Die Wasserproblematik im Nahen Osten
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
01.01.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
115 (Printausgabe)
Dateigröße
2263 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638583701
Diplomarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 2,0, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Fachbereich Gesellschaftswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Im Fokus der vorliegenden Arbeit stehen die Anlieger des Jordangraben, Israel und seine Nachbarn. Hier trifft Wasserknappheit auf eine ohnehin angespannte politische Situation, Konflikte um Wasser sind auch bereits ausgetragen worden.
Da für die Lösung der Knappheitsprobleme in dieser Kernregion auch immer wieder grosstechnische Lösungen mit Wasser aus der weiteren Region (Wasser vom Nil oder aus der Türkei) ins Spiel gebracht werden, wird der Fokus aufgezogen und es erfolgt eine Betrachtung der Gesamtsituation im Einzugsgebiet der Ströme von Nil, Euphrat und Tigris.
Mit Blick auf die Kernregion werden dann die Lösungsmöglichkeiten vorgestellt. Einzig empfehlenswert erscheint der Bau einer Verbindung von den Weltmeeren zum Toten Meer, die unter Ausnutzung des Gefälles zur Elektrizitätserzeugung und in einem zweiten Schritt zur Meerwasserentsalzung dienen kann. Die resultierende Wassermenge kommt dabei der Stabilisierung des Toten Meeres zugute, dessen stetes Absinken bereits zu Abbrüchen des Ufers führt.
Da der mit Abstand grösste Verbraucher von Wasser die Landwirtschaft ist, könnte man die Wasserkrise auch einfach als eine Krise der Landwirtschaft betrachten. Dies ist aber keine bessere Nachricht. Abgesehen von ideologischen und strategischen Gründen für das Festhalten an der Landwirtschaft in ariden Gebieten Israels und von der Bedeutung für staatstragende Schichten in Jordanien, führt der Import von Nahrungsmitteln zu einer Abhängigkeit der Staaten vom Weltmarkt, die durchaus kritisch gesehen werden kann.
Global betrachtet ist die langfristige Versorgung mit Lebensmitteln prekärer als es den Anschein hat. Weltweit wird nicht nur das Wasser knapp, sondern auch der Boden an Fläche und Qualität. Optimisten schätzen, dass man insgesamt die Fläche für Ackerbau verdoppeln könnte, aber der am besten für Landwirtschaft geeignete Teil wird schon genutzt. Jede weitere Flächenausdehnung wird höhere Investitionen in Fruchtbarkeit und Bewässerung erfordern.
Während in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg nur Westeuropa ein dauerhaftes Lebensmitteldefizit aufzuweisen hatte und alle anderen Regionen als Überschussgebiete galten, gibt es heute nur noch einige Regionen in Amerika und Australien, die auf dem Weltmarkt als Exporteure auftreten.
Dabei ist die Intensivlandwirtschaft, die z. B. in Teilen Nordamerikas betrieben wird, ebenfalls von Bodenerosion bedroht und beruht auch auf der weitverbreiteten Ausbeutung nicht erneuerbarer fossiler Grundwasserreservoirs.
Da für die Lösung der Knappheitsprobleme in dieser Kernregion auch immer wieder grosstechnische Lösungen mit Wasser aus der weiteren Region (Wasser vom Nil oder aus der Türkei) ins Spiel gebracht werden, wird der Fokus aufgezogen und es erfolgt eine Betrachtung der Gesamtsituation im Einzugsgebiet der Ströme von Nil, Euphrat und Tigris.
Mit Blick auf die Kernregion werden dann die Lösungsmöglichkeiten vorgestellt. Einzig empfehlenswert erscheint der Bau einer Verbindung von den Weltmeeren zum Toten Meer, die unter Ausnutzung des Gefälles zur Elektrizitätserzeugung und in einem zweiten Schritt zur Meerwasserentsalzung dienen kann. Die resultierende Wassermenge kommt dabei der Stabilisierung des Toten Meeres zugute, dessen stetes Absinken bereits zu Abbrüchen des Ufers führt.
Da der mit Abstand grösste Verbraucher von Wasser die Landwirtschaft ist, könnte man die Wasserkrise auch einfach als eine Krise der Landwirtschaft betrachten. Dies ist aber keine bessere Nachricht. Abgesehen von ideologischen und strategischen Gründen für das Festhalten an der Landwirtschaft in ariden Gebieten Israels und von der Bedeutung für staatstragende Schichten in Jordanien, führt der Import von Nahrungsmitteln zu einer Abhängigkeit der Staaten vom Weltmarkt, die durchaus kritisch gesehen werden kann.
Global betrachtet ist die langfristige Versorgung mit Lebensmitteln prekärer als es den Anschein hat. Weltweit wird nicht nur das Wasser knapp, sondern auch der Boden an Fläche und Qualität. Optimisten schätzen, dass man insgesamt die Fläche für Ackerbau verdoppeln könnte, aber der am besten für Landwirtschaft geeignete Teil wird schon genutzt. Jede weitere Flächenausdehnung wird höhere Investitionen in Fruchtbarkeit und Bewässerung erfordern.
Während in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg nur Westeuropa ein dauerhaftes Lebensmitteldefizit aufzuweisen hatte und alle anderen Regionen als Überschussgebiete galten, gibt es heute nur noch einige Regionen in Amerika und Australien, die auf dem Weltmarkt als Exporteure auftreten.
Dabei ist die Intensivlandwirtschaft, die z. B. in Teilen Nordamerikas betrieben wird, ebenfalls von Bodenerosion bedroht und beruht auch auf der weitverbreiteten Ausbeutung nicht erneuerbarer fossiler Grundwasserreservoirs.
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