Der späte Sieg des Materialisten Anaxagoras über den Teleologen Aristoteles
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
18.01.2022
Verlag
GRINSeitenzahl
11 (Printausgabe)
Dateigröße
448 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783346574503
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2022 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, , Sprache: Deutsch, Abstract: Ökonomische Gesellschaftsformationen bestimmen auch den quantitativen und qualitativen Gehalt ideologischer Ausprägungen im Überbau. Was in einer bestimmten Formation nur peripher zur Geltung kommen kann, kann sich in einer anderen zu einer wesentlichen Thematik entwickeln. In der Antike, unter den Bedingungen einer Sklavenhaltergesellschaft, konnten die Relationen zwischen Hand- und Kopfarbeit nicht im Zentrum ideologischer Auseinandersetzungen stehen, da die Bereiche von Hand- und Kopfarbeit eindeutig abgezirkelt waren. Sklaven galten hier nicht als Menschen, ihre Tötung durch den Sklavenhalter wurde juristisch nicht als Mord verfolgt. Aristoteles, für den Sklaven vernunft- und seelenlose Werkzeuge waren, reagierte auf die Aussage des atheistischen Materialisten Anaxagoras, der Mensch sei das klügste Wesen, weil er Hände habe, dementsprechend; er kehrte diese Aussage um: Weil der Mensch das klügste Wesen ist, hat er Hände. Der Philosoph denkt vom Kopf her und schreibt Inhumanes fest. Obwohl dieser Gegensatz äusserst gehaltvoll ist, konnte er nicht zum Ausbruch kommen, er wurde vertagt und schlummerte in der Ideologiegeschichte sozusagen vor sich hin.
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