Bekenntnis als Abgrenzung Eine Untersuchung zum Häresiebegriff der Confessio Augustana mit Berücksichtigung des Aufsatzes von Reinhard Slenczka "Die Lehre trennt - aber verbindet das Dienen?"
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Produktdetails
Format
ePUB
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Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
22.02.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
426 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638595353
Studienarbeit aus dem Jahr 1997 im Fachbereich Theologie - Systematische Theologie, Note: 2,0, Humboldt-Universität zu Berlin (Theologie), Veranstaltung: Hauptseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Zeit der Glaubensspaltungen und konfessionellen Bürgerkriege wurde die Dissoziierung von Kirche und Staat eingeleitet. Dies und die gleichzeitig aufkommende Forderung eines Toleranzgebotes hatten zur Folge, dass nunmehr die Anwendung von weltlichen Strafen bei der Durchsetzung von Häresieurteilen wegfallen musste.
Damit löste sich der alte Häresiebegriff auf, welcher dogmatische und moralische Verfehlung ineins gesetzt hatte. An die Stelle der Häresieprozesse trat die Lehrbeanstandung.
Mit besonderer Intensität stellt sich die Frage nach der kirchentrennenden Wirkung von Lehrgegensätzen auf dem Feld der Ökumene.
»Die Lehre trennt, aber das Dienen verbindet« - diese Formel, die im Zusammenhang mit der ersten Konferenz für Praktisches Christentum 1925 in Stockholm geprägt wurde, steht für den Versuch eines gemeinsamen, pragmatischen Ausgangspunktes. Die tieferliegenden theologischen Probleme in Bezug auf die Bedingungen kirchlicher Einheit werden durch sie allerdings nicht gelöst werden können.
Der weitere Verlauf der ökumenischen Debatte um die Überwindung von Gegensätzen in Bekenntnisschriften und Kirchenverfassungen machte eine Neuaufnahme der Häresie-Thematik notwendig, so geschehen 1952 bei der dritten Weltkonferenz für Glaube und Kirchenverfassung in Lund.
Dort bemühte man sich um eine Definition des Begriffes, der seither in der ökumenischen Diskussion beträchtliche Ausweitung erfuhr: Eine ökumenische Studie beschrieb in den sechziger Jahren strukturelle Häresie; 1968 stellte W.A.Visser't Hooft in Uppsala vor der Vollversammlung des Ökumenischen Rates die Frage nach »ethischen« Häresien.
Die Klärung des Häresiebegriffes selbst ist dringlich geworden, denn dieser ist verknüpft mit den Orientierungsproblemen der Kirche - heute nicht weniger als gestern.
Damit löste sich der alte Häresiebegriff auf, welcher dogmatische und moralische Verfehlung ineins gesetzt hatte. An die Stelle der Häresieprozesse trat die Lehrbeanstandung.
Mit besonderer Intensität stellt sich die Frage nach der kirchentrennenden Wirkung von Lehrgegensätzen auf dem Feld der Ökumene.
»Die Lehre trennt, aber das Dienen verbindet« - diese Formel, die im Zusammenhang mit der ersten Konferenz für Praktisches Christentum 1925 in Stockholm geprägt wurde, steht für den Versuch eines gemeinsamen, pragmatischen Ausgangspunktes. Die tieferliegenden theologischen Probleme in Bezug auf die Bedingungen kirchlicher Einheit werden durch sie allerdings nicht gelöst werden können.
Der weitere Verlauf der ökumenischen Debatte um die Überwindung von Gegensätzen in Bekenntnisschriften und Kirchenverfassungen machte eine Neuaufnahme der Häresie-Thematik notwendig, so geschehen 1952 bei der dritten Weltkonferenz für Glaube und Kirchenverfassung in Lund.
Dort bemühte man sich um eine Definition des Begriffes, der seither in der ökumenischen Diskussion beträchtliche Ausweitung erfuhr: Eine ökumenische Studie beschrieb in den sechziger Jahren strukturelle Häresie; 1968 stellte W.A.Visser't Hooft in Uppsala vor der Vollversammlung des Ökumenischen Rates die Frage nach »ethischen« Häresien.
Die Klärung des Häresiebegriffes selbst ist dringlich geworden, denn dieser ist verknüpft mit den Orientierungsproblemen der Kirche - heute nicht weniger als gestern.
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