Mädchendelinquenz und jugendstrafrechtliche Sanktionen - Eignung und pädagogische Umsetzung der ambulanten Maßnahmen nach dem JGG
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
04.03.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
154 (Printausgabe)
Dateigröße
908 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638258791
Der "rasante" Anstieg der Mädchengewalt in der BRD in Verknüpfung mit einer "verqueren Emanzipation" liesse den Umgang mit Delinquentinnen also simpel auf die Formel reduzieren: Zurück zu traditionellen weiblichen Werten, Umerziehung von allzu maskulin agierenden "Mannweibern" zu echten Frauen: sanft, brav, häuslich - schon ist das Problem gelöst.
Die Bedingungsgefüge weiblicher Delinquenz, vermutete ich, sind komplexer. Geben die Straftaten und ihre Durchführung eventuell Hinweise auf die Ursachen - entsteht an dieser Stelle ein Bruch zwischen "weiblicher" und "männlicher" Delinquenz und impliziert dies nicht auch eine unterschiedliche Herangehensweise im Umgang mit den Delinquentinnen?
In bestehenden Straffälligenprojekten der Jugendgerichtshilfe in Hamburg wurden Mädchen von Männern geleiteten Sozialen Trainingskursen zugeführt, die neben ihnen nur von männlichen Jugendlichen besetzt waren. Sie bewegten sich zurückhaltend in Räumlichkeiten mit deutlicher männlicher Dominanz, sowohl auf Mitarbeiter- als auch auf Besucherseite - und entzogen sich auf diese Weise grösserer Einflussnahme.
Wie kann die Praxis also umgestaltet werden, wie kann man den Spielraum der rechtlichen Sanktionsformen optimal ausnutzen, um das Ziel der Legalbewährung zu erreichen?
Zur Beantwortung dieser Frage ist der Lebenssituation und den Problemlagen von Mädchen und Jungen heute, sowie der Entstehung devianten und delinquenten Verhaltens nachzugehen - wo liegen möglicherweise geschlechtsspezifische Unterschiede? Weiter werden in der vorliegenden Arbeit die möglichen Sanktionsformen des Jugendgerichtsgesetzes dargelegt und die Rolle der Jugendgerichtshilfe erläutert. Ist der gesetzliche Spielraum möglicherweise nicht ausreichend oder genügen organisatorische Veränderungen? Welche Faktoren sind hier zu berücksichtigen?
Im letzten Teil werden Überlegungen zur praktischen Umsetzung des Erarbeiteten dargelegt.
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