Produktbild: Die Kieferninseln

Die Kieferninseln Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

45337

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.11.2018

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

164

Maße (L/B/H)

18.8/11.8/1.8 cm

Gewicht

168 g

Farbe

Tanne / Hellblau

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46921-7

Beschreibung

Rezension

»Was das Buch ausgesprochen lesenswert macht, sind die Balance zwischen Tragik und Komik, die bildhafte Genauigkeit bis in Details und die über Abgründe gleitende Leichtigkeit.« ("NZZ am Sonntag")
» ... ein knisternd-kluger Roman.« ("Neue Zürcher Zeitung")
» ... eine schmale, abgründige und lehrreiche Geschichte, die zu Recht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises steht.« ("Der Tagesspiegel")
»Dank stilistischer Präzision und sprachlicher Fülle ist ein kleines Meisterwerk entstanden.« ("DIE ZEIT")
»Marion Poschmann erzählt in einer knappen, klaren Sprache, die vom Denken ihrer Figuren delikat eingefärbt ist, auf immer wieder überraschende und auch komische Weise von Sinnsuche und Lebenskrisen und nicht zuletzt von der geheimnisvollen Schönheit Japans.« ("SRF")
»Die Schönheit der Poschmann'schen Literatur strahlt ... aus einer anderen Welt in die unsrige herüber. Deren Helligkeit ist nicht blendend. Vielmehr tut sich ein Weiss auf – so rein und überwältigend, als wäre es die letzte Wahrheit hinter den Dingen.« ("der Freitag")
»Marion Poschmanns Buch ist einfach wunderbar. Ihre klare und immer bildgewaltige Sprache nimmt von den ersten Zeilen an gefangen.« ("stern")
» Die Kieferninseln begnügt sich ... nicht mit dem Skurrilen, Grotesken, Verwirrenden. Vielmehr werden wir Zeugen einer eigenartigen Transformation, für die Japan die köstliche Hintergrundbemalung bietet.« ("Frankfurter Rundschau")
»Nicht nur die Handlung und die Figuren entfalten eine spannungsreiche Dynamik. Wie in früheren Romanen ist Marion Poschmann in der sprachlichen Gestaltung ihrer poetischen Räume bezwingend.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Poschmann kommt von der Lyrik, das ist in ihrer bildreichen, fein gefügten Prosa zu spüren.« ("Sächsische Zeitung")

Produktdetails

Verkaufsrang

45337

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.11.2018

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

164

Maße (L/B/H)

18.8/11.8/1.8 cm

Gewicht

168 g

Farbe

Tanne / Hellblau

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46921-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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    aus Winterthur

    5/5

    25.11.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Absurde und poetische Geschichte in einem kleinen Buch verpackt

    Marion Poschmann hat hier ein wunderbares Buch geschrieben! Ihre poetische Beschreibung der Bäume und die Beschreibung der Haikus haben es mir besonders angetan. Die Geschichte ist völlig absurd und dadurch ziemlich unterhaltsam. Ich kann das Buch sehr empfehlen!

  • Bewertung

    aus Waltrop

    4/5

    18.01.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Ironisch und poetisch

    Poschmann gelingt das Kunststück, einen zugleich ironisch-nüchternen und poetisch-träumerischen Blick auf Japan zu werfen. Die Hauptfigur Gilbert Silvester, ein abgehalfterter Experte für Bartfrisuren, fliegt spontan und ohne nachvollziehbare Begründung nach Japan. Von Tokyo aus reist er auf Umwegen zu den Kieferninseln von Matsushima. Er ist nicht begeistert von Japan, sondern sieht das Land und seine Bewohner - die ihm hauptsächlich in der Person eines depressiven jungen Mannes begegnen, der einen Ort für seinen Selbstmord sucht - distanziert und skeptisch. Andererseits beginnt er, Tee zu trinken und auf den Spuren des großen Basho Haikus zu verfassen, auch wenn er es auf seine eher prosaische und leidenschaftslose Art tut, die er nicht einfach abzulegen vermag. Vor allem aber unterscheidet er nicht strikt zwischen Wirklichkeit und Traum. Das wird schon am Anfang des Buches deutlich, wenn er seiner Frau nur deshalb Untreue unterstellt, weil er etwas dergleichen geträumt hat. Die Kieferninseln begeistern ihn am Ende nicht, und doch scheint sich eine Wandlung an ihm vollzogen zu haben. Er will seine Frau anrufen, um ihr zu sagen, sie solle zu ihm nach Japan kommen; die Zeit der Laubfärbung sei angebrochen.

