Lebenswirklichkeiten wohnungsloser Frauen unter Berücksichtigung des Hilfesystems und dessen Angemessenheit
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
19.07.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
147 (Printausgabe)
Dateigröße
1065 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638400091
Diplomarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziale Arbeit / Sozialarbeit, Note: 1,3, Evangelische Hochschule Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract:
Unsere Arbeit beschäftigt sich mit den Problem- und Lebenslagen wohnungsloser Frauen. Wohnungslosigkeit von Frauen hat viele Gesichter, so dass man nicht von DER wohnungslosen Frau sprechen kann. Auffallend ist dabei, dass sie eher nicht auffallen. Dies machte es möglich, dass die Wohnungslosigkeit von Frauen lange nicht wahrgenommen wurde. Erst mit der Frauenbewegung und der sich daraus entwickelnden Frauenforschung wurde man auch auf dieses Thema aufmerksam. So nahmen die geschätzten Zahlen wohnungsloser Frauen in den letzten 20 Jahren enorm zu. Ging man Mitte der 80er Jahre noch von einem Frauenanteil von z. T. unter 2 % aus, so liegen aktuelle Schätzungen bei ca. 15-30 %. Einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Wohnungslosenhilfe haben durch ihr Engagement immer wieder auf dieses Thema aufmerksam gemacht. So konnte eine positive Entwicklung in dem Hilfsangebot für wohnungslose Frauen verzeichnet werden. Dennoch kann man sagen, dass diese Entwicklung noch in den Kinderschuhen steckt. Die relativ langsame Entwicklung liegt nicht zuletzt daran, dass sich diese Personengruppe eher verdeckt hält. Dies macht es "Verantwortlichen" "leicht" den notwendigen Handlungsbedarf nicht zu sehen. Daher ist es wichtig, das Thema weiterhin transparent zu machen, um in der Entwicklung nicht zurück zu fallen oder stehen zu bleiben.
Durch die Nebentätigkeit als studentische Hilfskräfte in der "Notübernachtung für wohnungslose Frauen, Tieckstrasse" wurden wir erstmals auf dieses Thema aufmerksam. Zuvor waren wir beide für ca. ein Jahr in der "Notübernachtung Epiphanien" (ausschliesslich für Männer) beschäftigt, die im November 2003 geschlossen und in eine frauenspezifische Notübernachtung umkonzipiert wurde. So hatten wir die Möglichkeit den Aufbau der ersten ganzjährig geöffneten Frauennotübernachtung in Berlin für weitere vier Monate zu begleiten. Schnell stellten wir fest, dass sich die Arbeit mit Frauen erheblich von der mit wohnungslosen Männern unterscheidet. Schon hier stellten wir uns die Frage, worin dies begründet liegt bzw. wie die Arbeit mit wohnungslosen Frauen adäquat zu gestalten wäre. Welche Besonderheiten das Thema wohnungslose Frauen aufweist, war uns anfangs wenig bewusst. Erst mit Beginn der Arbeit haben wir im Team der Frauennotübernachtung Informationen darüber erhalten bzw. durch Selbstrecherche unser Wissen erweitert.
Unsere Arbeit beschäftigt sich mit den Problem- und Lebenslagen wohnungsloser Frauen. Wohnungslosigkeit von Frauen hat viele Gesichter, so dass man nicht von DER wohnungslosen Frau sprechen kann. Auffallend ist dabei, dass sie eher nicht auffallen. Dies machte es möglich, dass die Wohnungslosigkeit von Frauen lange nicht wahrgenommen wurde. Erst mit der Frauenbewegung und der sich daraus entwickelnden Frauenforschung wurde man auch auf dieses Thema aufmerksam. So nahmen die geschätzten Zahlen wohnungsloser Frauen in den letzten 20 Jahren enorm zu. Ging man Mitte der 80er Jahre noch von einem Frauenanteil von z. T. unter 2 % aus, so liegen aktuelle Schätzungen bei ca. 15-30 %. Einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Wohnungslosenhilfe haben durch ihr Engagement immer wieder auf dieses Thema aufmerksam gemacht. So konnte eine positive Entwicklung in dem Hilfsangebot für wohnungslose Frauen verzeichnet werden. Dennoch kann man sagen, dass diese Entwicklung noch in den Kinderschuhen steckt. Die relativ langsame Entwicklung liegt nicht zuletzt daran, dass sich diese Personengruppe eher verdeckt hält. Dies macht es "Verantwortlichen" "leicht" den notwendigen Handlungsbedarf nicht zu sehen. Daher ist es wichtig, das Thema weiterhin transparent zu machen, um in der Entwicklung nicht zurück zu fallen oder stehen zu bleiben.
Durch die Nebentätigkeit als studentische Hilfskräfte in der "Notübernachtung für wohnungslose Frauen, Tieckstrasse" wurden wir erstmals auf dieses Thema aufmerksam. Zuvor waren wir beide für ca. ein Jahr in der "Notübernachtung Epiphanien" (ausschliesslich für Männer) beschäftigt, die im November 2003 geschlossen und in eine frauenspezifische Notübernachtung umkonzipiert wurde. So hatten wir die Möglichkeit den Aufbau der ersten ganzjährig geöffneten Frauennotübernachtung in Berlin für weitere vier Monate zu begleiten. Schnell stellten wir fest, dass sich die Arbeit mit Frauen erheblich von der mit wohnungslosen Männern unterscheidet. Schon hier stellten wir uns die Frage, worin dies begründet liegt bzw. wie die Arbeit mit wohnungslosen Frauen adäquat zu gestalten wäre. Welche Besonderheiten das Thema wohnungslose Frauen aufweist, war uns anfangs wenig bewusst. Erst mit Beginn der Arbeit haben wir im Team der Frauennotübernachtung Informationen darüber erhalten bzw. durch Selbstrecherche unser Wissen erweitert.
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