Produktbild: Der letzte Syrer

Der letzte Syrer Roman

Aus der Reihe Lenos Babel
2

Fr. 18.00

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

28.02.2022

Verlag

Lenos Verlag

Seitenzahl

197 (Printausgabe)

Dateigröße

2106 KB

Übersetzt von

Christiane Kayser

Sprache

Deutsch

EAN

9783857879975

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Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

28.02.2022

Verlag

Lenos Verlag

Seitenzahl

197 (Printausgabe)

Dateigröße

2106 KB

Übersetzt von

Christiane Kayser

Sprache

Deutsch

EAN

9783857879975

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Die Früchte des Zorns der Ahnungslosen

Almut Scheller-Mahmoud am 08.02.2023

Bewertungsnummer: 1875919

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In 70 Miniaturen, die prägnant die einzelnen Protagonisten und ihre Gemütszustände, ihre Ängste, ihre Zweifel, aber auch ihre Zuversicht aufzeigen, versucht Omar Youssef Souleimane in seinem Romandebüt einigen Menschen des syrischen Arabischen Frühlings im Jahre 2011 ein Gesicht zu geben. Sie bestehen aus einem Beziehungsgeflecht von Youssef, Mohammad und Sarah, Joséphine und Chalil, Bilal, Raschid, Adel und Said, sie sind alle jung und sagen dem bestehenden Regime, das seit dem Militärputsch 1963 durch Bashar Assads Vater, existiert, den Kampf an. Mit Engagement und Phantasie, gewaltfrei, nicht bedenkend, dass ein diktatorischer Staat so nicht zu besiegen ist. Nicht ahnend, dass daraus ein internationaler Konflikt erwächst, ein Stellvertreterkrieg mit roten Linien und islamistischen Gruppierungen. Nach Jahren des Schweigens und Unterdrückung der Schrei nach Freiheit. Dieser Schrei kommt wie aus einer Echokammer und pflanzt sich fort von Tunesien über Libyien, Ägypten und dem Yemen bis nach Syrien. Ein spontaner Aufstand junger Leute, von denen keiner weiß, wie man die Gewalt bekämpft, von denen keiner die Bedingungen und Möglichkeiten einer revolutionären Bewegung kennt. Alles, was sie wissen, ist, dass sie der Barbarei die Stirn bieten wollen.“ (Miguel Otero Silva). Gekonnt baut der Autor in die Portraits der jungen Menschen die politische und gesellschaftliche Situation ein: die verschiedenen Ethnien und religiösen Strömungen des Landes, die Geschichte Syriens, das immer von außen überflutet wurde von den Heerscharen der Kalifen, der Mongolen und der Osmanen. Nicht zu vergessen die geopolitischen westlichen Interessen (Sykes-Picott- Abkommen) und ihre Folgen. Und er lässt der Hoffnung Raum mit wunderbar poetischen Passagen. Raschid: Ich habe die Erde verletzt, man muss sanft auf sie treten. Sie ist unsere Mutter und wir sind ihre verlorenen Kinder. Mohammad: Ich habe meine Sachen gepackt, die Bücher im Garten vergraben: der Bücherbaum. Das Wort ist mächtiger als das Schwert. Auch die Sexualität verfängt sich im Netzwerk der Freiheit. In diesem Falle die der Homo- sexualität. In einer alternierenden Mailkorrespondenz zwischen Mohammad und Youssef gewinnt die Unterdrückung des eigenen Begehrens, die Fernsteuerung durch festgefügte Traditionen sehr deutlich Gestalt. Es scheint mir jedoch, als ob diese Unterdrückung speziell dem Islam zuge- ordnet wird und weniger den allgemeinen patriarchalischen Strukturen (auch im orthodoxen Judentum ist Homosexualität ein widernatürlicher Akt). Und dass ein frei gelebtes homosexuelles Leben als westliche Freiheit übergewichtig gewertet wird. Westliche Beispiele: In der Bundes- republik Deutschland war Homosexualität erst seit 1969 straffrei und in vielen Bundesstaaten der USA sogar erst 2003. Sexualität und Religion waren immer auch Macht- und Unterdrückungsinstrumente der herr- schenden Klassen. Das hat sich bis heute nicht geändert, wenn auch die Mechanismen camoufliert sind. Die Folterszenen mögen für manche Leser und Leserinnen schwer erträglich sein, zeigen aber doch nur die Realität nicht nur in syrischen Folterkammern. Im großen und ganzen ist der kleine Roman ein Spiegelbild jeglicher Insurrektion, der es mitunter gelingt zu einer wahrhaften Revolution zu werden. Hier bleibt es bei einer Rebellion, der die jungen Menschen nicht gewachsen sind. Es bleibt das Opfer oder das Exil. Und der Funke Hoffnung für das syrische Volk, dass sich irgendwann irgendwie alle Parteien zur Versöhnung, zur Aussöhnung, zum Frieden entschließen. Das ist wohl das Schwierigste: Kompromisse finden, um Frieden schließen. Damals und heute. Unbedingt lesenswert für Leserinnen und Leser, die die Verknüpfungen von Persönlichem und Politischem schätzen. Die den Nahen Osten und besonders Syrien besser verstehen wollen.

