Die soziale Plastik - Kunst und Gesellschaft bei Joseph Beuys
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
25.09.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
262 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638219754
Eine besonders interessante Theorie innerhalb dieses Themenkomplexes ist die des erweiterten Kunstbegriffs von Joseph Beuys. Er betrachtet das Ver- hältnis zwischen Gesellschaft und Kunst aus anthropologischer Sicht, aus- gehend von der Annahme, dass der ganzheitliche Mensch in der Moderne verlorengegangen sei.
Gerade in unserer heutigen, von der Wissenschaft völlig vereinnahmten, technisierten Gesellschaft scheine die Bedeutung der Kunst, laut Beuys, nur noch auf einige periphere Lebensbereiche reduziert zu sein. Die so organi- sierte Welt jedoch weise gleichzeitig immer mehr unübersehbare Schwä- chen auf. Das Individuum trete immer häufiger zugunsten materieller u.ä. Interessen in den Hintergrund. Da nicht nur das gesellschaftliche Zusam- menleben unter diesem, durch wissenschaftlichen Fortschritt verursachten Zustand leide, sondern dieses System auch unter ökologischen Gesichts- punkten über kurz oder lang zum totalen Zusammenbruch führe, ist, laut Beuys, eine Besinnung auf die künstlerischen Wesenszüge des Menschen unerlässlich. Ein allein auf wissenschaftlichen Grundlagen basierendes Ge- sellschaftssystem reicht seiner Meinung nach nicht aus, um ein ideales Zu- sammenleben innerhalb einer Gesellschaft zu ermöglichen. Bei Joseph Beuys steht das gesellschaftspolitische Engagement in engem Zusammen- hang mit der Kunst, denn "die Kunst ist die einzige evolutionäre Kraft. Das heisst, nur aus der Kreativität des Menschen heraus können sich die Verhält- nisse ändern."
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