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Unser Teil der Nacht Roman | Litprom-Bestenliste Weltempfänger Sommer 2022

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

43374

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.02.2022

Verlag

Tropen

Seitenzahl

832

Maße (L/B/H)

21.6/15.5/4.9 cm

Gewicht

964 g

Farbe

Seidengrau / Tabak

Auflage

1. Auflage 2022

Originaltitel

Nuestra Parte de Noche

Übersetzt von

Inka Marter + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50161-2

Beschreibung

Rezension

»Enríquez‘ Roman ist nicht nur eine Familiensaga der anderen Art, sondern auch ein düsteres und zugleich erhellendes Epos über ihre Heimat Argentinien.« Victoria Eglau, SWR 2, 08. Mai 2022 ("SWR 2")
»[E]chter Page-Turner mit hohem Suchtfaktor.« Ulf Heise, MDR Kultur, 23. Februar 2022 ("mdr Kultur")
»›Unser Teil der Nacht‹ zeigt, wie vielschichtig und erkenntnisreich ein dezidierter Genreblick sein kann – und dass die Horrorliteratur viel über die Realität erzählen kann.« Sonja Hartl, Büchermagazin, August/September 2022 ("Büchermagazin")
»Letztendlich ist ›Unser Teil der Nacht‹ moderner Horror wie er sein soll: tief in den Genre-Klassikern verwurzelt und doch mit einer ganz eigenen, klischeefreien Stimme, die auch zahlreiche brisante Themen nicht ausspart. Ein literarisches (Horrer-)Meisterwerk!« Tim Lemke, Virus, 15. Juli 2022 ("Virus")
»Grosse Kunst des Erzählens und zugleich auch exzellente Unterhaltung.« Ulrich Noller, WDR 5, 20. Mai 2022 ("WDR 5")
»Mariana Enríquez traut sich etwas. Sie […] überführt eine grosse erzählerische Tradition des 20. mit Wucht und Intensität […] in die Erzählkultur des 21. Jahrhunderts.« Hans Trotha, Deutschlandfunk, 19. Mai 2022 ("Deutschlandfunk")
»Enríquez entwirft hier einen ganzen Kosmos der finsteren Macht, gruselig und reizvoll in seinem Detailreichtum« Bettina Steiner, die Presse, 14. Mai 2022 ("Die Presse")
»Mariana Enríquez [schlägt] einen weiten erzählerischen Bogen von den 1050ern bis in die 1990er Jahre und liefert ein beeindruckendes gesellschaftspolitisches Panorama Argentiniens. […] Es gehört zum Besten, was die reichhaltige argentinische Literatur derzeit zu bieten hat.« Florian Schmid, Neues Deutschland, 15. April 2022 ("nd")
»Ein Mix aus magischem Realismus, alternativen Familienentwürfen und argentinischer Geschichte. Atemberaubend!« Tobias Börner, Emotion, April 2022 ("Emotion")
»Mariana Enriquez nimmt uns mit in die gewaltvolle Geschichte Argentiniens und die albtraumhaften Abgründe der Macht.« Buch-Magazin, März 2022 ("Buch Magazin")

Produktdetails

Verkaufsrang

43374

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.02.2022

Verlag

Tropen

Seitenzahl

832

Maße (L/B/H)

21.6/15.5/4.9 cm

Gewicht

964 g

Farbe

Seidengrau / Tabak

Auflage

1. Auflage 2022

Originaltitel

Nuestra Parte de Noche

Übersetzt von

  • Inka Marter
  • Silke Kleemann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50161-2

Herstelleradresse

Tropen
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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  • F. Himmelstorfer

    aus Linz

    5/5

    12.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein grausames, hypnotisches Epos!

    Ein Vater und sein Sohn auf einem surrealistischen Road-Trip durch das Argentinien der 80er Jahre. Menschen verschwinden spurlos, überall lauert Gefahr und der Vater versucht den jungen Gaspar vor dem Schicksal zu schützen, dass ihm zugedacht ist. Packend erzählt Enriquez eine Geschichte um Geheimbünde der argentinischen Oberklasse und der Militärdiktatur der Post-Diktatur-Ära. Die junge Autorin verwebt in ihrem Roman die unterschiedlichsten Themen, wie den argentinischen und englischen Okkultismus, die Politik der Zeit und die Volksreligiosität ihrer Heimat, dem Nordosten Argentiniens. Durch ihre plastischen Beschreibungen verfällt man schnell diesem teils erbarmungslosen Epos voll magischem Realismus, das trotz der Fülle an unwirklichen Momenten äußerst elegant konstruiert daher kommt. Nicht für Jeden!

