Produktbild: Märchen aus meinem Luftschutzkeller

Märchen aus meinem Luftschutzkeller Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.09.2019

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21.5/13.2/2.5 cm

Gewicht

334 g

Originaltitel

Kazki mogo bomboschovišža

Übersetzt von

Claudia Dathe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7099-7253-3

Beschreibung

Rezension

„Der Roman ist in einer sehr feinsinnigen Sprache verfasst, die bei aller Ironie nicht karikiert, sondern den Hausbewohnern Empathie angedeihen lässt. Es ist der erste ins Deutsche übersetzte Roman von Tschupa, hoffentlich folgen andere; sozialkritische Literatur kann es, Teufel noch mal, gar nicht genug geben.“
neues deutschland, Mario Pschera
„Der Autor ruft eine erstaunliche atmosphärische Bandbreite auf, die von euphorisch über tragikomisch bis hin zu absurd und tief ernsthaft reicht. Auch sprachlich zieht Tschupa, der auch Lyrik verfasst, alle möglichen Register, in denen aber immer ein rotzig-punkiger Ton mitschwingt.“
Der Standard ALBUM, Ingo Petz
„humorvoll, melancholisch“
Die Presse am Sonntag, Jutta Sommerbauer
„Ein von absurder Komik getragener, herausragender Erzählband …“
Börsenblatt
„ein bunter Reigen exzentrischer Figuren und skurriler Ereignisse“
ekz. Bibliotheksservice, Dorothea Trottenberg
„ein schillerndes sprachliches wie auch thematisches Mosaik“
literaturkritik.de, Daniel Henseler
„grandios konzipiert und sprachlich sehr überzeugend“
feinerbuchstoff.com, Alexandra Wögerbauer-Flicker
„Oleksij Tschupas ,Märchen aus meinem Luftschutzkeller‘ überzeugen durch eine emotionale Bandbreite, die von Passivität und Depression über Zuversicht und Aktionismus bis hin zu Euphorie reicht. Damit einher geht eine Stilmischung, die zahlreiche Register abdeckt: Manches ist ironisch und witzig, anderes kommt zärtlich und einfühlsam daher. Dann wieder dominiert das Absurde oder gar ein brutaler Jargon. Da und dort findet sich auch Unheimliches, Magisches ... Alles zusammen erschafft ein schillerndes sprachliches wie auch thematisches Mosaik, das aber durch die gegebene Einheit von Ort und Zeit stets zusammengehalten wird.“
literaturkritik.de, Daniel Henseler
„Oleksij Tschupa überzeugt mit einer bildstarken pulsierenden Sprache ... Die Geschichten des Romans entlarven die Absurdität des menschlichen Lebens radikal, die Direktheit, mit der Oleksij Tschupa erzählt, hat etwas Schonungsloses und weckt gleichzeitig das Interesse für das Haus und die darin wohnenden Menschen in einem brütend heissen Juli im Donbass.“
Der Hotlistblog, Liliane Studer

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.09.2019

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21.5/13.2/2.5 cm

Gewicht

334 g

Originaltitel

Kazki mogo bomboschovišža

Übersetzt von

Claudia Dathe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7099-7253-3

Herstelleradresse

Haymon
Erlerstr. 10/2
6020 Innsbruck
AT
office@haymonverlag.at

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  • Bewertung

    5/5

    27.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Skurrile Gestalten, die uns an...

    Skurrile Gestalten, die uns an einem Tag in einem Mehrfamilienhaus in der Ukraine begegnen. Wilde Geschichten - sehr unterhaltsam, mal grotesk, mal absurd, fast immer hervorragend! Dieser Titel ist das erste Buch des ukrainischen Autors Oleksij Tschupa, das auf deutsch erscheint.

