Arola, ein bildschöner Wallach mit bester Abstammung soll verkauft werden, denn einen solchen Dickkopf will seine Besitzerin Kassy nicht mehr haben. Schon bald gibt es eine Käuferin und das Deutsche Reitpferd wechselt den Stall - der Beginn eines Martyriums.
Arola wird weitergereicht, von einer Hand zur nächsten und leidet immer mehr unter der Ungerechtigkeit, die ihm entgegengebracht wird ... Bis er nicht mehr der ist, der er einmal war.
Wird er je wieder einer Menschenseele vertrauen können und seinen Lebensmut zurückgewinnen?
Eine Geschichte zum Nachdenken und zum Lernen, wieder einmal geschrieben aus der Sicht eines Pferdes.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bewertung
5/5
20.12.2021
Buch (Taschenbuch)
Ich habe lange kein so rührendes Buch mehr gelesen.
Ganz großes Muss für alle, die mit Pferden zu tun haben und natürlich für alle anderen, die auf auf sehr einfühlsame Weise lernen wollen, wie man die eindrucksvollen Tiere versteht und warum sie sich wie verhalten.
Kassy und ihre Familie halten Pferde vor allem, um vor Bekannten ein gutes Bild von sich zu machen. Aber Umgang? Vertrauen? Einfühlsames Reiten? Nichts dergleichen. Das muss der schöne Arola schmerzvoll erfahren, als er Kassy vor ihren Freundinnen abwirft. Das Deutsche Reitpferd wird hart bestraft und soll nun weitergereicht werden. Als sich niemand findet, landet er auf einer matschigen Koppel. Er verwahrlost völlig und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Die Geschichte ist aus Arolas Sicht geschrieben und ich habe sie noch nicht ganz überwunden... Meine Augen klebten völlig an den Seiten, gebannt verfolgte ich das Leben des Wallachs. Mit viel Pferdeverständnis schreibt Marie-Therese Goldmann ein Buch, das es in sich hat. Sie nimmt sich den herkömmlichen Umgang mit Pferden vor und übermittelt, was wahres Leben für ein Pferd wirklich bedeutet. Denn bei störendem Verhalten sollten Wut und Ärger darüber lieber der Frage weichen, warum das Pferd so ist und woher die Angst kommen kann. Erneut überzeugte mich die Autorin mit ihrem dichten, fesselnden Schreibstil, der bildlich, aber nicht überladen ins Detail ging. Wenn ihr euch noch nicht wirklich mit Pferden auskennt, macht das insgesamt nichts, denn Fachsprache ist in einem angemessenen Rahmen angewandt. Der Fokus liegt mehr auf den Gefühlen von Arola - und wie! Ich konnte mich seinem Schicksal nicht mehr entziehen und habe so viel über ihn gelernt. Gekonnt formte Marie-Therese Goldmann an den richtigen Stellen Sätze, die wie Tritte ins Gesicht waren. Der Plan zum Nachdenken anzuregen ist absolut gelungen. Eine großartige Autorin mit einem erneut großartigen Buch, das ihr alle dringend lesen solltet!
MermaidKathi
aus Ehningen
5/5
12.11.2021
Buch (Taschenbuch)
Tief berührend
Mein Fazit:
Die Geschichte von Arola hat mich tief berührt. Mir hat das Buch super gut gefallen und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Ich habe es an einem Tag durchgelesen. Der Schreibstil ist sehr gut und ich bin nur so durch die Geschichte geflogen. Emotional hat mich das Buch auch sehr mitgenommen und ich habe die ganze Zeit mitgehofft. Am Ende musste ich sogar weinen. Die Geschichte vermittelt eindringlich wie unglaublich wichtig das Vertrauen und der liebevolle Umgang mit diesen wunderschönen Tieren ist. Ich kann euch das Buch nur ans Herz legen. Von mir gibt’s also ganz klar eine Leseempfehlung! Ich vergebe volle 5 Sterne.
Meine Meinung zum Buch:
Ich habe Arola sehr gerne begleitet. Sein Weg ist leider nicht so einfach und es hat mir sehr leid getan zu erfahren wie es ihm ergeht. Arolas Geschichte hat mich sehr berührt. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass die ganzen „Gerätschaften“ aus der Sicht des Pferdes erklärt werden. Ich mag Pferde zwar sehr gerne, habe aber keinerlei Reiterfahrung oder sonstiges. Alles was ich zu dem Thema weiß stammt aus Büchern. Also finde ich es super, dass alles nochmal erklärt wurde. Der Schreibstil hat mir auch richtig gut gefallen. Durch die ich-Perspektive konnte ich richtig gut mitfühlen. Mir wurde gesagt, dass die Grundgeschichte sehr einer modernen Black Beauty Version zu ähneln scheint. Dazu kann ich leider nichts sagen, weil ich die Geschichte nicht kenne. Aber das was erzählt wurde kann von der Grund Idee her passen. Aber Arolas Geschichte und Reise ist natürlich eine ganz eigene. Sie hat mich, wie erwähnt, sehr berührt. Die Geschichte zeigt, was Missverständnisse anrichten können und wie wichtig Vertrauen ist. Außerdem zeigt die Geschichte wie sensibel Pferde sind und wie wichtig der richtige Umgang mit ihnen ist. Sie sind Lebewesen und kein Sportgerät. Arolas Geschichte vermittelt eindringlich wie unglaublich wichtig das Vertrauen und der liebevolle Umgang mit diesen wunderschönen Tieren ist. Von mir gibt’s also ganz klar eine Leseempfehlung!
