Unerhörte Zeichen in Heinrich von Kleists Erzählung 'Die Marquise von O.'
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
Fr. 13.90
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
20.05.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
14 (Printausgabe)
Dateigröße
144 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640329656
Verknüpft mit diesem unerhörten Bekenntnis muss eine "unerhörte Begebenheit" sein, die zu ermitteln der Erzähler dem Leser nicht gerade leicht macht, denn auch bei intensivster Suche gibt es keine eigentliche Schilderung dessen, zumindest nicht explizit . Was es jedoch gibt, ist "der gewaltigste Gedankenstrich der deutschen Literaturgeschichte" (Gottfried Benn), sowie einige Zeichen bzw. Anzeichen mehr. So ist es wohl zu erklären, dass die vorliegende Erzählung bis heute nichts von ihrer Brisanz verloren hat.
Zahlreiche Interpreten haben sich bis dato mit diesem Kleist-Text beschäftigt und versucht, hinter sein "Geheimnis" zu kommen. Doch in der Tat ist ,Die Marquise von O...', obwohl die Geschichte an sich heutzutage fast banal anmutet , sozusagen Hollywoodreif (Krieg, Ausnahmezustand, Verstoss gegen gesellschaftliche Konventionen, schliesslich Klärung und Happy End), aufgrund Kleists Spiel mit Doppeldeutigkeiten , Bildern, tiefenpsychologischen Vorgängen (fast ein Jahrhundert bevor diese von Sigmund Freud formuliert wurden!) sowie den bereits erwähnten Zeichen ein Faszinosum geblieben.
Meiner Meinung nach ist es so, dass die Erzählung sich jedem Leser/Rezipienten auf andere Art und Weise erschliesst, je nachdem von welchen Aspekten man sich angesprochen fühlt. Daher werde ich auch nicht versuchen die immer wieder heissdiskutierte Frage zu klären, ob die Marquise vergewaltigt oder selbst sexuell aktiv wurde und diese Tatsache zu vertuschen bzw. zu verdrängen sucht, denn das haben schon andere vor mir mehr oder weniger zufrieden stellend getan. Ich werde vielmehr die Zeichen, insbesondere jenen besagten Gedankenstrich, genauer betrachten, mit dem quasi alles beginnt und zu dem auch wieder alles zurückkehrt.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.