Der Mythos vom Patriarchat und der Niedergang des Feminismus Band 1: Plädoyer für eine Historisierung
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.11.2019
Verlag
BoD - Books on DemandSeitenzahl
312 (Printausgabe)
Dateigröße
298 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783750453333
Dieses Buch kritisiert den Begriff des "Patriarchats" als einen Mythos im strengen Sinne - als eine mythische Denkform, die eine pragmatische Funktion für die Ursprungserklärung, die Legitimierung und die Bewusstseinsproduktion der Frauenbewegung übernimmt und die bis zum heutigen Tag regelmässig zur Beglaubigung feministischer Thesen und Geschichtskonstruktionen beschworen wird, deren Behauptungen aber trotz der Bemühungen von zwei oder drei feministischen Generationen niemals empirisch überzeugend begründet wurden.
Ausgehend von der Kritik des Patriarchatsbegriffs plädiert das Buch zudem für eine überfällige Historisierung des zeitgenössischen Feminismus: es ist an der Zeit, ihn als eine selbständige ideengeschichtliche Epoche zu begreifen, die heute an ihr Ende gelangt, weil sie ihre gesellschaftskritische Kraft erschöpft hat. Wie die Emanzipationsbewegungen der Bürger und der Arbeiter vor ihr hat auch die Frauenbewegung das Stadium einer institutionellen Erstarrung erreicht, in dem sie auf eine Logik von Besitzstandswahrung, Feindbildpflege und Machtmissbrauch zusammenschrumpft. Der zeitgenössische Feminismus hat sich von einer ursprünglichen Emanzipationsbewegung in ein Laboratorium kultureller Herrschaftstechniken verwandelt und sich als Kernstück eines ideologischen Verblendungszusammenhangs etabliert, in dem eine Verbindung von Gesinnungsethik und Narzissmus zum neuen Opium des Volkes wird.
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