  • Ruthild Maria Görschen

    aus Potsdam

    5/5

    29.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mann, Gott oder Teufel?

    Nun ist das dicke Buch fertiggelesen und es gibt keine Fragen mehr. Die letzten Seiten habe ich mehrmals gelesen, um zu verstehen, was passiert ist. Es bleibt wenig offen und dieses Wenige muss auch offen bleiben, denn die Geschichte entwickelt sich weiter. Ohne uns! Denn der Mensch darin entwickelt sich, er braucht Zeit und er lernt. Juan Peterson, das ist der Mann, um den sich hier alles dreht. Das Medium, das der geheime Orden haben wollte und brauchte, um sich für alle Ewigkeit die Unsterblichkeit zu sichern. Die Hüter des Geheimbundes kauften Juan bereits als Kind seinen Eltern ab. Der Vater war froh, die Verantwortung für den schwer herzkranken Jungen los zu sein. Die Mutter nicht. Ich habe mir den erwachsenen Juan immer ein wenig wie David Bowie vorgestellt, wie von einem anderen Stern, Frauen und Männer liebend und in jeder Beziehung außergewöhnlich talentiert. Und tatsächlich taucht ja der junge DB im Buch später leibhaftig auf und begegnet in London den Protagonisten. Juan hat noch einen etwas älteren Bruder: Luis, über den wir später mehr erfahren. Juan heiratet Rosario und geht damit eine unfreiwillige, aber bewusste Verbindung zu der schlimmsten Schwiegermutter ein, die man sich nur vorstellen kann. Mercedes ist das pure Böse, die selbst ernannte Chefin des weit verzweigten und unendlich reichen Geheimbundes. Ist Juan nun ein Gott, ist er begabt oder verflucht? „Die Götter verhalten sich immer wie die Menschen, die sie machen.“ (Seite 429) Auf jeden Fall ist Juan das stärkste Medium, dass der Orden jemals hatte. Er versucht oft, sich abzugrenzen und teilweise gelingt es ihm auch. Mit all seiner gewaltigen Macht versucht Juan seinen Sohn Gaspar zu schützen, damit ihn der Orden nicht in seine Fänge bekommt. Oft klingt die Schwermut einer Violeta Parra durch die Zeilen, die am Ende ihres Lebens „Gracias a la Vida“ komponiert und sich im Anschluss daran umgebracht hat. Bei der verstörenden Coverabbildung fehlen die Flügel, der Körper und die Umgebung des gefallenen Engels. Ein wenig vom Rest des Gemäldes lässt die Rückseite erkennen und das ist mir vorher – ehrlich gesagt – gar nicht aufgefallen, erst jetzt, wo ich mich mit dem Gemälde beschäftige. Dieses Buch hält überhaupt so viele Überraschungen bereit, dass man nicht in der Lage wäre, sie alle aufzuzählen, selbst wenn man Spoiler in Kauf nähme. Und es ist ja keineswegs ausgeschlossen, dass viele der Vorkommnisse im realen Leben auch so passieren (Woher weiß die Autorin das alles?), denn momentan ist ja das Satanische auf dem Vormarsch in unserer Welt und das Gegengewicht scheint zu fehlen oder nicht stark genug zu sein. (Ich hoffe, ich irre mich!) „Jedes Vermögen wird auf dem Leid anderer aufgebaut, und das unsere, auch wenn es auf einzigartige und ungewöhnliche Weise zustande kam, ist keine Ausnahme.“ (Zitat Rosario, Seite 438) Mein Fazit: Schreib noch ein paar Bücher, Mariana Enriquez, ich werde sie alle lesen, sogar auf Spanisch, wenn's sein muss. Und noch was, gibt's auch 10 Sterne?

