Lesesozialisation in der Schule. Günstige und ungünstige Dynamiken in der Schule
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
25.03.2021
Verlag
GRINSeitenzahl
12 (Printausgabe)
Dateigröße
609 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346373960
Hierbei wird der prototypische Positivfall an der Mittelschicht-SchülerInnen aufgeführt und der prototypische Negativfall an den Unterschicht-SchülerInnen. Beide Handlungsmuster werden hierbei kontrastiert und unter dem vorhandenen Wissensstand die Frage herausgearbeitet, wie eine Verbindung von Leistungskriterien und Persönlichkeitsbildung zu realisieren ist.
Bei dem Thema Lesesozialisation in der Schule werden oft erst die Wirkungen und Möglichkeiten des Deutschunterrichts in Betracht gezogen, wobei die Rolle der Institution Schule als Sozialisationsinstanz vernachlässigt wird. Dabei stehen Verbesserungen hinsichtlich der Unterrichtsgestaltung klar im Vordergrund, während der institutionelle Rahmen, in dem der Unterricht stattfindet, in den Hintergrund gerät.
Es ist jedoch klar, dass die Schule als formelle Sozialisationsinstanz den sozialen Instruktionen zugeordnet wird und einen pädagogischen Auftrag hat: Die nachwachsenden Individuen der Gesellschaft werden in gezielter und kontinuierlicher Weise mit Lernanforderungen konfrontiert, damit sie sich Wissen aneignen, Kompetenzen ausbilden und Weltorientierungen erwerben. Dieser Auftrag kann jedoch nicht allein durch die didaktische Perspektive betrachtet werden, in der Ziele, Inhalte und Methoden des unterrichtlichen Lehrens im Fokus stehen. Die sozialisationstheoretische Betrachtung bekräftigt, dass die Sozialisationsinstanz Schule für die Schülerinnen und Schüler komplexe soziale Erfahrungsfelder darstellt, in denen das Lernen nicht nur die fachlichen Inhalte eingrenzt.
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