Liebe, Verrat und Sehnsucht: Der Auftakt zur grossen historischen Romantrilogie im viktorianischen Schottland
Glasgow, 1876: Emily strebt an der Seite von Liam und ihrer treuen Freundin Christine ein respektables Leben an, fern vom blühenden Laster des Bordells, in welchem sie als Spross einer Hure aufwächst. Doch dann wird ihre Mutter ermordet und Emilys Leben auf eine harte Probe gestellt. Um den Schuldigen zu überführen, muss sie zuerst ihren Namen reinwaschen. Einen Namen, den sie nicht einmal kennt, denn ihre Mutter nahm ein altes Familiengeheimnis mit ins Grab.
»Hurentochter – Die Distel von Glasgow« ist der erste Teil einer Romanserie aus dem viktorianischen England. Die beiden Folgebände sind ebenfalls bei Piper Schicksalsvoll erschienen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Katie
aus Köln
5/5
21.08.2019
Buch (Taschenbuch)
Absolute Leseempfehlung
Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Piper Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung.
Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen.
Es handelt sich hier um den ersten Teil einer Romanserie aus dem viktorianischen England.
Das Buch startet mit einem aussagekräftigen Prolog im Jahr 1859 in Glasgow. Da hier schon ein hoher Spannungsbogen aufgebaut wird, befand ich mich schnell in einem angenehmen Lesefluss. Den Schreibstil der Autorin empfand ich als flüssig, tiefgründig und trotz der Tatsache, dass es sich um einen historischen Roman handelt als leicht verständlich. Der Erzählstrang wird in 3 Hauptteile unterteilt und in den einzelnen Kapiteln wird die Geschichte plausibel in Monatsschritten fortgeführt. Die Erzählweise wechselt aus der Sicht verschiedener Protagonisten, was mir sehr gut gefallen hat, denn so hatte ich die Möglichkeit besser zu folgen. Orte und Situationen wurden bildlich, detailliert aber nicht zu ausschweifend dargestellt. Der zu Anfang aufgebaute Spannungsbogen wird konstant bis zum Ende gehalten. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge.
Die Hauptprotagonistin Emily hat mich während der gesamten Geschichte fasziniert. Ihre mutige, aufopferungsvolle und liebevolle Art sticht hier sehr hervor. Ich habe ihren Weg und ihre Entwicklung innerhalb des Buches sehr gerne verfolgt.
Es gab hier eine ganze Reihe von Nebencharakteren, wichtige für die Geschichte und weniger wichtige, aber trotz der hohen Anzahl an Namen und Personen, schaffte es die Autorin diese fließend mit einzubringen.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Buchtitel und Buchinhalt passen zueinander.
Mein Fazit:
Ein spannender historischer Roman über Familienintrigen mit Hintergrund des viktorianischen Englands, den ich kaum aus den Händen legen konnte. Ich freue mich über die Fortsetzung.
Ich vergebe gerne 5 von 5 Sterne.
schafswolke
aus Kiel
5/5
15.08.2019
Buch (Taschenbuch)
Ein historischer Roman zum Weiterempfehlen
Glasgow, 1876:
Emily wächst als Tochter einer Hure in einem Bordell auf, für sie steht fest, dass sie ein anderes Leben möchte. Ihr Freund Liam unterstützt sie bei ihren Plänen, doch der plötzliche Tod ihrer Mütter zerstört all ihre Träume. Emiliy ahnt nicht, in welcher Gefahr sie plötzlich steckt, denn ihre Mutter hatte ein Geheimnis.
Das war mal wieder ein historischer Roman nach meinem Geschmack. Hier ist alles klassische vereint, es gibt Liebe, Verrat, Hass und Intrigen, und alles in einer guten, ausgewogenen Mischung. Ich habe mit Emily und Liam mitgefiebert. dabei erlebt man mit, wie die beiden langsam erwachsen werden und sich weiterentwickeln.
Die detailreichen Beschreibungen bringen einem das damalige Schottland näher, so dass man beim Lesen eine gute Vorstellung vom damaligen Leben bekommt. Ich bin regelrecht in das Buch versunken und freue mich schon auf die nächsten Teile.
Ich selbst bin ein Freund von mehrteiligen Romanen, aber ich mag es nicht so sehr, wenn ich mit einem Cliffhanger zurückgelassen werde. Umso schöner ist es hier "Hurentochter – Die Distel von Glasgow" ist ein in sich abgeschlossener erster Teil einer Triologie.
Mir hat der Auftakt sehr gut gefallen und so gibt es 5 Sterne.