  • ninchenpinchen

    aus Potsdam

    5/5

    29.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mann, Gott oder Teufel? Nun…

    Mann, Gott oder Teufel? Nun ist das dicke Buch fertiggelesen und es gibt keine Fragen mehr. Die letzten Seiten habe ich mehrmals gelesen, um zu verstehen, was passiert ist. Es bleibt wenig offen und dieses Wenige muss auch offen bleiben, denn die Geschichte entwickelt sich weiter. Ohne uns! Denn der Mensch darin entwickelt sich, er braucht Zeit und er lernt. Juan Peterson, das ist der Mann, um den sich hier alles dreht. Das Medium, das der geheime Orden haben wollte und brauchte, um sich für alle Ewigkeit die Unsterblichkeit zu sichern. Die Hüter des Geheimbundes kauften Juan bereits als Kind seinen Eltern ab. Der Vater war froh, die Verantwortung für den schwer herzkranken Jungen los zu sein. Die Mutter nicht. Ich habe mir den erwachsenen Juan immer ein wenig wie David Bowie vorgestellt, wie von einem anderen Stern, Frauen und Männer liebend und in jeder Beziehung außergewöhnlich talentiert. Und tatsächlich taucht ja der junge DB im Buch später leibhaftig auf und begegnet in London den Protagonisten. Juan hat noch einen etwas älteren Bruder: Luis, über den wir später mehr erfahren. Juan heiratet Rosario und geht damit eine unfreiwillige, aber bewusste Verbindung zu der schlimmsten Schwiegermutter ein, die man sich nur vorstellen kann. Mercedes ist das pure Böse, die selbst ernannte Chefin des weit verzweigten und unendlich reichen Geheimbundes. Ist Juan nun ein Gott, ist er begabt oder verflucht? „Die Götter verhalten sich immer wie die Menschen, die sie machen.“ (Seite 429) Auf jeden Fall ist Juan das stärkste Medium, dass der Orden jemals hatte. Er versucht oft, sich abzugrenzen und teilweise gelingt es ihm auch. Mit all seiner gewaltigen Macht versucht Juan seinen Sohn Gaspar zu schützen, damit ihn der Orden nicht in seine Fänge bekommt. Oft klingt die Schwermut einer Violeta Parra durch die Zeilen, die am Ende ihres Lebens „Gracias a la Vida“ komponiert und sich im Anschluss daran umgebracht hat. Bei der verstörenden Coverabbildung fehlen die Flügel, der Körper und die Umgebung des gefallenen Engels. Ein wenig vom Rest des Gemäldes lässt die Rückseite erkennen und das ist mir vorher – ehrlich gesagt – gar nicht aufgefallen, erst jetzt, wo ich mich mit dem Gemälde beschäftige. Dieses Buch hält überhaupt so viele Überraschungen bereit, dass man nicht in der Lage wäre, sie alle aufzuzählen, selbst wenn man Spoiler in Kauf nähme. Und es ist ja keineswegs ausgeschlossen, dass viele der Vorkommnisse im realen Leben auch so passieren (Woher weiß die Autorin das alles?), denn momentan ist ja das Satanische auf dem Vormarsch in unserer Welt und das Gegengewicht scheint zu fehlen oder nicht stark genug zu sein. (Ich hoffe, ich irre mich!) „Jedes Vermögen wird auf dem Leid anderer aufgebaut, und das unsere, auch wenn es auf einzigartige und ungewöhnliche Weise zustande kam, ist keine Ausnahme.“ (Zitat Rosario, Seite 438) Mein Fazit: Schreib noch ein paar Bücher, Mariana Enriquez, ich werde sie alle lesen, sogar auf Spanisch, wenn's sein muss. Und noch was, gibt's auch 10 Sterne?

  • Bewertung

    5/5

    20.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Medium und die gefährliche Dunkelheit sorgen für fantasievolle Albträume.