  • Miss.mesmerized

    5/5

    13.10.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Oleksij Tschupa - Märchen aus meinem Luftschutzkeller

    Ein Haus im ostukrainischen Makijiwka. Die Bewohner leiden unter der brütenden Sommerhitze und unter ihren Nachbarn; oder den Familienangehörigen; oder dem Dasein ganz allgemein. Erdgeschoss, erster Stock, zweiter Stock, dritter Stock: jeweils drei Wohnungen mit drei Schicksalen. Die verrückte Labuha aus dem Parterre bringt mit ihrer lauten Musik und den nie enden wollenden Partys alle um den Verstand, außer vielleicht Klawa aus dem Stockwerk über ihr, denn die ist seit Jahrzehnten taub und kann sich kaum mehr mit ihrer Tochter und dem Enkel verständigen. Auch Forman im zweiten und seinen Freunden ist das heute wohl egal, nachdem sie zu plötzlichem Reichtum gekommen sind, muss geplant werden, was mit dem Geld zu tun ist. Derweil erweckt Olena ihre Großmutter mit isländischer Musik wieder zum Leben und zum ersten Mal seit Jahren reden die beiden Frauen wirklich miteinander. Zwölf Wohnungen, zwölf Geschichten, die Tschupa belauscht in einem Haus, das heute im Kriegsgebiet steht. Literatur aus der Ukraine ist mir wenig bekannt, aber Oleksij Tschupas Text weist für mich einige Gemeinsamkeiten auf, die ich in osteuropäischen Bücher wiederholt gefunden habe. Auch er leitet nicht lange ein, sondern stürzt den Leser ins Geschehen, das schonungslos und direkt die Dinge beim Namen nennt. Wir befinden uns nicht in einer Märchenwelt, sondern in der unbarmherzigen Realität, die es mit den Figuren nicht immer gut meint. Es braucht bisweilen einen gewissen Humor oder Zynismus, um dies zu ertragen. Viel mehr als den Hauseingang scheinen die Figuren nicht zu teilen. Wobei doch eine gewisse Melancholie über allen Episoden schwebt, vermutlich ist es genau dies, was auch in zwei der Geschichten anklingt, in denen der schwermütige Charakter der slawischen Literatur erwähnt wird, der sich unweigerlich auch auf die Leser niederschlagen muss. Ob die Menschen wegen der Literatur so sind oder die Literatur wegen der Menschen und der Lebensumstände, sei dahingestellt. Besonders hat mir gefallen, dass die Bandbreite unheimlich groß ist; wir erleben Kinder ebenso wie junge und mittlere Erwachsene und die Alten, die das Ende ihres Lebens bereits kommen sehen. Die Kinder sind mir hierbei vor allem aufgefallen: obwohl es mehrere von ihnen im Haus gibt, scheinen sie keinen Kontakt zueinander zu haben, sondern ausgesprochen isoliert zu sein. Dass diese Einsamkeit nicht guttut, liegt auf der Hand und so ist auch ihr trauriges Schicksal nicht weiter verwunderlich. Mehr noch war ich jedoch von den alten Frauen beeindruckt – die Männer werden nicht alt in der Ukraine, scheinbar flüchten sie sich vorher in den Tod. Unfreiwillig erleben sie ebenfalls eine Isolation wie die Kinder. Zwar mag die Familie physisch nah sein, es fehlt jedoch die Verbindung zwischen den Generationen. Neben den Geschichten, die mich jede auf ihre Weise ansprechen konnte, überzeugte mich Tschupa aber mit Zweierlei: er schafft es ausgezeichnet die Gegebenheiten in Worte zu fassen. Das Schwanken zwischen überbordendem Humor und erschreckend abstoßend lässt einem manchmal jedoch geradezu schwindelig werden. An anderen Stellen findet er großartige Metaphern wie beispielsweise bei Iryna, die sich und ihre Welt als Insel begreift, ein Motiv, das nicht nur wunderbar zur Figur passt, sondern auch überzeugend durch die ganze Episode hindurchgeführt wird. Vieles ist voller Gegensätze in Oleksij Tschupas Roman. Es beginnt beim Titel, in dem die Begriffe Märchen und Luftschutzkeller zusammengebracht werden und dem grell-bunten Cover, dem ein schwarzer Hintergrund auf der Rückseite entgegensteht. Im Haus ist Leben in allen Facetten, tatsächlich jedoch wird die Region seit Jahren von Krieg und Tod beherrscht. Mal lacht man, man wird man nachdenklich, aber immer scheint man sich nur im Extrem bewegen zu können und so bleibt das Buch auch ganz sicher bei keinem Leser ohne nachhaltigen Eindruck.

