Die Staaten im Umfeld des Kaspischen Meeres und ihr Ressourcenreichtum Gemeinsame Depression post-sowjetischer Restrukturierung oder Ressourcen-Fluch?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
04.11.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
28 (Printausgabe)
Dateigröße
1864 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638435345
Wie im historischen Teil dieser Arbeit gezeigt wird, existieren mehrere Phasen des Rohstoffbooms, deren kritische Verknüpfungen (Critical Junctures) die heutige Situation der Region nachhaltig prägen. Dennoch haben sich auch durch die lange zarische und sowjetische Zugehörigkeit gemeinsame Identitäten entwickelt. Die gemeinsamen Ausgangsbedingungen der Länder nach dem Ende der Sowjetära - wenn auch gewiss nicht hundertprozentig deckungsgleich - werden in dieser Untersuchung als näherungsweise vergleichbare Laborbedingungen für die danach folgenden souveränen Staaten betrachtet.
Unter dieser Voraussetzung werden im vierten Teil die dort liegenden Länder verglichen. Die Analyse soll klären, ob im Regionalraum des Kaspischen Meeres ein politischer Ressourcen-Fluch erkennbar ist. Der Begriff des Ressource Curse beschreibt den empirischen Befund, dass sich Länder, die von ihren natürlichen Bodenschätzen her wohlhabend sein müssten, staatlich-politisch viel schlechter entwickeln, als rohstoffärmere Staaten.
Andererseits könnten im Kaspischen Fall eventuell die Auswirkungen des sowjetischen Niederganges alles andere überlagern. Überprüft werden soll also die Belastbarkeit von politikwissenschaftlichen Theorien, um einen Ressourcen-Fluch bezüglich des politischen Systems und der politischen Kultur eines Staates zu erklären, in dessen Hoheitsgebiet sich ein hoher Reichtum natürlicher Vorkommen findet. Durch den Vergleich rohstoffarmer und rohstoffreicher Staaten entlang des Kaspischen Meeres soll die Belastbarkeit der Theorie anhand verlässlicher Daten überprüft werden.
Die dafür zum Tragen kommenden Kriterien werden im dritten Teil dieser Arbeit diskutiert, lassen sich aber in drei Komplexe zusammenfassen: 1) Fiskalische Indizien, 2) Repressionsgrade, 3) Modernisierung und soziale Kräfte. Als Urheber dieses Grundgerüst ist der Autor Michael L. Ross hervorzuheben, der die Kriteriengruppen aufstellte, um die Neigung von Erdölförderstaaten zu autoritären Staatssystemen zu erklären.
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