Der Roman wurde weltberühmt, weil er wie unter einem Brennglas die Zeit von 1805 bis 1812 aus russischer Sicht in einzigartiger Geschlossenheit darstellt. Es wird fast ausschliesslich aus der Perspektive einzelner russischer Adliger erzählt, die sich wechselseitig beeinflussen. Es werden Schlachten (beispielsweise die Schlacht bei Austerlitz oder die Schlacht von Borodino) beschrieben, wichtige historische Begebenheiten wie der Brand Moskaus im Jahr 1812, aber auch Teestunden, Bälle, Jagden, Konferenzen und Volksaufläufe. Dabei nimmt der Verfasser weitgehend eine allgemeine Position ein, aus der er auch historische oder militärtheoretische Überlegungen anstellt. Viele Szenen, hauptsächlich die Diskussionen und Gespräche innerhalb der Adels- und Regierungskreise in St. Petersburg, sind auf Französisch geschrieben, der damals im russischen Adel vorherrschenden Sprache. Tolstoi zeichnete ein detailgetreues Abbild des russischen Adels, an den sich der Roman auch richtete, wobei er einige Figuren des Romans nach real existierenden Personen zeichnete, beispielsweise Fürst Kutusow oder die Adelsfamilie Wolkonski, die er im Roman Bolkonski nennt.
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Krieg und Frieden: Ein Appell für Frieden und Menschenrechte
Richard Josef Schindler am 19.02.2025
Bewertungsnummer: 2416951
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Als Christ mit jüdischen Wurzeln möchte ich vor meinen Geschichtsbewusstsein eine singuläre Meinung äußern. Homer prägte den Stil der antiken griechischen Literatur. Wenn man Menschen idealisiert und erhöht, ist deren menschliches Leiden und Scheitern eine Anregungen sich selbst zu fragen, ist Krieg ein Weg, um für Freiheit und Selbständigkeit und Unabhängigkeit wie in den USA zu kämpfen. Friedrich Schiller hat dies mit seinen Tragödien beschrieben wie Maria Stuart oder die Jungfrau von Orleans. Thomas Mann hat diese Art aufgegriffen. Man muss seinen Lesern, was ein Dichter wahrhaft gefühlt hat, dem Gefühl der anderen nahe bringen. Wenn dies gelingt, sagt Rabindranath Tagore ist es von Bedeutung. Wenn man diesen Gedanken folgt, dann gelingt es, man muss für seine Werte kämpfen und damit ist es der Weg, man muss kämpfen für seine Werte wie ein Don Quijote (El Cid) noch tiefer wie die Juden es getan haben und bereit sein, auch Krieg zu führen aber nur als letztes Mittel. Napoleon Bonaparte hatte den Code du Civil nach Deutschland gebracht. Napoleon Bonaparte war von Alexander dem Großen fasziniert. Deshalb griff Napoleon Bonaparte die Idee von Gottfried Wilhelm Leibniz auf und machte seinen Ägypten Feldzug. Dies bewirkte, dass die Hieroglyphen entziffert werden konnten und die Papyrus Ebers und Rhind gelesen werden konnte. Aber Napoleon Bonaparte war dem Elite Denken verhaftet. Er hatte keine demokratische Legimitation und wollte eine Familiendynastie errichten. Also war er ein Antidemokrat. Aber er war ein Beispiel dafür, was ein einzelner mit seiner Machtfülle bewirken kann. Daraus folgt für Demokraten je größer die Machfülle, um so eher muss dessen Amtszeit begrenzt sein. Und in diesem Sinne verstehe ich den Titel des Buches. Frieden und Demokratie gibt es nur, wenn man bereit ist auch mit Krieg für seine Werte ein zu stehen. Aber Frieden ist das Ziel. Und das hatte wie kein zweiter der größte Algebraiker Ludwig Wittgenstein verstanden und mit seinem Lebensweg gezeigt. Ludwig Wittgenstein war stolz ein Jude zu sein von seinen geistigen Wurzeln. Und er war inspiriert von L . N. Tolstoi Kurze Darlegung des Evangelium und Blaise Pascal nahm Jesus von Nazareth zu seinem persönlichen Vorbild, denn er war auch von René Descartes und vorallem von Bertrand Russell und damit von Gottfried Wilhelm Leibniz durch seinen Lehrer in Cambridge inspiriert.