  • Bewertung

    aus Mainz

    5/5

    13.10.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Haus im ostukrainischen…

    Ein Haus im ostukrainischen Makijiwka. Die Bewohner leiden unter der brütenden Sommerhitze und unter ihren Nachbarn; oder den Familienangehörigen; oder dem Dasein ganz allgemein. Erdgeschoss, erster Stock, zweiter Stock, dritter Stock: jeweils drei Wohnungen mit drei Schicksalen. Die verrückte Labuha aus dem Parterre bringt mit ihrer lauten Musik und den nie enden wollenden Partys alle um den Verstand, außer vielleicht Klawa aus dem Stockwerk über ihr, denn die ist seit Jahrzehnten taub und kann sich kaum mehr mit ihrer Tochter und dem Enkel verständigen. Auch Forman im zweiten und seinen Freunden ist das heute wohl egal, nachdem sie zu plötzlichem Reichtum gekommen sind, muss geplant werden, was mit dem Geld zu tun ist. Derweil erweckt Olena ihre Großmutter mit isländischer Musik wieder zum Leben und zum ersten Mal seit Jahren reden die beiden Frauen wirklich miteinander. Zwölf Wohnungen, zwölf Geschichten, die Tschupa belauscht in einem Haus, das heute im Kriegsgebiet steht. Literatur aus der Ukraine ist mir wenig bekannt, aber Oleksij Tschupas Text weist für mich einige Gemeinsamkeiten auf, die ich in osteuropäischen Bücher wiederholt gefunden habe. Auch er leitet nicht lange ein, sondern stürzt den Leser ins Geschehen, das schonungslos und direkt die Dinge beim Namen nennt. Wir befinden uns nicht in einer Märchenwelt, sondern in der unbarmherzigen Realität, die es mit den Figuren nicht immer gut meint. Es braucht bisweilen einen gewissen Humor oder Zynismus, um dies zu ertragen. Viel mehr als den Hauseingang scheinen die Figuren nicht zu teilen. Wobei doch eine gewisse Melancholie über allen Episoden schwebt, vermutlich ist es genau dies, was auch in zwei der Geschichten anklingt, in denen der schwermütige Charakter der slawischen Literatur erwähnt wird, der sich unweigerlich auch auf die Leser niederschlagen muss. Ob die Menschen wegen der Literatur so sind oder die Literatur wegen der Menschen und der Lebensumstände, sei dahingestellt. Besonders hat mir gefallen, dass die Bandbreite unheimlich groß ist; wir erleben Kinder ebenso wie junge und mittlere Erwachsene und die Alten, die das Ende ihres Lebens bereits kommen sehen. Die Kinder sind mir hierbei vor allem aufgefallen: obwohl es mehrere von ihnen im Haus gibt, scheinen sie keinen Kontakt zueinander zu haben, sondern ausgesprochen isoliert zu sein. Dass diese Einsamkeit nicht guttut, liegt auf der Hand und so ist auch ihr trauriges Schicksal nicht weiter verwunderlich. Mehr noch war ich jedoch von den alten Frauen beeindruckt – die Männer werden nicht alt in der Ukraine, scheinbar flüchten sie sich vorher in den Tod. Unfreiwillig erleben sie ebenfalls eine Isolation wie die Kinder. Zwar mag die Familie physisch nah sein, es fehlt jedoch die Verbindung zwischen den Generationen. Neben den Geschichten, die mich jede auf ihre Weise ansprechen konnte, überzeugte mich Tschupa aber mit Zweierlei: er schafft es ausgezeichnet die Gegebenheiten in Worte zu fassen. Das Schwanken zwischen überbordendem Humor und erschreckend abstoßend lässt einem manchmal jedoch geradezu schwindelig werden. An anderen Stellen findet er großartige Metaphern wie beispielsweise bei Iryna, die sich und ihre Welt als Insel begreift, ein Motiv, das nicht nur wunderbar zur Figur passt, sondern auch überzeugend durch die ganze Episode hindurchgeführt wird. Vieles ist voller Gegensätze in Oleksij Tschupas Roman. Es beginnt beim Titel, in dem die Begriffe Märchen und Luftschutzkeller zusammengebracht werden und dem grell-bunten Cover, dem ein schwarzer Hintergrund auf der Rückseite entgegensteht. Im Haus ist Leben in allen Facetten, tatsächlich jedoch wird die Region seit Jahren von Krieg und Tod beherrscht. Mal lacht man, man wird man nachdenklich, aber immer scheint man sich nur im Extrem bewegen zu können und so bleibt das Buch auch ganz sicher bei keinem Leser ohne nachhaltigen Eindruck.