Sagota
aus Saarbrücken
5/5
11.08.2019
Buch (Taschenbuch)
Die schottische Distel - ein außergewöhnlicher, toller und spannender historischer Roman: Lesetipp!
Vorwegschicken muss ich, dass historische Romane seit Langem zu meinen Lieblingsgenres gehören: Den Roman "Hurentochter - DieDistel von Glasgow" von Tabea Koenig (erschienen als TB 2019 im Piper-Verlag) stellt jedoch viele andere sowohl durch die sensible, gefühlvolle und sehr spannende Erzählweise als auch durch den authentischen, stimmigen Inhalt regelrecht in den Schatten! Mehr als begeistert habe ich den Débutroman der Autorin, der als Trilogie angelegt ist, gelesen:
Inhalt:
Glasgow, November 1859:
Im Prolog (der überaus klug angelegt ist, da sich hier viele Hinweise zum Verlauf des Romans verstecken) lernen wir Margery Gallaham kennen; die in eiskalter Nacht ein verletztes und schwangeres junges Mädchen vor dem sicheren Tod rettet: Statt eines Arztes kümmert sich der Henker Viggo um die Verletzte, die ihn mit einer Silberkette selbst entlohnen will. Margery pflegt die junge Frau, die ihr Gedächtnis verloren hat, in ihrem Dirnenhaus gesund ...
Glasgow, 1876:
Emily, die 15jährige Tochter von Ines Madison, wie sie nun genannt wird, wächst im Hurenhaus auf und trotz der Tatsache, dass sie von ihrer Mutter Lesen und Schreiben lernt sowie gute Umgangsformen, hat sie keine Zukunftsperspektive. Sie möchte einem ehrbaren Beruf nachgehen und muss sich daher entscheiden, sich zu prostituieren oder das Haus der Nachfolgerin Margerys , die inzwischen verstarb, zu verlassen. Liam, der Sohn einer verstorbenen Prostituierten und mit Emily aufgewachsen, steht ihr zur Seite und so nimmt das Schicksal Emily's und auch Liam's, an dem der Leser nun teilhaben kann, seinen teilweise hochdramatischen und verzweifelten Lauf, denn die Mutter von Emily nahm ein Geheimnis mit ins Grab: Das ihrer Herkunft. Emily hat sich zum Ziel gesetzt, den Namen ihrer Mutter reinzuwaschen - koste es, was es wolle.
So begleiten wir sie von Glasgow nach Edinburgh, wo es Emily gelingt, im Hause der Bradfords eine Stellung als Dienstmädchen zu finden; der Cousin Alex Blake erkennt in ihr ausser ihrer Schönheit Intelligenz und Liebreiz, jedoch trennen beide durch den Standesunterschied Welten voneinander und auf die Frage, ob Emily seine Geliebte werden möchte, antwortet sie
"ich bin eher eine Distel, die in keine Vase gehört als eine Rose, die gepflückt werden will" (Zitat, S. 235)
Zudem ist sie Liam sehr zugetan und es ist schwierig für sie, von ihm zu lassen: Die Leben der beiden scheinen untrennbar miteinander verbunden, zumal Liam sie bedingungslos liebt und ihr bei ihrem Vorhaben helfen will....
Meine Meinung:
Tabea Koenig hat mit dem Début der geplanten Trilogie um Emily ein Gesellschaftsporträt Schottlands (besonders in der aufstrebenden Metropolen Glasgow und Edinburgh) erschaffen, das sich durch atmosphärisches Erzählen, Spannung bis hin zur Dramatik wie auch sensibel-gefühlvolles Schreiben und Authentizität und Stimmigkeit in der Romanhandlung sehen lassen kann! Ich habe Vergleichbares im Genre selten gelesen und hatte die Freude, die Städte Glasgow und Edinburgh im letzten Jahr selbst erstmals (aber not least ;) besuchen und mit eigenen Augen bestaunen zu können; da der Clyde in der Nähe war, konnte ich mir die Armut und das Elend, das 1876 dort in den Armenvierteln geherrscht haben musste und von der Autorin gut beschrieben wird, sehr gut bildlich vorstellen. Tabea Koenig schöpft mit dieser schönen Geschichte um die fiktive Figur Emily und auch Liam aus dem Vollen:
Der Leser ist sehr nah am Geschehen und fiebert mit den ProtagonistInnen, die sowohl in Glasgow als auch in Edinburgh wie auch im schottischen Hochland Gefahren ausgesetzt sind, da sie einem bestimmten Herren nicht ins Bild passen, der einen Attentäter auf sie ansetzt und ihr Leben in großer Gefahr ist: Einzig der Mut und die Willenskraft der schottischen Distel, die auch Emilys Charakter zu eigen sind, lassen es gelingen, düstere Pläne zu vereiteln. Auch die Nebenfiguren sind sehr menschlich und sensibel gezeichnet (z.B. Viggo, der Henker, der eine verhängnisvolle Rolle im Roman einnehmen soll). Besonders begeisterte mich auch das Aufnehmen kultureller Eigenheiten, wie es in der damaligen Zeit gewesen ist (z.B. das Tragen von Kilts oder das Sprechen der gälischen Sprache).
