Zur finanzwirtschaftlichen Beurteilung von Factoringverträge
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Erscheinungsdatum
01.07.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
22 (Printausgabe)
Dateigröße
811 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783638288132
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich BWL - Investition und Finanzierung, Note: 2,0, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg (Internationales Finanzmanagement), Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Zahlen die Kunden nicht fristgerecht, kann
ein Unternehmen ebenfalls seinen Verbindlichkeiten nicht nachkommen und bringt somit
andere Unternehmen in die gleiche Bedrängnis. "Denn die Liquidität eines Unternehmens ist
zu verstehen als seine Fähigkeit, die Fristigkeit der Mittelanlagen mit der Mittelverwendung
deckungsgleich zu bringen und noch etwas Reserve zugunsten der kurzfristig zu
regulierenden Verpflichtung übrig zu behalten."1.
Heutzutage ist der Liquiditätsbedarf der Unternehmen höher denn je. Die Gründe hierfür
liegen vor allem in den verspäteten Zahlungseingängen auf offene Forderungen mit einem
Zahlungsziel von 20 Tagen, die jedoch erst nach durchschnittlich 44 Tagen beglichen
werden. Zwar besteht die Möglichkeit der kurzfristigen Finanzmittelbeschaffung auf dem
Kapitalmarkt, was jedoch die weiteren Kosten erhöhen, die Bilanzstruktur verlängern und
zudem für einen höheren Verschuldungsgrad der Unternehmung sorgen würde. Diese sich
immer weiter drehende Spirale würde dann zwangsläufig zu einer Herabsetzung des Rating
der Unternehmung führen, wodurch sich die Aussicht auf künftige Investitionen
verschlechtern würde, da die einst erworbene Kreditwürdigkeit nicht mehr vorhanden wäre.
Aufgrund eines zu hohen Verschuldungsgrades haben viele Kreditinstitute ohnehin ihre
Vergabe von Krediten in den letzten Jahren begrenzt. Die enorm angestiegene Anzahl an
Insolve nzen, über 40.000 im Jahr 2003, konnte daneben die Haltung der Banken natürlich
nicht verbessern. 2
Um nicht in diesen abwärts treibenden Strudel hineingesogen zu werden, bestehen für die
Unternehmen Alternativen der kurzfristigen Finanzmittelbeschaffung. Diese
Finanzierungsinstrumente zeichnen sich dadurch aus, dass sie dem Unternehmen einerseits
kurzfristig Liquidität verschaffen, so dass ein ggf. angebotener Skonto gesichert werden kann
und andererseits nicht zu einer Bilanzverlängerung führen. D.h. das Unternehmen kann ohne
eine Erhöhung des Verschuldungsgrades die anstehenden Verbindlichkeiten begleichen. Zu
diesen Finanzierungsinstrumenten zählen das Leasing, das Factoring und die Forfaitierung. In der folgenden Arbeit sollen nun nicht die Finanzierungssurrogate Leasing und
Forfaitierung erläutert werden. Diese Arbeit beschäftigt sich ausschliesslich mit einer
finanzwirtschaftlichen Beurteilung des Factoring als kurzfristiges Finanzierungsinstrument.
1 Zitiert nach Schmitt, R. (1968), S. 9.
2 Vgl. Larek, E., Steins, U. (1999).S. 82.
ein Unternehmen ebenfalls seinen Verbindlichkeiten nicht nachkommen und bringt somit
andere Unternehmen in die gleiche Bedrängnis. "Denn die Liquidität eines Unternehmens ist
zu verstehen als seine Fähigkeit, die Fristigkeit der Mittelanlagen mit der Mittelverwendung
deckungsgleich zu bringen und noch etwas Reserve zugunsten der kurzfristig zu
regulierenden Verpflichtung übrig zu behalten."1.
Heutzutage ist der Liquiditätsbedarf der Unternehmen höher denn je. Die Gründe hierfür
liegen vor allem in den verspäteten Zahlungseingängen auf offene Forderungen mit einem
Zahlungsziel von 20 Tagen, die jedoch erst nach durchschnittlich 44 Tagen beglichen
werden. Zwar besteht die Möglichkeit der kurzfristigen Finanzmittelbeschaffung auf dem
Kapitalmarkt, was jedoch die weiteren Kosten erhöhen, die Bilanzstruktur verlängern und
zudem für einen höheren Verschuldungsgrad der Unternehmung sorgen würde. Diese sich
immer weiter drehende Spirale würde dann zwangsläufig zu einer Herabsetzung des Rating
der Unternehmung führen, wodurch sich die Aussicht auf künftige Investitionen
verschlechtern würde, da die einst erworbene Kreditwürdigkeit nicht mehr vorhanden wäre.
Aufgrund eines zu hohen Verschuldungsgrades haben viele Kreditinstitute ohnehin ihre
Vergabe von Krediten in den letzten Jahren begrenzt. Die enorm angestiegene Anzahl an
Insolve nzen, über 40.000 im Jahr 2003, konnte daneben die Haltung der Banken natürlich
nicht verbessern. 2
Um nicht in diesen abwärts treibenden Strudel hineingesogen zu werden, bestehen für die
Unternehmen Alternativen der kurzfristigen Finanzmittelbeschaffung. Diese
Finanzierungsinstrumente zeichnen sich dadurch aus, dass sie dem Unternehmen einerseits
kurzfristig Liquidität verschaffen, so dass ein ggf. angebotener Skonto gesichert werden kann
und andererseits nicht zu einer Bilanzverlängerung führen. D.h. das Unternehmen kann ohne
eine Erhöhung des Verschuldungsgrades die anstehenden Verbindlichkeiten begleichen. Zu
diesen Finanzierungsinstrumenten zählen das Leasing, das Factoring und die Forfaitierung. In der folgenden Arbeit sollen nun nicht die Finanzierungssurrogate Leasing und
Forfaitierung erläutert werden. Diese Arbeit beschäftigt sich ausschliesslich mit einer
finanzwirtschaftlichen Beurteilung des Factoring als kurzfristiges Finanzierungsinstrument.
1 Zitiert nach Schmitt, R. (1968), S. 9.
2 Vgl. Larek, E., Steins, U. (1999).S. 82.
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