Anton und seine polnische Pflegerin Zofia zieht's auf die Insel: Zofias Jugendfreund Janek, der als Musiker auf Juist arbeitet, gilt als vermisst. Zwischen Sandbank und Thalasso-Therapie machen die beiden schon bald einen grausigen Fund: eine Tote, die aus Antons Heimat, dem Sauerland, stammt. Eine spannende Ermittlung beginnt - Anton und Zofia kommen kaum dazu, den Sand aus ihren Schuhen zu schütteln ...
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
bärin
5/5
12.04.2018
Buch (Paperback)
Interessante Ermittlungen auf Juist!
Anton Wieneke ist unglücklich. Nach seinem Schlaganfall ist er auf Hilfe angewiesen und seine nette polnische Pflegerin Zofia befindet sich im Moment noch auf Heimaturlaub. Die Vertretung von ihr kommandiert ihn nur herum und serviert jeden Tag das gleiche ungeniessbare Essen. Doch zum Glück kommt Zofia wieder und erklärt, dass sie ihrer Freundin versprochen hat, nach deren verschwundenen Bruder zu suchen. Dieser arbeitet als Musiker auf der Insel Juist und so beschließt Anton, dass sie dort ein wenig Urlaub machen könnten. Sie finden den vermissten Janek zwar nicht, aber dafür eine weibliche Leiche. Und schon stecken beide in den Ermittlungen zu diesem Mordfall drin.
Mir hat dieser interessante Krimi sehr gut gefallen. Anton und seine Pflegerin Zofia sind ein tolles Team und obwohl er körperlich eingeschränkt ist, findet er doch einiges heraus. Dieser Krimi kommt ohne große Action aus, ist aber dennoch spannend und humorvoll geschrieben. Das Inselfeeling samt stürmischem Wetter kommt auch gut rüber. Im Anhang gibt es noch die Übersetzung zu den polnischen Wörtern, die im Buch vorkommen.
Bibliomarie
aus Düsseldorf
5/5
11.04.2018
Buch (Paperback)
Tod auf Juist
Anton Wieneke ist froh über seine polnische Pflegekraft Zofia. Sie haben sich eigentlich richtig angefreundet in den letzten Monaten. Nun ist aber Zofia in Polen bei ihrer Familie und die Aushilfe ist ein echter Dragoner. Es herrscht seit Tagen ein Kasernenhofton im Haus. Als Zofia nun auch noch Urlaubsverlängerung braucht um dem Bruder ihrer besten Freundin aus einer Bredouille zu helfen, in der er auf Juist steckt, ist Anton kreuzunglücklich. Janek ist verschwunden, die Leiche seiner Chefin wurde gefunden, er hatte wohl ein Verhältnis mit ihr. Janeks Spuren finden sich überall. Aber Zofia glaubt nicht an Janeks Schuld. Kurzerhand beschließen Anton und sie zusammen nach Juist zu fahren. Sie haben schließlich schon einmal ein Abenteuer gemeinsam gemeistert.
Der Charme dieses Krimis liegt eindeutig bei den beiden „Ermittlern“, dem Herrn Anton, der auf seinen Rollstuhl angewiesen ist und Zofia, seiner polnischen Pflegekraft. Zofia ist eine herzensgute, aber auch ganz schlaue Person, der man nicht so leicht etwas vormachen kann. Sie ist loyal und deshalb nimmt sie auch alle Mühen auf sich, um Janeks Unschuld zu beweisen. Da im Hotel viele Arbeitskräfte aus Polen stammen, erweckt Zofia natürlich sofort Vertrauen. Bei Anton steckt noch eine Prise Abenteuerlust dahinter, er kann sich noch so leicht damit abfinden, dass er nach einem Schlaganfall so eingeschränkt ist. Ihr harmloses Auftreten bringt sie auch Schritt für Schritt voran. Aber trotzdem ist es ganz gut, dass Anton Wienekes Sohn im Sauerland bei der Polizei ist, so kann er immer mal unterstützen. Außerdem macht er sich Sorgen um seinen Vater und natürlich auch um Zofia, die ihm gar nicht gleichgültig ist.
