Produktbild: Die Hinrichtung des Martin P.

Die Hinrichtung des Martin P.

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inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.09.2019

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

22.4/14.4/2.5 cm

Gewicht

408 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01180-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.09.2019

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

22.4/14.4/2.5 cm

Gewicht

408 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01180-8

Herstelleradresse

Kremayr & Scheriau GmbH & Co. KG, Verlag
Rotenturmstr. 27/5
1010 Wien
Österreich
Email: office@kremayr-scheriau.at
Url: www.kremayr-scheriau.at
Telephone: +43 1 7138770
Fax: +43 1 713877020

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  • Sikal

    5/5

    18.12.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gäbe es mehr als fünf Sterne, dieses Buch würde sie bekommen.

    „Und wenn er es nicht tut, wird es ein anderer tun. Das Ergebnis wird dasselbe sein.“ Aber wird es das wirklich sein oder hat man ihn nur ausgewählt, um mit ihm stellvertretend die Gesellschaft zu testen? Martin Pietsch, 43 Jahre und hoffnungslos arbeitssuchend, immer redlich und bemüht, fährt sein Leben an die Wand. Seinen Frust lässt er zuerst an seiner Freundin aus, dann am Alkohol. Der nächste Tag ist ernüchternd. Ein Posting - wie er es nüchtern nicht einmal ansatzweise gedacht, geschweige denn geschrieben hätte. Interessant sind allerdings die Kommentare darauf. Denkt die ganze Gesellschaft wirklich so wie er? Wollen wirklich alle einen Mörder für seine Taten bluten sehen? Auge um Auge, Zahn um Zahn? Es scheint erst, dass ihm seine Kommentare in den sozialen Medien ihm zum Verhängnis werden. Die Einstellung konnte er – wenn auch aus einem anderen Grund – vergessen. Aber jetzt wird er gerade wegen seiner Postings zu einem Einstellungsgespräch gebeten. Oder ist es eine Falle? Werden sie ihn gleich an Ort und Stelle festnehmen? Verhetzung, Wiederbetätigung oder was es sonst noch alles sein könnte… Warum hat er diese Sätze nur stehen lassen? Aber da war ja noch ein Hoffnungsschimmer. Man könnte seine Worte auch anders deuten. Als Aufruf gegen verbale Gewalt im Netz. Daran wird er sich halten – so hat er das wirklich gemeint. Nur braucht er es nicht anders gemeint zu haben als er es geschrieben hat. Der Vertrag liegt genau deshalb vor ihm – weil er es so gemeint hat. Wenn auch unter erheblicher Alkoholeinwirkung. Klaus Oppitz gelingt es innerhalb weniger Seiten eine Spannung zu erzeugen, die subtil im Leser aufkeimt und sich breit macht ohne dem Leser eine Chance zu geben, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Mit jedem Absatz, mit jedem Wort wird der Leser einem Ereignis entgegengeschleudert um letztendlich mit einer unglaublichen Wucht regelrecht überrollt zu werden. „Pietsch will sein altes Leben zurück. Jetzt hat er eine Gelegenheit. Auch wenn es eine grausame Gelegenheit ist.“ Der Autor zeichnet hier nicht nur eine klassische Dilemmadiskussion und bietet einiges an Stoff für Debatten rund um die Todesstrafe, vielmehr noch zeigt er eine Seite unserer Gesellschaft, die an Grausamkeit kaum zu überbieten ist. Was das Netzt oftmals aufzeigt, stellt jede noch so schreckliche Diskussion über die Todesstrafe in den Schatten. Und Klaus Oppitz wirft mit seinem Buch Licht auf diese Schatten… 5 Sterne

  • San1

    5/5

    03.11.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieser Roman erschüttert