Meine Meinung zum Cover:
Mir gefällt das Cover richtig gut! Ein tolles Foto, das zum Träumen einlädt. Pferde sind wirklich wunderschöne Tiere.
Ich wünsche euch viel Spaß mit der berührenden Geschichte von Arola. Eure MermaidKathi
Bewertung
aus Strasshof an der Nordbahn
5/5
20.09.2021
Buch (Taschenbuch)
eines meiner Lieblingsbücher
Die Bewertung ist von meiner Tochter:
Ahhh, ich glaube meine Lieblingsbücher haben sich um ein weiteres Buch erweitert!Aber erstmal zum Inhalt:
Arola ist ein bildhübscher Wallach. Aber genauso wie er hübsch ist, ist er auch stur, ängstlich und einfach nur ein unnützes Pferd, findet zumindest seine Besitzerin Kassy. Arola wird verkauft und kommt in einen neuen Stall. So kommt er von einem Stall zu nächsten und wird jedesmal von seinen Besitzern furchtbar misshandelt. Bald ist Arola ein komplett anderes Pferd als zuvor und lässt niemanden mehr an sich heran. Er ist traumatisiert und hat furchtbare Angst wieder schlecht behandelt zu werden. Ob er je wieder einem Menschen vertrauen kann?
Dieses Buch hat mich total begeistert. Wie auch das andere Buch, das ich bereits von der Autorin gelesen habe eine riesengroße Empfehlung!!!!! Ich habe total mit Arola mitgefiebert, und habe jedesmal gehofft wenn er wieder nicht so behandelt wurde wie er es verdient hätte, und hab mich gefreut wenn es wieder kurz besser wurde. Da das Buch aus der Sicht von Arola geschrieben ist, liest man die Gedanken von ihm und kann zumindest versuchen zu verstehen wie es ihm geht. Die Tatsache, dass auch in Wirklichkeit viel mehr Pferde misshandelt werden als man denkt ist aber total erschreckend (was man ja auch zuletzt bei der Olympiade mitgekriegt hat ).
Der Schreibstil ist super angenehm und ich konnte mir alles total bildlich vorstellen ohne mit Ortbeschreibungen überschüttet zu werden!!!
Die Geschichte war total mitreißend und ich wollte während dem lesen immer wissen wie es mit Arola weitergeht.
Ich habe total viel aus dem Buch mitnehmen können und ich habe auch vieles dazugelernt. Klar wusste ich auch schon davor wie schrecklich manche Menschen mit Pferden umgehen und viele sie nur als Sportgeräte verwenden, aber "Lausche meinem Flüstern" hat mir das noch bewusster gemacht.
Ich kann dieses Buch einfach jedem jedem jeeeedeeemm empfehlen!!! Daher gibt es von mir auch 6/5 Sternen!
Ich habe das Buch einfach nur geliebt und bin absolut begeistert!!!!!
Bewertung
5/5
09.09.2021
Buch (Taschenbuch)
Trauriges Los vieler Pferde
Inhalt:
Arola, ein bildschöner Wallach mit bester Abstammung soll verkauft werden, denn einen solchen Dickkopf will seine Besitzerin Kassy nicht mehr haben. Schon bald gibt es eine Käuferin und das Deutsche Reitpferd wechselt den Stall - der Beginn eines Martyriums.
Fazit:
Dieses Buch ist unglaublich wichtig, da viele Reiter und Reiterinnen ihr Pferd als Mittel zum Zweck sehen und dabei leider vergessen, dass Pferde denkende und fühlende Wesen sind.
Was passiert mit Pferden, die nicht so funktionieren, wie es die Menschen wollen? Leider ist dann oft genug das Pferd schuld und nicht der Mensch. Wer hat den Mut hinter die Kulissen zu schauen und auf das Pferd einzugehen? Einfacher ist es für viele Menschen, das Pferd weiterzugeben und sich ein „funktionierendes“ Pferd zu holen. Was mit dem weitergereichten Pferd passiert, ist dann egal. Aus dem Blick aus dem Sinn.
Auch Arola muss erfahren, dass er nur funktionieren muss, ob seine Reiterin Talent und Gefühl hat oder eben nicht. Da er die gewünschte Leistung nicht bringt, wird er abgegeben. Nun beginnt für ihn ein scheinbar nie endendes Martyrium und er bleibt als schwer traumatisiertes Pferd zurück. Natürlich hat er unglaubliche Angst vor Menschen von denen er immer nur die schlechten Seiten kennenlernte. Wird er jemals seine Angst verlieren und einen Menschen finden, dem er wieder vertrauen kann? Das müsst ihr leider selbst lesen, ich will nicht zu viel verraten.