  • Bewertung

    2/5

    27.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Gescheiterte Männlichkeit

    Das Buch, das mich vor allem aus ästhetischen Gründen gereizt hat, erzählt die Geschichte von Gilbert Silvester (was ist das schon für ein Name), der seine Frau im Traum des Betruges überführt und jetzt Realität und Wahn nicht mehr unterscheiden kann. In seiner Irrationalität begibt er sich auf eine Pilgerreise nach Japan, um die Kieferninseln zu besuchen. Was folgt ist der innere Monolog eines Protagonisten der als klassische Figur des alten weißen Mannes die Schuld für seine Probleme stets bei anderen sucht (bei seiner Frau, oder wahlweise dem suizidalen jungen Japaner Yosa, der mMn. nicht existiert und jedenfalls gut daran tut irgendwann zu verschwinden). Leider völlig unfähig eine wirkliche Veränderung durchzumachen oder sich selbst zu reflektieren gibt er sich seinem Weltschmerz hin, ein low performer, der stets glaubt, dass ihm mehr zustehe, als er hat. Am Ende ist er enttäuscht vom Ziel seiner Reise und schließt mit dem Gedanken, sich mit seiner Frau zu versöhnen. Man kann ihr nur energisch davon abraten. Marion Poschmann‘s Gilbert ist ein schlicht unsympathischer und nicht ganz unproblematischer Charakter, der Menschen nicht respektiert, sich selbst vielleicht am allerwenigsten. Der zynische Monolog eines abgehalfterten Professors, durchsetzt von stilistischen Blüten, in denen man kleine Einblicke bekommt in das, was die Autorin vielleicht zu erzählen hätte. Ich war froh, als ich es zuklappen konnte.

  • Bewertung

    5/5

    24.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Haiku, Todessehnsucht und Naturmystik

    Matushima ist eine kleine Küstenstadt im Nordosten der japanischen Hauptinsel, die von zauberhafter Natur umgeben ist. Der Name Matushima bedeutet „Kieferninseln“, derer rund 260 Stück dem Festland vorgelagert sind. Schon im 17. Jahrhundert raunten die japanischen Schwarzkiefern dem Dichter Matsuo Basho Mystisches entgegen. So mag ihn die dortige magische Atmosphäre weiland zum Verfassen seiner berühmten Haikus inspiriert haben.

Auch Gilbert Silvester, ein deutscher Privatdozent und Bartforscher, beginnt im Laufe einer Reise nach Japan diese kurzen Dreizeiler zu verfassen. Sie verweben sich skizzenhaft und bedeutungsschwanger mit dem auf seiner Pilgerschaft Erlebten.

In Japan findet sich Silvester wieder, als er eines Nachts träumt, seine Frau habe ihn betrogen. Das Geträumte ist für ihn so real, dass er überreagiert und in den fernen Osten flüchtet. Dort angekommen weiß er nicht so recht, was er machen soll und lässt sich treiben.

Schon bald lernt er den Studenten Yosa kennen, der vorhat, sich das Leben zu nehmen. Wie praktisch, dass er ein Selbstmordhandbuch mit sich führt, dass neben Anwendertipps auch Vorschläge für die geeignetsten Freitodorte bereithält.

Es beginnt eine Reise zu einigen dieser speziellen Ausflugsziele; aber keines will so recht den Ansprüchen Yosas genügen. Also beschließt das ungleiche Paar auf den Spuren Bashos zu wandeln. Vielleicht hält ja eine der Kieferninseln eine besonders schöne Klippe bereit, von der es sich formvollendet und ästhetisch ansprechend hinabstürzen lässt? Silvester verspricht sich hingegen auf der traditionellen Route der Wandermönche Abstand von seiner Ehe zu gewinnen.

Je näher das Ziel rückt, desto mehr verschmelzen mehrere Bewusstseinsebenen zu metaphysischen Interludien. Auch färbt die sanfte japanische Melancholie zusehends auf Silvester ab. Ein stiller, poetischer wie auch naturmystischer Roman, der die Todessehnsucht zu einer Stilfrage werden lässt.

  • Bewertung

    5/5

    06.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zen-Feeling beim Lesen

    Gilbert ist ein etwas kauziger Dozent und übernimmt eine Projektarbeit, die ihn über Bärte und deren individuelle kulturelle Bedeutung forschen lässt. Kurzerhand jedoch steigt er in das nächste Flugzeug Richtung Tokyo, nachdem er einen Traum darüber hatte, dass seine Frau ihm untreu wird. Dieser Traum begleitet ihn und wird zunehmend realer. Kaum in Japan gelandet, fällt ihm ein Buch eines berühmten Wanderdichters Bashō in die Hände, dessen Reiseweg Gilbert nachfühlen will – allerdings nicht zu Fuß, sondern bequem mit dem Hochgeschwindigkeitszug. Er lernt den jungen Japaner Yosa kennen, der seinem Leben ein Ende bereiten will. Für beide sind das Ziel die Kieferninseln. Gilbert mit seinem Buch von Bashō und Yosa mit seiner Ausgabe des „Complete Manual of Suicide“ wirken sofort wie zwei unterschiedliche Seiten einer Münze. Marion Poschmann kleidet ihren Roman in poetische Worte. Die beiden Figuren stellen an sich nichts besonderes dar, sogar ganz im Gegenteil hat Gilbert mir mehr als einmal ein genervtes Augenrollen entlockt. Dennoch musste ich weiterlesen, die Reise des bemitleidenswerten jungen Yosas und dem ewig meckernden Gilbert macht erst Poschmanns Sprache zu einem philosophischen Lesegenuss zwischen Traum und Realität. Wer ein bisschen Zen-Feeling beim Lesen bekommen möchte, dem kann ich diesen Roman auf jeden Fall ans Herz legen. Für mich ist Marion Poschmanns „Die Kieferninseln“ einer der wenigen japanischen Romane eines nicht-japanischen Autors/Autorin, den ich gerne gelesen habe!

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