Kultur als raumbildender Faktor für Europa: die Konzeption von ARTE
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
22.07.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
385 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638401456
Je weiter die EU-Erweiterung voranschreitet, desto brisanter wird die Frage, wie diesen "Vereinigten Staaten von Europa" mit all ihren nationalstaatlichen Besonderheiten zu einem gemeinsamen Bewusstsein verholfen werden kann. Die Schaffung einer ,Europäischen Öffentlichkeit' scheint dabei von zentraler Relevanz zu sein. Bei der schwierigen Annäherung sowohl an den Begriff Europas als auch an den der Öffentlichkeit lassen sich zunächst die von Kleinsteuber entwickelte Raumtheorie und die darin dargestellten Faktoren zur Bildung von Kommunikationsräumen heranziehen. Das Projekt ,Europäische Union' ist zwar grundsätzlich ein politisches; dennoch ist nicht nur der Faktor Politik für den Kommunikationsraum Europa massgeblich. Neben technischen, politisch-rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kann auch die Kultur als raumbildende Grösse herangezogen werden. Wie lässt sich dieser unscharfe Begriff als Raumfaktor definieren, welche kulturellen Phänomene können über nationale Grenzen hinweg Kommunikationsräume schaffen?
Zur Schaffung eines europäischen Kommunikationsraumes wird immer wieder die Forderung nach europäischen Medien laut. Das einzigartige Projekt ARTE stellt sich seit 1992 der Aufgabe, mit qualitativ anspruchsvollem Fernsehprogramm deutschfranzösischer Provenienz die Einigung Europas voranzutreiben. Ohne näher auf die konkrete Wirkung einzugehen soll im Rahmen dieser Arbeit beleuchtet werden, inwiefern die grundsätzliche Konzeption von ARTE als Europäischer Kulturkanal zur Konstituierung des Kommunikationsraumes Europa und einer europäischen Öffentlichkeit beiträgt. Doch zunächst sollen die ersten Versuche paneuropäischen Fernsehens und die Entstehungsgeschichte von ARTE sowie die binationale Organisation des Senders skizziert werden. Vor dem Hintergrund der vorangegangen Überlegungen zur Kultur als einigendem Kommunikationsfaktor werden darüber hinaus der spezifische Kulturbegriff bei ARTE und die Programmphilosophie des Senders dargestellt. Schliesslich soll geprüft werden, wie sich die europäische Dimensionierung des Senders ausdrückt.
Kann man von dem prinzipiell binationalem Kanal als europäischem Gemeinschaftsprojekt sprechen? Wie geht das Medium mit der der europäischen Kultur eigenen Multilingualität um? Inwiefern richtet sich der europäische Sender an ein europäisches Zielpublikum? ...
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