    Ein Medium und die gefährliche Dunkelheit sorgen für fantasievolle Albträume. Volkstümlicher Heiligenglaube und Legenden aus Europa und Südamerika, besonders aus Argentinien, ergibt einen Roman mit Magie, Fantasie, Freundschaft, Aberglaube und Historie, rund um Juan Peterson und seinen Sohn Gaspar als Medien. Juan ist vierunddreißig, aber er fühlt sich wie zweihundert vor seinem Tod und er sagt zu Gaspar: Du hast etwas von mir, ich habe dir etwas von mir hinterlassen, hoffentlich ist es nichts Schlechtes, ich weiß nicht, ob ich dir etwas hinterlassen kann, das nicht beschmutzt ist, nicht dunkel, unser Teil der Nacht. Er hat den Schutz seines Sohns mit Elementen entworfen, die er vom Anderen Ort mitgebracht hat, aus einem Bereich der Dunkelheit, den der Orden nicht kennt. Und noch fehlt ihm der definitive, der endgültige Schutz, der auf sich warten lässt. Der Herr der Geduld, denkt er. Verheiratet ist Juan mit Rosario Reyes Bradford, 1949 in Buenos Aires geboren. Sie erhält als erste Argentinierin an der Universität Cambridge einen Doktortitel in Anthropologie. Ihre Spezialgebiete sind symbolische Anthropologie, Religionsanthropologie und Ethnographie der Guaraní. Sie lehrt und forscht an der Universität Buenos Aires und hat über zwanzig Artikel in Argentinien, Paraguay, Brasilien, Kolumbien, Mexiko, den USA, England, Frankreich und Belgien veröffentlicht. Sie ist Autorin des Buchs Tekoporã: Anthropologische Erkundungen zu Geschichte, Religion und Ontologie der Guaraní.« Ihre Familie kommt aus Großbrittannien, ist sehr reich und mächtig, die einem Orden der Dunkelheit vorsteht mit vielen Initiierten Dr. Bradford ist Chirurg und Kardiologe, auch Engländer. Dass seine Familie einem Schattenkult, dem Orden, angehört, bedeutet lange Zeit kaum mehr, als dass sie sich in einem internationalen Zirkel aus Geld, Privilegien und Beziehungen bewegen. In Misiones, Argentinien, tritt auch er 1983 in die Dunkelheit, die nicht versteht, keine Sprache hat, dass sie ein wilder oder allzu ferner Gott ist. Nur einige schillernde Protagonisten mögen hier vorgestellt werden.

  • Bewertung

    aus Luckenwalde

    5/5

    20.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Macht der Dunkelheit

    "Unser Teil der Nacht" von Mariana Enriquez ist eine großartige Familiensaga in Argentinien, aber dieses Buch ist auch noch so viel mehr. Wir begleiten hier Juan und seinen Sohn Gaspar bei einer Fahrt durch das heiße und staubige Land. Juan ist schwer herzkrank und die beiden sind alleine unterwegs. Sie sind auf der Flucht und erst nach und nach erschließt sich die ganze Geschichte beim Lesen, Warum sie fliehen und vor wem und warum diese Flucht eigentlich etwas ganz anderes ist. Ganz langsam entsteht beim Lesen ein Bild, ein Bild einer ganz anderen Gesellschaft, ein Bild einer dunklen Macht, ein Bild des Traumes vom ewigen Leben, ein Bild eines mächtigen, geheimen Ordens. Sehr geschickt wird die Geschichte nach und nach in verschiedenen Erzählabschnitten aufgebaut, so geschickt, dass sich das große Ganze dem Leser erst am Ende erschließt. Mich persönlich haben die Abschnitte mit Juan und seinem Sohn am meisten gefesselt, aber auch das Leben von Rosario, der Mutter ist sehr interessant beschrieben. Überhaupt ist der Erzählstil hier ein ganz besonderer, man taucht tief in die Psyche von Juan und Gaspar ein, man bekommt wunderbare Momentaufnahmen der argentinischen Landschaft, kurze Einblicke in die politische Lage und dann ganz schreckliche Szenen aus der Hierarchie dieses alten Ordens. Bei diesen Szenen darf man nicht zart besaitet sein, das grenzt schon stark an Horror und ist voller Gewalt. Die Autorin versteht es, eine ganz besondere, düstere Atmosphäre aufzubauen, die sehr glaubhaft wirkt. Die Gewalt steht hier aber nicht im Mittelpunkt, ist nicht Selbstzweck, sondern soll das Wesen des Orden bewußt machen. Hier geht es um ganz dunkle Riten, bis hin zu Menschenopfern und fähige Medien, so wie Juan, werden fast wie Götter verehrt und behandelt. Es ist aber ein Teufelskreis und ein Entkommen nur schwer, wenn überhaupt, möglich. Die Autorin hat es geschafft mich von der ersten Seite an mit dieser einzigartigen Geschichte zu fesseln, es ist eine großartige Geschichte. Man sollte sich aber nicht vom Klappentexxt davon überzeugen lassen, dass es ein historischer Roman ist, es sind wahre Ereignisse verwoben, aber das ist nicht das Hauptthema.

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