Die Entwicklung der Kulturnation Deutschland und die Rolle des kulturhistorischen Museums
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
06.05.2019
Verlag
GRINSeitenzahl
12 (Printausgabe)
Dateigröße
481 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668932944
Nachdem sich 1806 mit der Unterzeichnung des Rheinbundaktes 16 deutsche Staaten vom Heiligen Römischen Reich deutscher Nation lossagten, entsagte Franz II. dem Kaisertitel und das einst so mächtige Reich ging unter. Die deutsche Nation aber, die sich nicht durch geographische Grenzen oder eine einheitliche Politik definierte, entstand noch vor der historischen Entstehung des deutschen Nationalstaats. Die Kämpfe zwischen 1806-1813 gegen die französische Besatzung besiegelten das Band der Zusammengehörigkeit zwischen den einzelnen deutschen Staaten. Auf der Landkarte noch voneinander getrennt, verband die Deutschen etwas Anderes miteinander: Traditionen, die Sprache, Bräuche, und Erinnerungen - die Kultur. Während die deutsche Nation zur Zeit des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation die wohl grösste räumliche Zersplitterung erlebte, erwachte das Goldene Zeitalter der deutschen Kultur innerhalb der Landesgrenzen. Schiller, Goethe, Kant und Beethoven sind dabei nur einige wenige Namen, die genannt werden müssen.
Der Begriff "Nation" war im deutschen Sprachraum ein entpolitisierter Begriff, durch den erst recht nicht vorgeschrieben wurde (oder werden konnte?), wie oder wodurch sich die Kultur zu entwickeln hatte. Und gerade durch diese Offenheit, die über die Landesgrenzen hinausging, nahm Deutschland viele Impressionen von aussen auf und liess sie in seine eigene Kultur miteinfliessen. Die zentrale Lage auf dem europäischen Kontinent war dabei noch zusätzlich von Vorteil.
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