Der Film in der Weimarer Republik in seiner Funktion als Wegbereiter des Nationalsozialismus
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
03.06.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
13 (Printausgabe)
Dateigröße
147 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638383509
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Note: 1,3, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte), Veranstaltung: Proseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Diese Erkenntnis des Filmwissenschaftlers Joseph Wulf hat seine Gültigkeit keineswegs ausschliesslich im Betrachtungsrahmen des Nationalsozialismus. Der gleichgeschaltete Medienapparat der NSDAP muss als Extrembeispiel für wirksame Agitation und der Film hierbei als wichtiger Bestandteil gelten, doch der Ruf, aktiv politische Einflussnahme zu betreiben, eilte dem Genre schon einige Zeit zuvor voraus. In der Weimarer Republik, in der der Film zu einem der bedeutendsten Industriezweige heranwuchs, entfaltete er neben seiner wirtschaftlichen Kraft zweifellos ein grosses Wirkungspotenzial, das einige Autoren, allen voran "der grosse Psychoanalytiker der Filmliteratur", Siegfried Kracauer, von konservativen Kräften ausgenutzt sah. Speziell Kracauer schätzte diese Art der Einflussnahme als so mächtig ein, dass er dem Film eine dem Nationalsozialismus den Weg ebnende Funktion unterstellte. Hierauf deutet der Titel seines bekanntesten Werkes Von Caligari zu Hitler, der eine Verbindung des Weimarer Films zur Machtübernahme des Despoten nachzuzeichnen sucht. Wie aber sehen Spezifik, Art und Umfang des filmischen Beitrags aus, "die zu den mentalen Veränderungsprozessen, die zur breiten Akzeptanz rechtskonservativer bis extrem republikfeindlicher Ideologien führten"?, fragt Helmut Korte, Deutschlands führender Filmwissenschaftler. Andere Autoren, am deutlichsten Thomas Koebner, ziehen indes die These in Zweifel, der Film der Weimarer Republik sei als Vorbote ihres Endes zu verstehen, wie er in seinem Aufsatz Von Caligari führt kein Weg zu Hitler zu belegen sucht, das er als neues Paradigma der Analyse des Weimarer Kinos verstanden wissen will. Es stellt sich die Frage, die Gegenstand der vorliegenden Arbeit sein soll: Inwiefern hat der Film in der Weimarer Republik die Funktion eines Wegbereiters des Nationalsozialismus erfüllt? Hierzu ist zunächst ein bündiger Blick auf die Entwicklung der Filmindustrie von Nöten, um die für die filmische Wirkungsziele relevanten Besitzverhältnisse zu klären; im Anschluss soll eine Analyse relevanter Aspekte exemplarischer Werke die (direkten wie indirekten) Wirkungsmöglichkeiten und - intentionen des Films beleuchten, ehe eine Betrachtung des links-oppositionellen Films die Schwierigkeiten jener Kategorie erklären soll. Die Frage, inwiefern presserechtliche Bestimmungen die untersuchten Entwicklungen gehemmt oder begünstigt haben, ist Gegenstand des darauf folgenden Teils, der die Betrachtung abschliessen soll.
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