Dieses Buch wurde aus der Sicht des Pferdes geschrieben und dies sorgt dafür, dass sich Leser in den zarten Charakter dieser edlen Tiere einfühlen können. Es wird auch sehr deutlich beschrieben, wie sich die Stimmung der Menschen auf Pferde auswirkt und warum Pferde in bestimmten Momenten einfach nicht wissen, was sie tun sollen. Dies führt bei Pferd und Reiter leider immer wieder zu gravierenden Missverständnissen, die in fast allen Fällen das Pferd ausbaden muss.
Mich hat Arolas Geschichte von Anfang an tief berührt und ich musste so manches Tränchen aus den Augen wischen. Ich habe die Geschichte in einem Rutsch verschlungen, da ich unbedingt wissen wollte, ob Arola endlich eine Heimat findet und er vernünftig behandelt wird. Ich habe mit ihm gebangt, gelitten und gehofft. Toll gemacht.
Auch dieses Buch sollte Pflichtlektüre für alle Reiter/innen sein, bevor sie sich in den Sattel setzen. Leider gibt es immer noch viel zu viele Menschen, für die ein Pferd Statussymbol ist und die nicht wirklich auf seine Bedürfnisse eingehen. Dies gilt sowohl für den Turniersport, als auch für den Breitensport. Beim Umgang mit Pferden ist ein Umdenken sinnvoll, doch das ist leider noch nicht in allen Köpfen angekommen und Pferde werden immer noch als Sportgerät missbraucht.
Der Autorin ist es gelungen, die Verletzungen, die Pferde immer wieder durch Menschen erleiden müssen so nachvollziehbar darzustellen, dass sie hoffentlich zum Umdenken anregt.
Ich bin Reitbeteiligung bei einem schwer kranken Pferd und mir war es immer wichtig, die Bedürfnisse dieses Pferdes vor meine eigenen zu stellen. Da ich oft nicht reiten kann, genieße ich die Zeit mit diesem Pferd eben auf andere Weise und bin glücklich, dass ich so intensive Momente erleben darf. Auch sie ist ein Pferd, dass als unhändelbar und unreitbar galt. Dadurch ist sie durch viele Hände gegangen und ihre Probleme wurden missachtet, da auch sie einfach nur funktionieren sollte. Für mich geht so etwas überhaupt nicht.
Ich danke der Autorin dafür, dass sie die Missstände im Umgang mit Pferden aufgreift und Wege beschreibt, besser und fairer mit diesen schönen Tieren umzugehen.
Mit den Worten der Autorin schließe ich ab.
Es gibt keine „Problempferde“!
Viel mehr gibt es da draußen unzählige Pferde mit einem „Menschenproblem“!
In diesem Sinne wünsche ich jedem Pferd den „richtigen“ Menschen, der es achtet und vernünftig mit ihm umgeht.
Von mir eine absolute Leseempfehlung und sieben von fünf möglichen Sternen.
Bewertung
aus Remscheid
5/5
08.09.2021
Buch (Taschenbuch)
Arolas Leidensweg
Arola ist ein Wallach, der zwar wunderschön, aber nicht ganz einfach im Umgang ist. Anfangs ist er etwas wild und draufgängerisch, was seiner Besitzerin nicht gefällt, der es wichtig ist, dass sie mit ihrem Pferd Turniere gehen und gewinnen kann. Arola ärgert sie aber mit seiner Art, die sie in ihrer Ungeduld nicht weiter hinterfragt und so verkauft sie das Tier. Aber auch bei seiner nächsten Besitzerin beträgt er sich nicht so, wie es von ihm erwartet wird. Somit geht es für den armen Arola immer weiter abwärts und immer mehr misstraut er den Menschen, die für ihn verantwortlich sind. Schließlich kommt aber eine junge Frau zu der Koppel, auf der er steht und diese Begegnung ist der Anfang einer Wendung in seinem Leben.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe selber keine Pferde, aber ich mag diese Tiere sehr und habe mich auch schon mit der Haltung und richtigen Körpersprache im Umgang mit Pferden beschäftigt. Das alles wird im Buch auch sehr gut thematisiert und besonders gut gefiel es mir, dass es aus der Sicht des Pferdes geschrieben wurde. So kann man sich als Leser richtig gut in die ganzen Situationen hinein versetzen und denkt vielleicht an dieses Buch, wenn man beim Pferd ist und die Kommunikation mal nicht direkt funktioniert.
Ich kann nur hoffen, dass dieses Buch viele Leser findet, die dann vielleicht noch besser auf die Bedürfnisse ihrer Pferde eingehen können, weil das Verständnis gewachsen ist. Auch das Cover gefällt mir sehr gut und der Titel passt hervorragend, weil nicht die Menschen flüstern müssen, damit die Pferde uns verstehen, sondern vor allem wir auf die Bedürfnisse der Pferde hören und eingehen müssen.