Ian Bridges liebt seinen Job. Er ist wahnsinnig gut darin, kann sich seine Zeit selbst einteilen und verdient gutes Geld. Aber er ist kein glücklicher Mann, denn dafür fehlt ihm noch die eine große Liebe, die ganz spezielle Frau an seiner Seite, mit der er seinen Erfolg teilen kann. Dumm nur, dass die meisten Frauen, deren Bekanntschaft er macht, dies nur selten überleben. Denn Ian Bridges ist ein Auftragskiller.
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Humor und eine spezielle Story
Bewertung aus Nack am 06.11.2018
Bewertungsnummer: 1145113
Bewertet: eBook (ePUB)
Meine Meinung:
Zugegeben, nachdem ich den Klapptext gelesen hatte, wusste ich nicht was mich noch auf 388 Seiten zu erwarten hat. Aber Danny King hat mich eines besseren belehrt. Denn hier gibt es weitaus mehr als „nur“ einen Auftragskiller bei der Suche nach seiner Traumfrau zu begleiten.
Ian Bridges ist ein sehr interessanter Auftragskiller. Sein Charakter passt gut in diese… besondere Story. Dadurch, dass wir die komplette Geschichte aus Ian’s Sicht erzählt bekommen, lernen wir ihn auch am besten kennen. Er ist ein spezieller Typ, wobei er erst mal sehr „normal“ rüber kommt. Will eine Frau kennen lernen und mit ihr sein Leben verbringen. Einen tollen Job hat er ja schon, genauso wie Geld im Überfluss. Doch er hat ein schlechtes Händchen was Frauen angeht. Und auch seine psychische Verfassung stellt sich bald als mehr als wackelig raus. Der Job als Auftragskiller lässt auch jemanden wie Ian Bridges nicht kalt, auch wenn jeder das Glauben mag. Seine Labile Verfassung wird gut dargestellt und dadurch konnte ich mich gut in ihn hinein versetzen.
Ian Bridges ist hier der Hauptcharakter und nimmt auch den Großteil der Geschichte für sich ein. Wirklich warm wurde ich mit ihm nicht, mir fehlte die Persönlichkeit und die Charakterentwicklung während der Geschichte. Ian Bridges war für mich zu eindimensional, mir fehlte das gewisse Etwas. Es gab jedoch durchaus Szenen wo Ian mich überrascht hat und ich quasi wie paralysiert da saß, weil ich mit etwas komplett anderem gerechnet hatte. Um Spoiler zu vermeiden werde ich keine Schlüsselerlebnisse verraten. Ich muss dazu sagen, dass hier auch kein „tiefgehender“ Charakter von Nöten war – die Humorvolle Handlung steht hier definitiv im Vordergrund.
Die Nebencharaktere kommen zahlreich vor, manche treten nur innerhalb eines Einzeilers auf, andere über ein oder zwei Kapitel. Die Gangster sind nichts wirklich besonderes, rücken erst spät ins Rampenlicht, die Frauen kommen mir grundsätzlich alle gleich vor. Am Anfang etwas seltsam, bis sie sich auf Ian einlassen, dann sind sie recht normal. Natürlich unterscheiden sie sich etwas von ihrer Lebensgeschichte her, jede hat ihren anderen Grund oder Komplex um etwas seltsam zu sein. Und gerade wenn ich das Gefühl hatte, ich werde mit Person A oder Person B warm, kratzt sie ab. Sehr deprimierend kann ich euch sagen. Wenn ich aber jetzt (eine Nacht drüber geschlafen) so darüber nachdenke, ist es vielleicht genau das gewesen, was die Story so speziell macht.
Die Geschichte selber hatte ich mir nach dem Klapptext anders erwartet und war erst positiv überrascht das wir nicht dabei zusehen müssen wir ein Auftragskiller durch Großbritannien wirbelt und hunderte Frauen tötet. Tatsächlich nimmt dieser Handlungsstrang nur einen Bruchteil des Buches ein. Wir erfahren viel über sein Leben als Auftragskiller, seine Sonnen und Schattenseiten. Beispielsweise der erste Mord oder wie Ian an die Gangster geraten ist. Es scheint weniger wie eine Geschichte und mehr wie eine Art Tagebuch. Das ganze mal aus der Sicht des eigentlich „Bösen“ zu sehen ist ganz interessant, doch zwischendurch verliert der Autor (oder Ian?) sich sehr im Detail. Er schweift ab von dem, was er eigentlich sagen will und verliert sich in (meiner Meinung nach) Kleinigkeiten. Das machte es mir sehr schwer dem ganzen zu folgen und die eigentliche Geschichte zu sehen.
Die meiner Meinung nach eigentliche Story (die nichts mit dem Klapptext zu tun hat) fand ich sehr interessant und hat ein wenig Spannung mit hinein gebracht. Ich hätte mir gewünscht das diese Story mehr hervorgehoben wird, denn sie enthielt Intrigen und Verrat, Undurchsichtigkeit und Spannung innerhalb der Organisation für die Ian arbeitet. Hier muss man allerdings sagen, dass diese nicht existieren konnte, ohne Ians suche nach seiner Traumfrau.
Der Schreibstil ist gut und flüssig lesbar. Zu Beginn verwendet der Autor lange, verschachtelte Sätze die unter Umständen etwas durchhalte Vermögen fordern. Das gibt sich aber mit der Zeit. Vielleicht ist es so beabsichtigt aber Ian wechselt Lückenlos von Realer Welt zu Traum/Halluzination – bei den ersten Malen hat mich das Grundverwirrt da ich nicht wusste, was jetzt los ist. Die Handlungsschauplätz liegen alle innerhalb von Großbritannien, sind nicht außergewöhnlich beschrieben, was aus der Sicht von Ian auch irgendwann schwierig geworden wäre. Humor ist hier einiges vorhanden, Ian’s Gedanken zu folgen hat mich durchaus das ein oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht.
Die letzten zwanzig Seiten gab es Spannung, etwas Blut und Action. Leider blieben bei mir einige Fragen ungeklärt, was passiert mit Ian nach diesem Showdown, was ist mit seinem Schüler passiert und wie geht es mit seiner Freundin weiter. Hier bleibt dem Leser platzt für Fantasie, was gut sein kann, nur mag ich es nicht. Ich brauche ein klares Ende, muss wissen was mit allen passiert ist.
Fazit:
Der Klapptext verrät hier bei weitem nicht alles. Eher nur einen Bruchteil dessen, was den Leser tatsächlich erwartet. Die Story ist ein Misch Masch aus Gangster Leben, der Suche nach der Traumfrau und lustigen Gedankengängen eines labilen Auftragskillers. Tiefe Charakterzüge sind nicht von Nöten, der Humor hält hier das Zepter in der Hand.
Wer humorvolle Storys mit einer Prise Action und absurden Handlungssträngen mag, sollte hier auf jeden Fall näher hinsehen. Wer tiefe Charaktere, ein klares Ende und Spannung pur sucht, ist hier eher nicht so beraten. Aber wie immer rate ich euch, die Leseprobe zu lesen um einen Einblick zu bekommen.
3,0 von 5,0 Sternen – Es war schlichtweg nicht meins. Ich denke jedoch das es durchaus Leser gibt, die diese spezielle Story lieben werden!
Mordsjob
Bewertung aus Eimeldingen am 28.09.2019
Bewertungsnummer: 1251397
Bewertet: eBook (ePUB)
Katastrophal, extrem brutal aber unsinnig, grobe Sprache und insgesamt primitiv. Viele Rechtschreibefehler, Konjugationsfehler, Plural und Singular nicht erkannt bzw. benannt....usw