Patrick von Irland - Sein Leben in frühmittelalterlichen Quellen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
18.03.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
152 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638177498
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Historisches Seminar, Abteilung für mittelalterliche Geschichte), Veranstaltung: Proseminar Barbaren und Bischöfe: Die Christianisierung Europas im Frühmittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Er ist der schlechthin bekannteste und
beliebteste Heilige Irlands, der aber nie in Rom kanonisiert wurde. Die Iren müssen
schon vor Patrick Begegnungen mit dem Christentum gehabt haben, trotzdem ist er die
Person, die man in erster Linie mit der Christianisierung Irlands verbindet, was an der
starken Heroisierung seiner Persönlichkeit seit Mitte des 7. Jahrhunderts liegen mag.1
Um die Lebensgeschichte Patricks ranken sich zahlreiche Legenden, im werden viele
Wunder und weise Taten zugeschrieben, von denen in seinen eigenen Schriften nichts
zu finden ist. Die vorliegende Hausarbeit ist ein Versuch, die Quellenlage mit
Informationen über Patrick etwas zu überblicken und aus den als authentisch geltenden
Quellen, also Patricks eigenen Schriften, herauszufinden, was über das Leben des
historischen Patrick bekannt ist. Dabei erwähne ich gegebenenfalls nur die
mittelalterlichen Patrickslegenden, gehe aber nicht näher auf sie ein.
Historiker, die sich mit St. Patrick beschäftigt haben, liefern unterschiedliche
Deutungen seiner Persönlichkeit - skeptische, bewundernde, verurteilende. Die
mittelalterliche Legendenbildung hat seine Bedeutung als der Apostel Irlands wohl weit
überschätzt, kritische Keltologen wie Heinrich Zimmer tun ihn dagegen als erfundene
Fabel ab.2 Die meisten Fachleute aber gehen von der Echtheit der Patricksschriften
Confessio und der Epistola ad Milites Corotici aus und akzeptieren daher auch die
tatsächliche Existenz Patricks im frühen Mittelalter. Danach habe auch ich mich in der
Hausarbeit gerichtet. Ausser der beiden oben erwähnten Schriften Patricks habe ich einige historische Abhandlungen und Artikel über die irische Kirche und den irischen
Nationalheiligen zu meiner Arbeit herangezogen. Nach einer kurzen Darstellung des
Umfeldes, in dem Patrick sich bewegte, gehe ich kurz auf die schriftlichen Quellen ein,
aus denen man die Informationen über ihn hat und skizziere dann seinen Lebenslauf,
wie man ihn anhand seiner eigenen Aussagen rekonstruieren kann.
1 Siehe dazu Bieler, Ludwig: Die Patrickslegende. Geschichtliche Bedingungen, thematische Entfaltung,
literarische Formung. Sonderdruck aus dem Anzeiger der phil.-hist. Klasse der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften, Jahrgang 1965, Graz/Wien/Köln 1965
2 Nach A.C.J. Loos: Keltentum. Untergang und Auferstehung. Die altirische Kirche, 19xx, S. 80.
beliebteste Heilige Irlands, der aber nie in Rom kanonisiert wurde. Die Iren müssen
schon vor Patrick Begegnungen mit dem Christentum gehabt haben, trotzdem ist er die
Person, die man in erster Linie mit der Christianisierung Irlands verbindet, was an der
starken Heroisierung seiner Persönlichkeit seit Mitte des 7. Jahrhunderts liegen mag.1
Um die Lebensgeschichte Patricks ranken sich zahlreiche Legenden, im werden viele
Wunder und weise Taten zugeschrieben, von denen in seinen eigenen Schriften nichts
zu finden ist. Die vorliegende Hausarbeit ist ein Versuch, die Quellenlage mit
Informationen über Patrick etwas zu überblicken und aus den als authentisch geltenden
Quellen, also Patricks eigenen Schriften, herauszufinden, was über das Leben des
historischen Patrick bekannt ist. Dabei erwähne ich gegebenenfalls nur die
mittelalterlichen Patrickslegenden, gehe aber nicht näher auf sie ein.
Historiker, die sich mit St. Patrick beschäftigt haben, liefern unterschiedliche
Deutungen seiner Persönlichkeit - skeptische, bewundernde, verurteilende. Die
mittelalterliche Legendenbildung hat seine Bedeutung als der Apostel Irlands wohl weit
überschätzt, kritische Keltologen wie Heinrich Zimmer tun ihn dagegen als erfundene
Fabel ab.2 Die meisten Fachleute aber gehen von der Echtheit der Patricksschriften
Confessio und der Epistola ad Milites Corotici aus und akzeptieren daher auch die
tatsächliche Existenz Patricks im frühen Mittelalter. Danach habe auch ich mich in der
Hausarbeit gerichtet. Ausser der beiden oben erwähnten Schriften Patricks habe ich einige historische Abhandlungen und Artikel über die irische Kirche und den irischen
Nationalheiligen zu meiner Arbeit herangezogen. Nach einer kurzen Darstellung des
Umfeldes, in dem Patrick sich bewegte, gehe ich kurz auf die schriftlichen Quellen ein,
aus denen man die Informationen über ihn hat und skizziere dann seinen Lebenslauf,
wie man ihn anhand seiner eigenen Aussagen rekonstruieren kann.
1 Siehe dazu Bieler, Ludwig: Die Patrickslegende. Geschichtliche Bedingungen, thematische Entfaltung,
literarische Formung. Sonderdruck aus dem Anzeiger der phil.-hist. Klasse der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften, Jahrgang 1965, Graz/Wien/Köln 1965
2 Nach A.C.J. Loos: Keltentum. Untergang und Auferstehung. Die altirische Kirche, 19xx, S. 80.
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