen Säbelrasselns der Großmächte, der anstehenden Neuordnung der internationalen Rangordnungen, leider schon im Entstehen begriffen ist. So folgt der Leser der Hauptperson, einem Psychiater einer Personenüberwachungsbehörde, durch die "schöne neue Welt". Eine Welt, in der jeder "Pfurz" digital verwertet wird, um das Konsumverhalten zu stimulieren. Einer Welt, in der ein großer Nahrungs- und Saatmittelkonzern die Staatsgeschäfte weiter Teile der Welt bestimmt. Einer Welt, in der die Diktatur der Medien, der Manipulation des Geistes, der Totalüberwachung bereits realisiert ist. Levi Krongold taucht als Autor, gerade wie in seinem früheren futuristischen Roman "Der Tanz der Bienen", lustvoll und leidend in die Figur des Hauptdarstellers. Dieser wird durch eine Intrige im Amt unwissentlich als verdeckter Emittler zu einer Dissidentengruppe geschickt, die sich der Staatsmacht entgegenstellen will. Die Liebe schließlich zu einer jungen Studentin, die sich der Gruppe angeschlossen hat, läßt ihn die Seiten wechseln. Er wird vom Jäger zum Gejagten. Mit VIKTORs Hilfe versuchen sie den Staatsstreich anzuzetteln. Doch wer ist dieser ominöse VIKTOR?... Der genauere Blick auf das Titelbild läßt den Leser ahnen, dass eine Überraschung wartet... und ein merkwürdiges Ende. Krongolds Viktor ist manchmal etwas anstrengend zu lesen. Nicht weil der Roman nicht fesseln würde, sondern weil der Autor, wie in seinem vorherigen Roman gerne Rückblenden einbaut. Da hilft es, nicht zu lange Lesepausen zwischen den Kapiteln einzulegen, sonst gerät man leicht ins Schwimmen. Doch wenn man im Erzählfluss bleibt, dann verdichtet sich die Geschichte zusehens. Das, was dem Leser noch unbekannt und rätselhaft erscheint, wird nach und nach schlüssig und packend. Insbesondere, weil der hinter dem Roman stehende Grundgedanke tief in unsere heutige gelebte Realität hineingreift. Und man möchte Krongold sogar einen Visionär nennen, von dem ich hoffe, dass er nicht so bald recht bekommt mit seinen Mutmaßungen... Doch sicher bin ich mir nicht.

Viktor -- eine Vison?

Bewertung aus Berlin am 03.02.2021
Bewertungsnummer: 1070843
Bewertet: eBook (ePUB)

Viktor- eine Vision? Krongolds Roman entführt den Leser in eine nicht allzu entfernte Zukunft. Eine Zukunft, die angesichts des akutellen Säbelrasselns der Großmächte, der anstehenden Neuordnung der internationalen Rangordnungen, leider schon im Entstehen begriffen ist. So folgt der Leser der Hauptperson, einem Psychiater einer Personenüberwachungsbehörde, durch die "schöne neue Welt". Eine Welt, in der jeder "Pfurz" digital verwertet wird, um das Konsumverhalten zu stimulieren. Einer Welt, in der ein großer Nahrungs- und Saatmittelkonzern die Staatsgeschäfte weiter Teile der Welt bestimmt. Einer Welt, in der die Diktatur der Medien, der Manipulation des Geistes, der Totalüberwachung bereits realisiert ist. Levi Krongold taucht als Autor, gerade wie in seinem früheren futuristischen Roman "Der Tanz der Bienen", lustvoll und leidend in die Figur des Hauptdarstellers. Dieser wird durch eine Intrige im Amt unwissentlich als verdeckter Emittler zu einer Dissidentengruppe geschickt, die sich der Staatsmacht entgegenstellen will. Die Liebe schließlich zu einer jungen Studentin, die sich der Gruppe angeschlossen hat, läßt ihn die Seiten wechseln. Er wird vom Jäger zum Gejagten. Mit VIKTORs Hilfe versuchen sie den Staatsstreich anzuzetteln. Doch wer ist dieser ominöse VIKTOR?... Der genauere Blick auf das Titelbild läßt den Leser ahnen, dass eine Überraschung wartet... und ein merkwürdiges Ende. Krongolds Viktor ist manchmal etwas anstrengend zu lesen. Nicht weil der Roman nicht fesseln würde, sondern weil der Autor, wie in seinem vorherigen Roman gerne Rückblenden einbaut. Da hilft es, nicht zu lange Lesepausen zwischen den Kapiteln einzulegen, sonst gerät man leicht ins Schwimmen. Doch wenn man im Erzählfluss bleibt, dann verdichtet sich die Geschichte zusehens. Das, was dem Leser noch unbekannt und rätselhaft erscheint, wird nach und nach schlüssig und packend. Insbesondere, weil der hinter dem Roman stehende Grundgedanke tief in unsere heutige gelebte Realität hineingreift. Und man möchte Krongold sogar einen Visionär nennen, von dem ich hoffe, dass er nicht so bald recht bekommt mit seinen Mutmaßungen... Doch sicher bin ich mir nicht.

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