    Seit Monaten hat mich keine Geschichte mehr so erschüttert und wachgerüttelt wie diese. Klaus Oppitz schafft es, Realität und Fiktion so zu verbinden, dass man das Buch nicht mehr zur Seite legen will und letztendlich von Wort zu Wort mehr verschlungen wird. Tagtäglich werden Hasskommentare in den Sozialen Medien gepostet. Meint man sie ernst? Meine ich meine Aussagen ernst? Oder du? Tausende lassen sich von der scheinbaren Anonymität verleiten und schreiben im Affekt was ihnen gerade einfällt. Ob peinlich, zu privat oder aggressiv, die Bandbreite ist ellenlang. Genau dieses Thema wird in diesem Buch aufgegriffen. Ein kleines Mädchen, noch viel zu jung, wird im Sandkasten vor ihrem Wohnblock grausam mit einem Messer ermordet. Wer war es? Der aus dem Ausland stammende Nachbarsjunge. Martin P., ein derzeit arbeitsloser IT-ler, versucht sein Leben wieder auf die Reihe zu bringen, was ihm jedoch leider eher wenig gut gelingt. Sein Anker ist seine Freundin, die noch eine Verbindung zu seinem früheren Job darstellt. Durch Enttäuschung getrieben, mit etwas Wein intus, verfasst er ein Hassposting gegen den Kindermörder und bietet an, ihn gleichsam mit dem Messer zu töten. Der Zuspruch im Netz ist enorm. Kurz darauf erhält er ein Bewerbungsgespräch von der Regierung, jedoch mit einem Haken. Er soll nämlich genau das tun, was er in seinem Posting angeboten hat, nämlich den Mörder töten. Wird er es tun? Können wir alle Postings wirklich beim Wort nehmen? Er hat angeboten den Jungen zu töten, irgendjemand muss es ja machen, warum also nicht er? Es mag uns unwirklich erscheinen, jedoch sind wir wirklich so weit von so einem Szenario entfernt? Martin, der nur sein Leben wieder in die richtige Bahn lenken will, durchlebt allerlei Gefühle und kommt dann letztendlich zu einer Entscheidung. Gleichzeitig erfährt man auch, wie es der Familie des Mörders geht, vor allem aber seiner Schwester. Wie sollen sie mit dem Geschehenen umgehen? Der Autor fängt alles roh und unverblümt ein. Es hat mich richtig in die Geschichte hineingezogen. Ich wollte wissen, welches Gefühlschaos alle durchleben, litt mit und konnte mich trotzdem nicht vom Text lösen. Wer meint, er wüsste was passieren wird, wird bitter enttäuscht werden, denn beim Ende angekommen fühlte ich mich komplett erschüttert und sehr mitgenommen. Herr Oppitz erfüllt kein Wunschende, er schreibt es so wie es sein muss, genau so bitter und verroht wie der Text bis dahin. Noch Tage danach kann ich nicht aufhören an die Charaktere und das Geschehene zu denken.Ich fühle mich so, als hätte es mich selbst oder aber meine Familie betroffen. Ich wünsche diesem Buch so viel mehr Aufmerksamkeit!

  • Zeilenfantasy

    5/5

    23.10.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Trifft genau den Zahn der Zeit

    "Was würde passieren, wenn Verfasser von Hasspostings tun dürften, was sie schreiben? Wenn ihnen nach einer Morddrohung das Recht gegeben würde, tatsächlich zu töten?" - Mit diesen Fragen beschäftigt sich dieses Buch. Ein kleines Mädchen wird von einem jugendlichen Tschetschenen umgebracht, und schon eskalieren die Kommentare dazu auf den sozialen Medien. Auch Martin Pietsch klinkt sich ein und lässt sich zu einem mehr als Fragwürdigen Kommentar hinreisen: "Gebt mir sein Messer und ich schlachte ihn genauso ab, wie er das kleine Mädchen." Dieser findet großen Anklang in der anonymen Welt des Internets. Und die Dinge nehmen ihren Lauf. Pietsch bekommt die Möglichkeit seine Worte in die Tat umzusetzen, legal, und gegen Bezahlung. Kann er das mit seinem Gewissen vereinbaren? der Kampf mit seinem Gewissen wurde hier gut umgesetzt. Überlegungen und Gedanken die so eine Tat schönreden würden. Man bekommt nicht nur einen Einblick wie es der Familie des ermordeten Mädchens geht, sondern das Buch konzentriert sich auch darauf, was eigentlich mit der Familie des Täters passiert, wie solch eine Tat die Angehörigen beschäftigt und deren Leben zerstören kann. Wie es für die Familie des Täters ist solche Hass-Kommentare zu lesen. Nicht nur die Familie des ermordeten Mädchens verliert einen geliebten Menschen, auch die Seite des Mörders verliert einen Menschen. Aus dieser Sicht erfährt man meistens viel zu wenig, es geht meistens nur um die Opfer und deren Familien, aber wie viele andere Leben an so einer Tat hängen ist einem meist gar nicht bewusst. Man lernt mal etwas über die andere Seite der Münze kennen, das gefiel mir sehr gut. Der Roman zeigt einem die Abgründe der menschlichen Psyche auf, wozu Menschen fähig sind oder eben nicht. Man macht sich heutzutage viel zu wenig Gedanken darüber, was geschriebene oder gesagte Worte anrichten können. Und durch die Anonymität im Internet lässt man sich doch leichter zu verwerflichen, unreflektierten Aussagen hinreisen die man von Angesicht zu Angesicht niemals äußern würde. Ohne wirkliche Konsequenzen dafür zu erleben. Spannende Auseinandersetzung mit dem Thema Soziale Medien mit einem Blick in die Abgründe der menschlichen Psyche.