Juist darf auch noch eine tragende Rolle spielen, mir gefällt, wie die Landschaft beschrieben ist und man spürt tatsächlich den rauen Wind und den Sturm, der grade auf Juist tobt. Das ist ein idealer Hintergrund, der den Krimi gekonnt abrundet. Die handelnden Personen sind klasse portraitiert, ob es die Seniorchefin des Hotels ist, die keinen Satz ohne den Hinweis auf ihr Lebenswerk sagen kann, oder die Künstlerin, die ihre Trennung mit Alkohol und exzentrischen Bildern verarbeitet. Es macht Spaß diesen Kosmos von Personen zu begleiten.
Der Krimi baut seine Spannung ruhig auf, es gibt keine reißerischen Szenen, dafür sehr viele genaue Beobachtungen. Damit ist der Leser immer auf gleichem Wissenstand wie Zofia und Anton und in die Tätersuche eingebunden. Die Autorin schreibt spannend, immer auch mit einer Prise Humor und das macht mir den Krimi zu einem echten Lesevergnügen.
Als Abrundung gibt es ein kleines polnisches Glossar am Ende des Buches, so dass man auch übersetzen kann, wenn Zofia mal in ihre Muttersprache fällt. Aber vielleicht wäre die direkte Übersetzung als Fußnote noch praktischer gewesen.
Das ist der zweite Krimi aus der Feder der Autorin Kathrin Heinrichs und ich hoffe, dass Anton und Zofia noch oft Gelegenheit haben, neue Fälle zu lösen.
Bewertung
aus Recklinghausen
5/5
04.04.2018
Buch (Paperback)
Cosy Crime auf Juist mit Anton und Zofia
Während Rentner Anton unter der Abwesenheit seiner polnischen Pflegerin Zofia leidet , weil die Ersatz Pflegerin Krystina nicht mal ansatzweise nett ist , verschwindet auf Juist Zofias Jugendfreund , der Musiker Janek . Zofia ist bei ihrer Freundin Kaja in Polen und hat ihr versprochen nach Janeck zu suchen . Solange Zofia Janek sucht kann sie natürlich nicht zurück zu Anton kommen, der mit Krystina als Pflegerin total unglücklich ist . Also beschließt Anton zusammen mit Zofia nach Juist zu fahren, um ihr bei der Suche nach Kajas Bruder zu helfen . Auf der Insel angekommen erfahren die beiden das Janek mit der Hotelchefin Kirsten Jenssen ein Verhältnis haben soll und mit ihr durchgebrannt ist . Beide sind seit Tagen verschwunden . Kurz darauf wird die von Möwen übel zugerichtete Leiche von Kirsten am See gefunden und Janek ist plötzlich der Tatverdächtige Nr.1, nach dem polizeilich gefahndet wird .
Natürlich warten Herr Anton und Pflegerin Zofia nicht bis die Polizei aus Aurich auf die Insel kommt . Still und gemächlich fangen die zwei Hobbydetektive an zu ermitteln und kommen zwischen Strand und Meer dem Verbrechen gefährlich nahe .
Ein neues Ermittler Duo aus dem Sauerland ist auf Juist und sucht neben einem verschwundenen Freund auch noch einen gefährlichen Mörder .
Mein erster Krimi mit Herrn Anton und Zofia , seiner polnischen Pflegerin, aus der Feder von Kathrin Heinrichs.
Ein blutarmer aber sehr unterhaltsamer Krimi , der mit und durch seine toll skizzierten Protagonisten lebt . Der spannende Kriminalfall spielt sich auf Juist , einer der schönen kleinen Nordseeinseln ab .
Die Ostfriesischen Inseln sind genau meins , von daher habe ich schnell das wunderbare Inselfeeling und kann den Krimi der eine gute Prise Lokalkolorit und jede Menge Inselflair mitbringt richtig schön genießen .
Mit Anton und Zofia hat die Autorin zwei schrullig, sympathische Hobbydetektive in höchstform geschaffen , die man sofort in sein Herz schließt . Ein schöner bildhafter Schreibstil , rundet den gelungen Inselkrimi perfekt ab und bietet gute und spannende Unterhaltung auf 277 Seiten .
Der zweite Fall für Anton und Zofia hat mir gut gefallen und mir e in paar spannende Stunden in meiner liebsten Urlaubsregion geschenkt. Sehr gerne vergebe ich für den "kriminellen Kurzurlaub"
5 Sterne
sowie eine ganz klare Leseempfehlung für alle die Inselkrimis lieben .