  • Forti

    4/5

    13.01.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Ost-Ukraine vor dem Krieg

    "Märchen aus meinem Luftschutzkeller" ist das erste Buch des ukrainischen Schriftstellers Oleksij Tschupa, das auf Deutsch erscheint. Die einzelnen Kapitel beziehen sich immer auf eine andere Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Ost-Ukraine. In Form einer Kurzgeschichte wird jeweils das Leben des oder der jeweiligen Bewohner beschrieben. Jedes Kapitel, jeder Bewohner hat seine eigene Geschichte und auch seine eigene Erzählart – sprachlich fand ich das sehr abwechslungsreich. Es versammelt sich hier ein buntes Ensemble an Persönlichkeiten, das einen Querschnitt durch die ukrainische Gesellschaft bildet. Das ganze ist natürlich sehr verdichtet und in dem einen oder anderen Fall vielleicht auch etwas überspitzt dargestellt, aber ich fand es dennoch sehr interessant, auf die Art und Weise Einblick in ein Land zu bekommen, über das die meisten von uns Deutschen doch eher wenig wissen. Ob man das Buch nun als Roman oder Kurzgeschichtensammlung bezeichnet – eine fortlaufende Handlung über das ganze Buch hinweg gibt es jedenfalls nicht. Für mich war das aber auch ok so. Das Buch spielt vor dem Ukraine-Krieg – der schon vor dem Krieg bestehende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine (bzw. zwischen Russischstämmigen und Ukrainern) wird hier auch nur minimal angedeutet. Für mich erklärt dieses Buch also nicht den Krieg, war aber dennoch ein interessanter Einblick in ein eher fremdes Land.

  • Miro

    aus Wels

    4/5

    31.10.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Skurrile Episoden aus den einzelnen Leben eines Mehrpateienhaus.

    Ein Haus in Makijiwka in der südlichen Ukraine steht hier im Zentrum des Geschehens. Erdgeschoss, erster, zweiter und dritter Stock. Jeweils drei Wohnungen und ihre BewohnerInnen. Wie Kurzgeschichten lesen sich die einzelnen Schicksale, die in einem brütend heißen Sommer ihr Dasein fristen. Die Hausbewohner haben wenig miteinander zu tun. Ihr einziger Berührungspunkt ist ihre Adresse. Es kümmert sie nicht, was in den anderen Wohnungen geschieht. Außer es lässt sich nicht ignorieren, so wie die alte Labuha aus Wohnung 12, die ständig feiert, zu viel trinkt und immer macht, was sie will, denn sie steht unter dem Schutz eines hochrangigen Politikers. Es gibt eine Wohngemeinschaft aus Kleinganoven, die zufällig zu Geld gekommen sind und jetzt ein Denkmal bauen möchten. Es gibt Kinder, die aufs Erwachsenwerden warten und alte Menschen, die aufs Sterben warten. Es gibt Liebe in diesem Haus und Ausweglosigkeit, Sprachlosigkeit und wiedergefunde Sprache, Freude und Leid, Gemeinschaft und Einsamkeit, Hoffnung und böse Träume. Oleksij Tschupas Figuren sind zum Teil sehr extrem. Es sind skurrile Charaktere mit ganz besonderen Vorstellungen und Ideen. Sie geben dem Buch einen Hauch Absurdität. Das Buch lässt sich am besten mit Punkrock vergleichen: es ist laut, es pulsiert vor Leben und es gibt nichts, was es nicht gibt!

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