Universitäten und Umbruch - Die deutschen Universitäten nach dem 2. Weltkrieg - Eine Analyse akademischer Selbstbekundung
-
- Einzelkauf Download ausgewählt
-
Sprache:Deutsch
Fr. 37.90
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.12.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
86 (Printausgabe)
Dateigröße
291 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638445436
Diese Worte Martin Luthers in der Rede von Emil Wolff beim Antritt seines Rektorats an der Universität Hamburg am 6. November 1945 geben einen ersten Eindruck von der Situation der deutschen Universitäten in der Nachkriegszeit und somit auch von dem Zeitraum und dem Thema der hier vorliegenden Arbeit.
Im Verlauf der zwölf dunklen Jahre des Dritten Reiches waren auch die Universitäten mehr und mehr in das System der Nationalsozialisten verstrickt worden. Wissenschaft und Forschung, die Universitäten und ihre einzelnen Disziplinen unterschieden sich nicht von den übrigen Bildungsbereichen, weder als Opfer des staatlichen Zugriffs noch in den Mustern von Anpassung, Opportunismus und aktiver Zuwendung zum Nationalsozialismus. Die wesentlichen Merkmale der NS-Bildungspolitik waren der entgrenzende Anspruch, mit dem das gesamte Leben, nicht nur das der Heranwachsenden, pädagogisch bestimmt werden sollte, die kollektive Ordnung des Lebenslaufs, die den Individuen weder eigenen Raum noch eigene Rechte beliess und damit zugleich der Bruch mit der gesamteuropäisch-abendländischen Tradition und mit dem klassischen Bildungsdenken der deutschen Philosophie.
Mehr als 1200 Gelehrte, Professoren und Assistenten, Mitglieder wissenschaftlicher Akademien und von Forschungseinrichtungen, verloren schon 1933 aus politischen oder rassischen Gründen ihre Arbeit. Tausende mussten zur Rettung des nackten Lebens das Land verlassen.
Schliesslich wurde 1934 das "Reichsministerium für Erziehung, Wissenschaft und Volksbindung" gegründet, wodurch die traditionellen Träger von Bildungseinrichtungen in Staat und Gesellschaft - Länder, Gemeinden, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen - entmachtet wurden. An ihre Stelle traten die Organisationen der NS-Bewegung. Für den Hochschulbereich waren das vor allem der Nationalsozialistische Lehrerbund (NSLB) und der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund (NSDStB).
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.