Die Früchte des Zorns der Ahnungslosen

Almut Scheller-Mahmoud am 08.02.2023
Bewertungsnummer: 1875919
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In 70 Miniaturen, die prägnant die einzelnen Protagonisten und ihre Gemütszustände, ihre Ängste, ihre Zweifel, aber auch ihre Zuversicht aufzeigen, versucht Omar Youssef Souleimane in seinem Romandebüt einigen Menschen des syrischen Arabischen Frühlings im Jahre 2011 ein Gesicht zu geben. Sie bestehen aus einem Beziehungsgeflecht von Youssef, Mohammad und Sarah, Joséphine und Chalil, Bilal, Raschid, Adel und Said, sie sind alle jung und sagen dem bestehenden Regime, das seit dem Militärputsch 1963 durch Bashar Assads Vater, existiert, den Kampf an. Mit Engagement und Phantasie, gewaltfrei, nicht bedenkend, dass ein diktatorischer Staat so nicht zu besiegen ist. Nicht ahnend, dass daraus ein internationaler Konflikt erwächst, ein Stellvertreterkrieg mit roten Linien und islamistischen Gruppierungen. Nach Jahren des Schweigens und Unterdrückung der Schrei nach Freiheit. Dieser Schrei kommt wie aus einer Echokammer und pflanzt sich fort von Tunesien über Libyien, Ägypten und dem Yemen bis nach Syrien. Ein spontaner Aufstand junger Leute, von denen keiner weiß, wie man die Gewalt bekämpft, von denen keiner die Bedingungen und Möglichkeiten einer revolutionären Bewegung kennt. Alles, was sie wissen, ist, dass sie der Barbarei die Stirn bieten wollen.“ (Miguel Otero Silva). Gekonnt baut der Autor in die Portraits der jungen Menschen die politische und gesellschaftliche Situation ein: die verschiedenen Ethnien und religiösen Strömungen des Landes, die Geschichte Syriens, das immer von außen überflutet wurde von den Heerscharen der Kalifen, der Mongolen und der Osmanen. Nicht zu vergessen die geopolitischen westlichen Interessen (Sykes-Picott- Abkommen) und ihre Folgen. Und er lässt der Hoffnung Raum mit wunderbar poetischen Passagen. Raschid: Ich habe die Erde verletzt, man muss sanft auf sie treten. Sie ist unsere Mutter und wir sind ihre verlorenen Kinder. Mohammad: Ich habe meine Sachen gepackt, die Bücher im Garten vergraben: der Bücherbaum. Das Wort ist mächtiger als das Schwert. Auch die Sexualität verfängt sich im Netzwerk der Freiheit. In diesem Falle die der Homo- sexualität. In einer alternierenden Mailkorrespondenz zwischen Mohammad und Youssef gewinnt die Unterdrückung des eigenen Begehrens, die Fernsteuerung durch festgefügte Traditionen sehr deutlich Gestalt. Es scheint mir jedoch, als ob diese Unterdrückung speziell dem Islam zuge- ordnet wird und weniger den allgemeinen patriarchalischen Strukturen (auch im orthodoxen Judentum ist Homosexualität ein widernatürlicher Akt). Und dass ein frei gelebtes homosexuelles Leben als westliche Freiheit übergewichtig gewertet wird. Westliche Beispiele: In der Bundes- republik Deutschland war Homosexualität erst seit 1969 straffrei und in vielen Bundesstaaten der USA sogar erst 2003. Sexualität und Religion waren immer auch Macht- und Unterdrückungsinstrumente der herr- schenden Klassen. Das hat sich bis heute nicht geändert, wenn auch die Mechanismen camoufliert sind. Die Folterszenen mögen für manche Leser und Leserinnen schwer erträglich sein, zeigen aber doch nur die Realität nicht nur in syrischen Folterkammern. Im großen und ganzen ist der kleine Roman ein Spiegelbild jeglicher Insurrektion, der es mitunter gelingt zu einer wahrhaften Revolution zu werden. Hier bleibt es bei einer Rebellion, der die jungen Menschen nicht gewachsen sind. Es bleibt das Opfer oder das Exil. Und der Funke Hoffnung für das syrische Volk, dass sich irgendwann irgendwie alle Parteien zur Versöhnung, zur Aussöhnung, zum Frieden entschließen. Das ist wohl das Schwierigste: Kompromisse finden, um Frieden schließen. Damals und heute. Unbedingt lesenswert für Leserinnen und Leser, die die Verknüpfungen von Persönlichem und Politischem schätzen. Die den Nahen Osten und besonders Syrien besser verstehen wollen.

