Liebe im Zeichen der Individualität. Theoretische Betrachtung intimer Beziehungen und Intimkommunikation bei Georg Simmel und Niklas Luhmann
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
23.08.2021
Verlag
GRINSeitenzahl
22 (Printausgabe)
Dateigröße
529 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346470560
Simmel, einer der soziologischen Klassiker, widmete sich zeitlebens einer Vielzahl philosophischer und soziologischer Themengebiete. Seiner Ausarbeitung einer methodischen Spezifikation der Soziologie liegt die konsequente Unterscheidung und Trennung von Form und Inhalt zugrunde. In dem im Weiteren zu analysierenden Text "Die Kreuzung sozialer Kreise" stellt Simmel eine für seine formale Soziologie bezeichnende Theorie der Individualisierung auf. Was dabei jedoch unbehandelt bleibt, ist die Frage nach den sozialen Formen, in denen die ausdifferenzierte Individualität in der Gesellschaft Platz finden könnte. Es ist daher berechtigt, im Anschluss an seine Argumentation zu fragen, wodurch die Individualität in einer differenzierten und, wie im Folgenden verdeutlicht werden wird, anonymen und unpersönlichen Gesellschaft eigentlich ermutigt wird und was für Konsequenzen sie wiederum für jene Formen hat, die sie begünstigen. Diesen Fragen mit dem Themenkomplex der romantischen Liebe nachzugehen kann sich insofern als lohnend erweisen, als es in Paarbeziehungen bezeichnenderweise um die Einzigartigkeit und Besonderheit des Partners als Individuum geht.
Niklas Luhmanns Ausarbeitungen zur Liebe kommen für die Betrachtung deshalb besonders in Betracht, weil seinem Werk Liebe als Passion die Annahme zugrunde liegt, der moderne Wandel der Liebe lasse sich nur entlang umfassender Differenzierungs- und Individualisierungsprozesse begreifen. Luhmann gilt als einer der bedeutendsten Soziologen des 20. Jahrhunderts, mitunter aufgrund der Ausarbeitung seiner Systemtheorie, die im Gegensatz zu Parsons' handlungsorientierten Ansatz durch den Fokus auf Kommunikation gekennzeichnet ist. In Anlehnung daran richtet sich die Frage also auf die Kommunikation in Liebesbeziehungen, mit Blick auf die Einbringung der Individualität und mögliche problematisierende Folgeerscheinungen.
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