Beschreibung
Produktdetails
Verkaufsrang
40548
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
01.02.2021
Verlag
Verlag Das Kulturelle GedächtnisSeitenzahl
368
Maße (L/B/H)
21.6/14.6/3.5 cm
Gewicht
611 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-946990-47-5
Es ist eine philologische und verlegerische Sensation: Das Glossarium Teutonicum des Johann Jacob Spreng (1699-1768) wäre das grösste deutsche Wörterbuch seiner Zeit gewesen, wurde aber nie veröffentlicht. Jetzt, gut 250
Jahre später, wird endlich eine Auswahl aus dieser Schatzkammer des deutschen Sprachguts einer breiteren Sprachöffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die damals grösste Sammlung deutscher Wörter war fast druckfertig. Wahrscheinlich hätte sie, wäre sie je gedruckt worden, die deutsche Sprache verändert – denn im „Spreng“ findet sich eine Unzahl höchstungewöhnlicher und heute nicht gebräuchlicher Wörter, die zum Teil selbst im Grimm’schen Wörterbuch nicht zu finden sind – die aber oft sehr einleuchtend, sinnfällig und nicht selten von irisierender Schönheit sind. Nicolas Fink ist in die Tiefen der Basler Archive
getaucht und hat aus zigtausenden Einträgen die sinnfälligsten, schönsten und neubelebenswertesten Wörter (nebst Spreng’schen Erläuterungen) herausgesucht, transkribiert und zusammengestellt. Die Erstveröffentlichung stellt
zwar nur die Essenz des nie veröffentlichten Vielbänders vor, ist aber auch so eine erhebliche Bereicherung, vielleicht gar eine Frischzellekur für die deutsche Sprache.
Jahre später, wird endlich eine Auswahl aus dieser Schatzkammer des deutschen Sprachguts einer breiteren Sprachöffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die damals grösste Sammlung deutscher Wörter war fast druckfertig. Wahrscheinlich hätte sie, wäre sie je gedruckt worden, die deutsche Sprache verändert – denn im „Spreng“ findet sich eine Unzahl höchstungewöhnlicher und heute nicht gebräuchlicher Wörter, die zum Teil selbst im Grimm’schen Wörterbuch nicht zu finden sind – die aber oft sehr einleuchtend, sinnfällig und nicht selten von irisierender Schönheit sind. Nicolas Fink ist in die Tiefen der Basler Archive
getaucht und hat aus zigtausenden Einträgen die sinnfälligsten, schönsten und neubelebenswertesten Wörter (nebst Spreng’schen Erläuterungen) herausgesucht, transkribiert und zusammengestellt. Die Erstveröffentlichung stellt
zwar nur die Essenz des nie veröffentlichten Vielbänders vor, ist aber auch so eine erhebliche Bereicherung, vielleicht gar eine Frischzellekur für die deutsche Sprache.
Kundinnen und Kunden meinen
Hier macht Sprache Spaß!
Bewertung aus Dresden am 18.08.2021
Bewertungsnummer: 1551811
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
„Verfaulwitzen: durch Faulwitz oder Betrieb unnötiger Geschäfte das Nötige versäumen“ – heute heißt es Prokrastinieren. Aber warum eigentlich?
Im 18. Jahrhundert versuchte der Baseler Gelehrte Johann Jacob Spreng ein deutsches Wörterbuch zu verfassen – leider erfolglos. Denn obgleich er sein Leben dem Zusammentragen der Wörter widmete, scheitert das Projekt zu seinen Lebzeiten an fehlenden Subskribenten für die Finanzierung. 100 Jahre später erscheint ein Standardwerk – das Wörterbuch der Deutschen Sprache – zusammengetragen und aufgeschrieben durch die Gebrüder Grimm. Sprengs Lebenswerk jedoch, das das umfassendste Nachschlagewerk der deutschen Sprache werden sollte, gerät in Vergessenheit und bleibt 250 Jahre lang unentdeckt und unveröffentlicht. Der Germanist Heinrich Löffler hat diesen Schatz nun wiederentdeckt und gehoben.
Wie würde die deutsche Sprache heute aussehen, wenn die Finanzierung damals erfolgreich gewesen wäre? Ein Blick in „Eine unerhörte Auswahl vergessener Wortschönheiten aus Johann Jakob Sprengs gigantischem, im Archive gefundenen, seit 250 Jahren unveröffentlichten deutschen Wörterbuch“, dem liebevoll und wunderschön gestalteten Band aus dem Verlag Das Kulturelle Gedächtnis, schafft erste Eindrücke und eröffnet linguistisch völlig neue Perspektiven: Von Aballo (Apfel), über Cocodrill (Krokodil) und Leckerzweig (Süßholz), bis Zipfler (Schmarotzer).
Nicht nur für Sprachliebhaber*innen: Dieses Buch lädt zum Schmökern ein. Gefragt ist der schweifende Blick, der eher zufällig auf einem Begriff landet, sich dabei an den kunstvoll verschnörkelten Versalien orientierend, die die einzelnen Kapitel eröffnen. Mit dem Finger über die Seiten zu gleiten, dabei einzelne Wörter nicht zu suchen, aber trotzdem zu finden – wie in einem Spiel. Viele Wörter sind zudem so schön und anschaulich, dass der Wunsch entsteht sie sofort wieder flottzumachen und zu benutzen. Das ist gelebte Linguistik, so macht Sprache Spaß!
Dieses Wörterbuch ist ein wahres Highlight und ein unverhoffter Schatz – unbedingte Lese- und Schmökerempfehlung!