Die Früchte des Zorns der…

Almut Scheller-Mahmoud aus Hamburg am 08.02.2023

Bewertungsnummer: 2793645

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Früchte des Zorns der Ahnungslosen In 70 Miniaturen, die prägnant die einzelnen Protagonisten und ihre Gemütszustände, ihre Ängste, ihre Zweifel, aber auch ihre Zuversicht aufzeigen, versucht Omar Youssef Souleimane in seinem Romandebüt einigen Menschen des syrischen Arabischen Frühlings im Jahre 2011 ein Gesicht zu geben. Sie bestehen aus einem Beziehungsgeflecht von Youssef, Mohammad und Sarah, Joséphine und Chalil, Bilal, Raschid, Adel und Said, sie sind alle jung und sagen dem bestehenden Regime, das seit dem Militärputsch 1963 durch Bashar Assads Vater, existiert, den Kampf an. Mit Engagement und Phantasie, gewaltfrei, nicht bedenkend, dass ein diktatorischer Staat so nicht zu besiegen ist. Nicht ahnend, dass daraus ein internationaler Konflikt erwächst, ein Stellvertreterkrieg mit roten Linien und islamistischen Gruppierungen. Nach Jahren des Schweigens und Unterdrückung der Schrei nach Freiheit. Dieser Schrei kommt wie aus einer Echokammer und pflanzt sich fort von Tunesien über Libyien, Ägypten und dem Yemen bis nach Syrien. Ein spontaner Aufstand junger Leute, von denen keiner weiß, wie man die Gewalt bekämpft, von denen keiner die Bedingungen und Möglichkeiten einer revolutionären Bewegung kennt. Alles, was sie wissen, ist, dass sie der Barbarei die Stirn bieten wollen.“ (Miguel Otero Silva). Gekonnt baut der Autor in die Portraits der jungen Menschen die politische und gesellschaftliche Situation ein: die verschiedenen Ethnien und religiösen Strömungen des Landes, die Geschichte Syriens, das immer von außen überflutet wurde von den Heerscharen der Kalifen, der Mongolen und der Osmanen. Nicht zu vergessen die geopolitischen westlichen Interessen (Sykes-Picott-Abkommen) und ihre Folgen. Und er lässt der Hoffnung Raum mit wunderbar poetischen Passagen. Raschid: Ich habe die Erde verletzt, man muss sanft auf sie treten. Sie ist unsere Mutter und wir sind ihre verlorenen Kinder. Mohammad: Ich habe meine Sachen gepackt, die Bücher im Garten vergraben: der Bücherbaum. Das Wort ist mächtiger als das Schwert. Auch die Sexualität verfängt sich im Netzwerk der Freiheit. In diesem Falle die der Homosexualität. In einer alternierenden Mailkorrespondenz zwischen Mohammad und Youssef gewinnt die Unterdrückung des eigenen Begehrens, die Fernsteuerung durch festgefügte Traditionen sehr deutlich Gestalt. Es scheint mir jedoch, als ob diese Unterdrückung speziell dem Islam zugeordnet wird und weniger den allgemeinen patriarchalischen Strukturen (auch im orthodoxen Judentum ist Homosexualität ein widernatürlicher Akt). Und dass ein frei gelebtes homosexuelles Leben als westliche Freiheit übergewichtig gewertet wird. Westliche Beispiele: In der Bundesrepublik Deutschland war Homosexualität erst seit 1969 straffrei und in vielen Bundesstaaten der USA sogar erst 2003. Sexualität und Religion waren immer auch Macht- und Unterdrückungsinstrumente der herrschenden Klassen. Das hat sich bis heute nicht geändert, wenn auch die Mechanismen camoufliert sind. Die Folterszenen mögen für manche Leser und Leserinnen schwer erträglich sein, zeigen aber doch nur die Realität nicht nur in syrischen Folterkammern. Im großen und ganzen ist der kleine Roman ein Spiegelbild jeglicher Insurrektion, der es mitunter gelingt zu einer wahrhaften Revolution zu werden. Hier bleibt es bei einer Rebellion, der die jungen Menschen nicht gewachsen sind. Es bleibt das Opfer oder das Exil. Und der Funke Hoffnung für das syrische Volk, dass sich irgendwann irgendwie alle Parteien zur Versöhnung, zur Aussöhnung, zum Frieden entschließen. Das ist wohl das Schwierigste: Kompromisse finden, um Frieden schließen. Damals und heute. Unbedingt lesenswert für Leserinnen und Leser, die die Verknüpfungen von Persönlichem und Politischem schätzen. Die den Nahen Osten und besonders Syrien besser verstehen wollen.

