Die Falkensteiner Lieder sind keine Volksliedersammlung im klassischen Sinn. Wie der Titel dieses Buches sagt, singen sie "Von Trübsal, Schmerzen, Elend gross". Es sind Märtyrerlieder einer Glaubensbewegung, die hierzulande ausgerottet und vergessen wurde und nur durch göttliche Fügung über lange Jahrhunderte der Flucht und Migration überleben konnte: die Täufer. Was sind nun die Falkensteiner Lieder? Lieder, die von verfolgten Täufern in der Gefangenschaft auf Schloss Falkenstein geschrieben und gesungen wurden. Lieder, die in Form der Ballade, des Psalms, des Bekenntnisses, der flehentlichen Bitte, der "klaren Ansage" die Ereignisse "verdichten", die rund 150 Brüder zur Jahreswende 1539/40 zu durchleiden hatten.
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