Exotische Einflüsse bei Oliver Messiaen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
07.01.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
11 (Printausgabe)
Dateigröße
480 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638242615
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Musik - Sonstiges, Note: keine, Folkwang Universität der Künste (-), Sprache: Deutsch, Abstract: Exotische Einflüsse, die bei Olivier Messiaen zu finden sind, setzen eine lange Tradition in der französischen Musikgeschichtsschreibung fort. Die Koloristik eines Ravel oder Debussy in ihren Orchesterwerken ist dafür bezeichnend. Dennoch ist das Phänomen Messiaen von dieser Art der Verarbeitung exotischer Einflüsse zu trennen. Bei Debussy und Ravel ist die Beschäftigung in der Weise, dass die Exotik immer als hinzugefügtes Moment erkennbar bleibt. Hier schwingt Exotik als besonderes Moment der Komposition mit. So kann man keineswegs von einer Verschmelzung der abendländischen Musik mit exotischen Elementen sprechen.
Bei Messiaen allerdings verschwimmt Exotik und abendländische Tradition bei der Verwendung des musikalischen Materials. Was bedeutet das? Die Einflüsse aus nichtabendländischen Kulturen werden als fester Bestandteil in eine Komposition integriert und sind genauso wesentlich wie die Einflüsse der französischen Musiktradition. Mutet bei Debussy die Verwendung von Quartharmonik als äusseres exotisches Coleur an, so wird die Exotik bei Messiaen bahnbrechend substantiell. Das Innere der musikalischen Struktur selbst tritt gleichzeitig als äusseres, sinnhaftes Ereignis in Erscheinung. Schon die Anlage seiner Modi mit begrenzten Transpositionsmöglichkeiten prägt einen aussereuropäisch anmutenden Touch vor. Entscheidend ist, dass die Vorformung als quasi festgelegtes Strukturelement innerlich ist und keine Frisierung des musikalischen Textes in exotische Klangfarben nachträglich notwendig wird.
Bei Messiaen allerdings verschwimmt Exotik und abendländische Tradition bei der Verwendung des musikalischen Materials. Was bedeutet das? Die Einflüsse aus nichtabendländischen Kulturen werden als fester Bestandteil in eine Komposition integriert und sind genauso wesentlich wie die Einflüsse der französischen Musiktradition. Mutet bei Debussy die Verwendung von Quartharmonik als äusseres exotisches Coleur an, so wird die Exotik bei Messiaen bahnbrechend substantiell. Das Innere der musikalischen Struktur selbst tritt gleichzeitig als äusseres, sinnhaftes Ereignis in Erscheinung. Schon die Anlage seiner Modi mit begrenzten Transpositionsmöglichkeiten prägt einen aussereuropäisch anmutenden Touch vor. Entscheidend ist, dass die Vorformung als quasi festgelegtes Strukturelement innerlich ist und keine Frisierung des musikalischen Textes in exotische Klangfarben nachträglich notwendig wird.
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