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Rückkehr nach Reims

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Thomas Ostermeier

Spieldauer

4 Stunden und 38 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

04.12.2020

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

202

Verlag

Tacheles!

Sprache

Deutsch

EAN

9783864846205

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Thomas Ostermeier

Spieldauer

4 Stunden und 38 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

04.12.2020

Hörtyp

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Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

202

Verlag

Tacheles!

Sprache

Deutsch

EAN

9783864846205

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  • Bewertung

    5/5

    18.02.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Horizonterweiternd

    Ich schätze das Buch sehr, hat viel zu meinem Verständnis des heutigen Europa und dessen fast unüberwindlichem ,Kastensystem’ beigetragen. Ein sehr ehrliches Buch, große Empfehlung

  • Bewertung

    5/5

    14.12.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Sollte von jedem gelesen werden,...

    Sollte von jedem gelesen werden, der sich für die Ursachen der Spaltung in unserer Gesellschaft interessiert. Warum wählen Arbeiter nicht mehr Links und wieso fühlen sich intellektuelle Großstädter so entfremdet von der Landbevölkerung. Mögliche Antworten liefert dieses Buch.

  • Uwe Kirstein

    aus Eisenach

    5/5

    21.10.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Ein wichtiger Beitrag zum Diskurs übrigens die europäische Entwicklung

    Ich halte 'Rückkehr nach Reims' für einen sehr interessanten und wichtigen Beitrag im gegenwärtig immer intensiver werdenden Diskurs über die Entwicklung in Europa. Was sind die Gründe für das Erstarken rechter Strömungen und für die zunehmende Rückwärts-Orientierung hin zum Nationalismus in etlichen europäischen Staaten. Am Beispiel seiner Heimat Frankreich beleuchtet Didier Eribon, den ich beim Internationalen Literaturfestival in Berlin im September 2018 kennenlernen durfte, die Entwicklung insbesondere in der Arbeiterklasse von der linken Tradition, die bis etwa zum Beginn der 90er Jahre andauerte, zur zunehmenden Hinwendung zum rechten Front National, insbesondere seit dieser von Marine Le Pen geführt wird. Interessant ist, dass Eribon das Themas anhand seiner eigenen Biographie bzw. der seiner eigenen Familie erläutert. Obwohl schon im Jahre 2009 geschrieben und leider erst 2016 ins Deutsche übersetzt, hat das Buch nichts an Aktualität eingebüßt, ganz im Gegenteil. Auslöser für das Buch war nach seinen Angaben der Tod des Vaters, der ihn veranlasst hat, nach vielen Jahren nach Reims zu seiner Mutter zurückzukehren. Man darf gespannt auf das nächste Buch zu diesem Thema sein, zu dem er sich jetzt nach dem Tod seiner Mutter veranlasst sieht.

  • Juti

    aus HD

    3/5

    22.10.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Autobiografie eines Aufsteiger…

    Autobiografie eines Aufsteigers aus dem Arbeitermilieu Es heißt, die von mir geschätzten Bücher von Annie Ernaux seien nach dem Erscheinen dieses Buches neu ins Deutsche übersetzt worden, deswegen wollte ich es lesen. In der Tat sind Parallelen zu erkennen. Wie Ernaux steigt Eribon aus der Unterschicht auf, ja er hat sogar Brüder, die die Schule abbrechen, während der Autor es sogar schafft an der Uni ein Stipendium zu bekommen. Höhepunkt des Buches ist die Analyse wie eigentlich politisch links stehende Arbeiterkinder zu Wählern der Rechtsradikalen werden. Hauptgrund ist die Migration marokkanischer Einwanderer in das alte Arbeiterviertel, so dass auch die Eltern des Autors umziehen müssen. Einen Stern muss ich abziehen, weil es mir teilweise zu philosophisch wird. Seitenlang beschreibt der Autor, wieso ihm ein Buch von Bourdieu nicht gefällt. Einen weiteren Stern ziehe ich für das Schlusskapitel über Homosexualität ab. Die Vorurteile sind bekannt und langweilten mich. Das Interessante wurde mir nicht ganz klar. Nach dem Studium findet der Autor keine seinem Abschluss entsprechende Stelle. Dank des Schwulenmilieus lernt er eine Journalistin kennen, die ihn bittet zu schreiben. So kommt er wieder in Kontakt zu vor allem ausländischen Universitäten. Wieso er aber heute Professor für Soziologie ist, habe ich nicht verstanden. Also 3 Sterne.

  • Erik Blair

    aus Münster

    1/5

    07.06.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Didier Eribon, der zu den…

    Didier Eribon, der zu den einflussreichsten Intellektuellen Frankreichs gezählt wird, beschreibt in seiner um soziologische und politische Exkurse angereicherten Autobiographie die Rückkehr in seine Heimatstadt Reims und seine durch diese Reise hervorgerufene Reflexion über Themen wie Herkunft und Determinismus, Klassenzugehörigkeit und Politik. Der Autor beginnt damit, dass er sich des zerrissenen Bandes zwischen sich und seinem Vater annimmt. Davon ausgehend gelangt er zu jenem roten Faden, der das ganze Buch durchziehen wird: Dem Ausbrechen aus den Umständen seiner sozialen Herkunft. Er beschreibt wie er früh in seinem Leben den Drang verspürte jenes Milieu hinter sich zu lassen und führt aus, dass er den Grund für diesen Drang lange in der „eingefleischte(n) Homophobie“ seines Vaters sah. Mit den Erlebnissen in Reims wird aber nach und nach klar, dass Eribon diese Annahme zu hinterfragen beginnt. Dazu heißt es: „Aber war es nicht genau diese Annahme, die mich – neben aller Wahrheit, die zweifellos in ihr steckt (..) - dem Gedanken ausweichen ließ, dass ich ebenso sehr mit meinem Milieu als sozialer Klasse gebrochen hatte?“ Das Buch erzählt nicht nur vom Leben Didier Eribons, sondern darüber hinaus noch von dem seiner Eltern und Großeltern, was dem Leser einen Einblick in die Lebensverhältnisse der französischen Arbeiter liefert. Vor dem Hintergrund dieses soziologischen Panoramas geht der Autor auf die politische Entwicklung jenes Milieus und ihr mit den Jahren verändertes Stimmverhalten (von der Kommunistischen Partei hin zum Front National) ein. Interessant ist dieses Buch deswegen, weil es dem Leser sowohl einen Einblick in die französische Gesellschaft als auch in die Kreise der Intellektuellen zu liefern vermag. Dank solcher Bücher ist es nun für jedermann sichtbar, dass die politische Linke im Begriff ist ihre Solidarität mit den nationalen Arbeiterklassen aufzukündigen. Das Vehikel der Revolution scheinen fortan die Einwanderer aus der Dritten Welt zu sein.

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