  • Manfred Walter

    aus Linz

    5/5

    10.10.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschütternd nah am Vorstellbaren!

    Ich muss gleich zu Beginn gestehen: ich bin ein Oppitz-Groupie! Zumindest was seine Bücher angeht. "Auswandertag" und "Landuntergang" sind zwei herrlich tragik-komische Werke, die in keinem wohlsortiertem Bücherregal fehlen sollten. Mit der "Hinrichtung des Martin P." hat sich Klaus Oppitz auf komplett neues Terrain gewagt. Weg vom bitter-zynisch-satirischem hin zu einer Gesellschaftsreportage, die zwar frei erfunden ist, aber ebenso gut hundertprozentig wahr sein könnte. Ich muss vorwegschicken, dass ich mich selbst schon seit Jahren intensivst mit der Thematik "Hass im Netz" befasse und in den diversen Foren und auf den Plattformen der (a)sozialen Medien einiges zu lesen bekam. Daher war die Thematik des Buches für mich greifbar, ohne jegliche Verständnisprobleme. Es sind aber keine Vorkenntnisse über die Funktionalitäten der Internetkommunikation nötig um von diesem Werk, ja ich schreibe WERK, berührt zu werden. Die letzten Bücher, die mich derart mitgenommen haben, dass ich sie immer wieder weglegen musste, waren Victor Hugos "Letzter Tag im Leben eines Verurteilten" und Eric Emmanuel Schmitts "Oscar und die Dame in Rosa". Allen dreien ist gemein, dass man als Leser das Geschehen auf Augenhöhe miterlebt, sich hineinlebt. Die Charaktere in Oppitz'Buch sind sehr plastisch dargestellt und man ertappt sich immer wieder dabei, dass man denkt, das könnt der Nachbar, die Nachbarin sein. Die Geschichte könnte sich auch in der Nachbarschaft abspielen. Das Ende..... ....nein, das verrate ich nicht! ;) Absolute Kaufempfehlung!

  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    09.10.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Jeder hat seinen Preis

    Martin P. ist ein Durchschnittsbürger. Er ist seit längerem arbeitslos. Wieder einmal fährt er zu einem Vorstellungsgespräch, das sich zunächst Erfolg versprechend aussieht, um wenig später, wieder im Nichts zu verschwinden. Freundin hat er auch keine, nur Rosi, eine ehemalige Arbeitskollegin, trifft er ab und zu. Frustriert über die abermalige Ablehnung postet er betrunken, in den Sozialen Medien, das was sich viele denken: Den Mörder eines kleinen Mädchens eigenhändig zu töten. Als er dann von höchster Stelle, ein Jobangebot erhält, ist dies diesem Posting geschuldet. Doch an diesen Arbeitsvertrag ist eine Bedingung geknüpft... Meine Meinung: Schon der Titel macht neugierig. Martin P. wird hingerichtet? Wieso?Weshalb?Warum? Auch die drei Kapitelüberschriften „Tat“, „Urteil“ und „Strafe“ verkünden Unheil. Was ist die Tat? Der Mord an dem kleinen Mädchen? Oder das Hassposting? (Wieder einmal eine b’soffene G’schicht, die aus dem Ruder gelaufen ist?) Das Urteil? Die (fiktive) Todesstrafe für Tim? Oder die Anordnung der Ausführung für Martin? Die Strafe? Das Weiterleben von Martin P. mit einem Schuldenberg, den er niemals abzahlen kann und einem schlechten Gewissen? In diesem Thriller sieht man, wohin betrunken oder gedankenlos Ausgesprochenes bzw. in den Sozialen Medien Gepostetes führen kann. Auch wenn diese Geschichte fiktiv ist, so kann jede unbedachte Äußerung ungeahnte Ausmaße annehmen und sich verselbständigen. Außerdem ist klar erkennbar, dass jeder seinen Preis hat. Das Cover ist in seiner Schlichtheit genial. Der Schreibstil ist dem Genre angepasst. Kurze, knappe Sätze. Die direkte Rede statt mit Anführungszeichen mit Bindestrichen zu kennzeichnen, ist anfangs gewöhnungsbedürftig, scheint aber das Zeichen der Zeit zu sein. Fazit: Ein Thriller, der nachdenklich macht. Gerne gebe ich hier 5 STerne.

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