Der Zusammenhang zwischen dem Erfolg einer Partnerschaft und der Geschwisterposition beider Partner in der Ursprungsfamilie
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
06.10.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
116 (Printausgabe)
Dateigröße
1163 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638221603
Diplomarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Psychologie - Sozialpsychologie, Note: sehr gut, Universität Leipzig (Institut für Entwicklungspsychologie, Persönlichkeitspsychologie und Psychodiagnostik), Sprache: Deutsch, Abstract: Geschwisterkonstellation und Qualität der Paarbeziehung
Einer der wichtigsten Faktoren für das persönliche Lebensglück in unserem Kulturkreis ist eine glückliche und harmonische Partnerschaft. Es ist bekannt, dass das psychische und physische Wohlbefinden Verheirateter höher ist als das Lediger oder gar Geschiedener. Auch die Sterblichkeit verheirateter Menschen ist niedriger als die lediger oder verheiratet gewesener.
Das Leben in einer Partnerschaft allein reicht allerdings nicht aus, um höheres Wohlbefinden zu garantieren. Unzufriedenheit mit der Beziehung führt zur Beeinträchtigung der Befindlichkeit. In konfliktbelasteten Ehen lässt sich zudem eine erhöhte Belastung der Kinder feststellen.
So erstaunt es nicht, dass immer wieder versucht wird, die Determinanten von Ehe- bzw. Paarqualität zu definieren. Das Wissen darum, welche Faktoren eine erfolgreiche Partnerschaft ausmachen, kann den Paaren selbst, aber auch ihren Therapeuten und Paarberatungsstellen weiterhelfen, wenn es darum geht, die Paarqualität zu verbessern.
Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit war eine Beobachtung von Therapeuten einer Familienberatungsstelle. Diese stellten fest, dass einige der von ihnen beratenen Paare sich bei Konflikten in der Beziehung durch das Verhalten des Partners an eines ihrer Geschwister in der Ursprungsfamilie erinnert fühlten. Besonders auffällig war dabei, dass diese Paare öfter eine komplementäre Paarstruktur in Bezug auf ihre jeweiligen Geschwisterstellungen aufwiesen. Das heisst, beide Partner hatten einander so gewählt, dass sie die Geschwisterkonstellation ihrer jeweiligen Ursprungsfamilie wiederholten. Ein Beispiel hierfür wäre die Partnerschaft eines Menschen, der in seiner Herkunftsfamilie das älteste Kind war mit einer Person, die in ihrer eigenen Familie das jüngste Kind war.
Den Therapeuten fiel ausserdem auf, dass es diesen Paaren in der Sexualität an Leidenschaft fehlte, einige meinten sogar, sie lebten zusammen wie Bruder und Schwester.
Diese Beobachtungen legen nahe, dass die Geschwisterstellung der Partner in ihrer jeweiligen Ursprungsfamilie stärker auf die Paarbeziehung wirkt, als es vielen Menschen bewusst ist. Es sollte deshalb in dieser Arbeit ein Beitrag zur Beantwortung der Frage geleistet werden, inwieweit die Geschwisterstellung beider Partner in der Ursprungsfamilie die Paarqualität tatsächlich beeinflusst und inwieweit dieser Einfluss durch andere Variablen wie die Qualität der früheren Geschwisterbeziehung vermittelt wird.
Einer der wichtigsten Faktoren für das persönliche Lebensglück in unserem Kulturkreis ist eine glückliche und harmonische Partnerschaft. Es ist bekannt, dass das psychische und physische Wohlbefinden Verheirateter höher ist als das Lediger oder gar Geschiedener. Auch die Sterblichkeit verheirateter Menschen ist niedriger als die lediger oder verheiratet gewesener.
Das Leben in einer Partnerschaft allein reicht allerdings nicht aus, um höheres Wohlbefinden zu garantieren. Unzufriedenheit mit der Beziehung führt zur Beeinträchtigung der Befindlichkeit. In konfliktbelasteten Ehen lässt sich zudem eine erhöhte Belastung der Kinder feststellen.
So erstaunt es nicht, dass immer wieder versucht wird, die Determinanten von Ehe- bzw. Paarqualität zu definieren. Das Wissen darum, welche Faktoren eine erfolgreiche Partnerschaft ausmachen, kann den Paaren selbst, aber auch ihren Therapeuten und Paarberatungsstellen weiterhelfen, wenn es darum geht, die Paarqualität zu verbessern.
Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit war eine Beobachtung von Therapeuten einer Familienberatungsstelle. Diese stellten fest, dass einige der von ihnen beratenen Paare sich bei Konflikten in der Beziehung durch das Verhalten des Partners an eines ihrer Geschwister in der Ursprungsfamilie erinnert fühlten. Besonders auffällig war dabei, dass diese Paare öfter eine komplementäre Paarstruktur in Bezug auf ihre jeweiligen Geschwisterstellungen aufwiesen. Das heisst, beide Partner hatten einander so gewählt, dass sie die Geschwisterkonstellation ihrer jeweiligen Ursprungsfamilie wiederholten. Ein Beispiel hierfür wäre die Partnerschaft eines Menschen, der in seiner Herkunftsfamilie das älteste Kind war mit einer Person, die in ihrer eigenen Familie das jüngste Kind war.
Den Therapeuten fiel ausserdem auf, dass es diesen Paaren in der Sexualität an Leidenschaft fehlte, einige meinten sogar, sie lebten zusammen wie Bruder und Schwester.
Diese Beobachtungen legen nahe, dass die Geschwisterstellung der Partner in ihrer jeweiligen Ursprungsfamilie stärker auf die Paarbeziehung wirkt, als es vielen Menschen bewusst ist. Es sollte deshalb in dieser Arbeit ein Beitrag zur Beantwortung der Frage geleistet werden, inwieweit die Geschwisterstellung beider Partner in der Ursprungsfamilie die Paarqualität tatsächlich beeinflusst und inwieweit dieser Einfluss durch andere Variablen wie die Qualität der früheren Geschwisterbeziehung vermittelt wird.
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