Unterrichtseinheit: Einführung in lyrische Texte - Dunkel wars, der Mond schien helle ...
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
08.03.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
16 (Printausgabe)
Dateigröße
539 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638175623
Dieser gehört nach A. Jolles zu den "einfachen Formen"1 - d. h. zu den
Grundformen sprachlichen Gestaltens, die keinem historischen Wandel unterliegen.
Es sind sprachliche Ereignisse, zu verorten in bestimmten Situationen und
Lebensbereichen, "vorgegebene Gestalten, die sich, sozusagen ohne Zutun eines
Dichters, in der Sprache selbst ereignen."2
Gerade der Witz als Grundform ermöglicht eine Kommunikationsebene, die den
Austausch zwischen SuS und der/dem Lehrenden erleichtert, so kann den SuS der
Weg geebnet werden, Texten auf einer ihnen vertrauten Gefühlsebene zu
begegnen. Durch die Pointe wird plötzlich eine unerwartete Richtung eröffnet. Die
bisher aufgebaute Spannung bzw. der erwartete Verlauf muss neu überdacht
werden. Zwar ist mit der Pointe auch der Witz für immer verloschen, doch bleibt ein
Gefühl zurück.
Genau an dieser Stelle kann ein Einstieg in lyrische Texte greifen. Bei dem
Erzeugen von Spannung und Verwirrung im Sinne eines "alltäglichen" Witzes und
den in lyrischen Texten zu findenden Rhetorischen Figuren gibt es
Überschneidungen. Es können "Lernprozesse in Gang gesetzt werden" indem an
"die Sprache, die den Kindern vertraut ist"3 angeknüpft wird. Häufig wird die
Spannung in einem Witz in einem unerwarteten Gegensatz aufgelöst - contradictio
in adiecto. Das Oxymoron und das Paradoxon beschreiben genau diesen Vorgang.
Metonymien laden geradezu zur Übertreibung oder Vereinfachung (Verballhornung)
ein. Kombinationen verschiedener, unpassender Wörter, zusammengefügt zu
einem neuen Sinn, können belustigen und verwirren. Und das können sie ebenfalls
in Form der Metapher. Auch die Verbindung unterschiedlicher Wörter durch
Reimschemata ermöglicht eine humorige Kombination. Nicht zu Letzt das von
Heinz Erhardt so häufig eingesetzte Zeugma, lässt einen völlig neuen Blick auf das
Gesagte und Gesprochene zu. Genau dieser neue, andere Blick ist es, den ich mit dem Thema der
Unterrichtsreihe "Sprache und Humor" anstrebe.
1 Vgl.: Belke, Horst: Einfache Formen. In: Arnold, H. L., Sinemus, v. (Hg.): Grundzüge der Literatur- und
Sprachwissenschaft München 1973, S. 269 - 274.
2 Ebd.: S. 269.
3 Richtlinien und Lehrpläne NRW. Gesamtschule, Deutsch Sekundarstufe I, S. 27.
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