Auch die mitunter leid- und wechselvolle Geschichte des Landes webt die Autorin gekonnt in ihre Geschichte mit ein; die "Clearances" - die Vertreibung der Bauern durch die Lairds - spielen hier eine besonders gewichtige Rolle, die durchaus stimmig ist. Der Roman hat 3 Teile, wobei die bereits anfangs vorhandene Lesespannung gewaltig an Fahrt aufnimmt...
Fazit:
Ein gut recherchierter, äußerst unterhaltsamer und spannend geschriebener historischer Roman über Liebe, Verrat und Gerechtigkeit mittels fiktiver Figuren im Schottland des 19. Jhd's, der durch den sehr sensiblen, gefühlvollen und authentischen Stil von Tabea Koenig absolut überzeugen konnte. Ich freue mich sehr auf die beiden Folgebände und kann diesen Roman nur als "Lesetipp" empfehlen: All jenen, die wie ich Schottland und seiner unbeugsamen, sehr wechselvollen Geschichte zugetan sind - und allen LeserInnen, die gerne niveauvolle und spannende historische Romane lesen! Mit einem "Chapeau" an die Autorin vergebe ich 5*
Bewertung
aus Leonding
5/5
11.08.2019
Buch (Taschenbuch)
Band 1 der "Huren" Reihe von Tabea Koenig
Klappentext:
Liebe, Verrat und Sehnsucht: Der Auftakt zur großen historischen Romantrilogie im viktorianischen Schottland
Glasgow, 1876: Emily strebt an der Seite von Liam und ihrer treuen Freundin Christine ein respektables Leben an, fern vom blühenden Laster des Bordells, in welchem sie als Spross einer Hure aufwächst. Doch dann wird ihre Mutter ermordet und Emilys Leben auf eine harte Probe gestellt. Um den Schuldigen zu überführen, muss sie zuerst ihren Namen reinwaschen. Einen Namen, den sie nicht einmal kennt, denn ihre Mutter nahm ein altes Familiengeheimnis mit ins Grab.
Fazit:
Ein schöner, gut recherchierter Roman, durch den sich wie ein roter Faden die Distel aus dem Untertitel des Buches zieht. Die Geschichte ist gut angelegt, vielschichtig und spannend. Die Beschreibung der Highlands, der Bräuche und des Lebens sind sehr schön und entführen den Leser in ein anderes Land und vor allem in eine andere Zeit, die zwar noch nicht mal so lange her ist, uns aber dennoch völlig fremd erscheint. Ein gelungener erster Band, bei dem man sich gerne auf den zweiten freut, der im September erscheinen soll.
Daniela Weigel
5/5
08.08.2019
Buch (Taschenbuch)
Gelungenes Debüt, wer Historische Romane mag, MUSS diesen lesen!
Tabea Koenig hat so einen tollen, flüssigen Schreibstil das ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Die Geschichte um Emiliy, die in einem Hurenhaus aufwächst, aus dem sie raus möchte, und alles dafür tut um eine Ehrbare Anstellung zu finden hat mich völlig in den Bann gezogen.
Detailgetreu beschreibt die Autorin, das Leben zu dieser Zeit, das sehr grausam war. Frauen waren nichts Wert, und es wurde oft sehr schlecht mit ihnen umgegangen.Man erfährt sehr viel über die Sitten und Bräuche, wie z.b. das Fest Beltane. Die gute Recherche die die Autorin betrieben hat, kann man in jedem Satz lesen.
Der Spannungsbogen ist von der ersten bis zur letzten Seite hoch.
Die Charaktere sind sehr liebevoll und Detailgetreu gestaltet, ich habe sehr mit Emily und Liam gelitten, mich aber auch mit Ihnen gefreut, gelacht und geweint.
Es war toll mitzuerleben wie Emily sich entwickelt und eine immer stärkere Persönlichkeit wird.
Mit diesem Buch ist der Autorin ein großartiges Debüt gelungen und ich hoffe auf noch viele weitere Bücher.
Wenn ihr Historische Romane liebt, dann müsst ihr dieses Buch unbedingt lesen
Von mir gibt es 5 und eine klare Leseempfehlung!