Die Früchte des Zorns der…

Almut Scheller-Mahmoud aus Hamburg am 08.02.2023
Bewertungsnummer: 2793645
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Früchte des Zorns der Ahnungslosen In 70 Miniaturen, die prägnant die einzelnen Protagonisten und ihre Gemütszustände, ihre Ängste, ihre Zweifel, aber auch ihre Zuversicht aufzeigen, versucht Omar Youssef Souleimane in seinem Romandebüt einigen Menschen des syrischen Arabischen Frühlings im Jahre 2011 ein Gesicht zu geben. Sie bestehen aus einem Beziehungsgeflecht von Youssef, Mohammad und Sarah, Joséphine und Chalil, Bilal, Raschid, Adel und Said, sie sind alle jung und sagen dem bestehenden Regime, das seit dem Militärputsch 1963 durch Bashar Assads Vater, existiert, den Kampf an. Mit Engagement und Phantasie, gewaltfrei, nicht bedenkend, dass ein diktatorischer Staat so nicht zu besiegen ist. Nicht ahnend, dass daraus ein internationaler Konflikt erwächst, ein Stellvertreterkrieg mit roten Linien und islamistischen Gruppierungen. Nach Jahren des Schweigens und Unterdrückung der Schrei nach Freiheit. Dieser Schrei kommt wie aus einer Echokammer und pflanzt sich fort von Tunesien über Libyien, Ägypten und dem Yemen bis nach Syrien. Ein spontaner Aufstand junger Leute, von denen keiner weiß, wie man die Gewalt bekämpft, von denen keiner die Bedingungen und Möglichkeiten einer revolutionären Bewegung kennt. Alles, was sie wissen, ist, dass sie der Barbarei die Stirn bieten wollen.“ (Miguel Otero Silva). Gekonnt baut der Autor in die Portraits der jungen Menschen die politische und gesellschaftliche Situation ein: die verschiedenen Ethnien und religiösen Strömungen des Landes, die Geschichte Syriens, das immer von außen überflutet wurde von den Heerscharen der Kalifen, der Mongolen und der Osmanen. Nicht zu vergessen die geopolitischen westlichen Interessen (Sykes-Picott-Abkommen) und ihre Folgen. Und er lässt der Hoffnung Raum mit wunderbar poetischen Passagen. Raschid: Ich habe die Erde verletzt, man muss sanft auf sie treten. Sie ist unsere Mutter und wir sind ihre verlorenen Kinder. Mohammad: Ich habe meine Sachen gepackt, die Bücher im Garten vergraben: der Bücherbaum. Das Wort ist mächtiger als das Schwert. Auch die Sexualität verfängt sich im Netzwerk der Freiheit. In diesem Falle die der Homosexualität. In einer alternierenden Mailkorrespondenz zwischen Mohammad und Youssef gewinnt die Unterdrückung des eigenen Begehrens, die Fernsteuerung durch festgefügte Traditionen sehr deutlich Gestalt. Es scheint mir jedoch, als ob diese Unterdrückung speziell dem Islam zugeordnet wird und weniger den allgemeinen patriarchalischen Strukturen (auch im orthodoxen Judentum ist Homosexualität ein widernatürlicher Akt). Und dass ein frei gelebtes homosexuelles Leben als westliche Freiheit übergewichtig gewertet wird. Westliche Beispiele: In der Bundesrepublik Deutschland war Homosexualität erst seit 1969 straffrei und in vielen Bundesstaaten der USA sogar erst 2003. Sexualität und Religion waren immer auch Macht- und Unterdrückungsinstrumente der herrschenden Klassen. Das hat sich bis heute nicht geändert, wenn auch die Mechanismen camoufliert sind. Die Folterszenen mögen für manche Leser und Leserinnen schwer erträglich sein, zeigen aber doch nur die Realität nicht nur in syrischen Folterkammern. Im großen und ganzen ist der kleine Roman ein Spiegelbild jeglicher Insurrektion, der es mitunter gelingt zu einer wahrhaften Revolution zu werden. Hier bleibt es bei einer Rebellion, der die jungen Menschen nicht gewachsen sind. Es bleibt das Opfer oder das Exil. Und der Funke Hoffnung für das syrische Volk, dass sich irgendwann irgendwie alle Parteien zur Versöhnung, zur Aussöhnung, zum Frieden entschließen. Das ist wohl das Schwierigste: Kompromisse finden, um Frieden schließen. Damals und heute. Unbedingt lesenswert für Leserinnen und Leser, die die Verknüpfungen von Persönlichem und Politischem schätzen. Die den Nahen Osten und besonders Syrien besser verstehen wollen.

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Der letzte Syrer

von Omar Youssef Souleimane

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