Die Sachsenkriege als Missionskriege?
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
Fr. 13.90
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
28.01.2022
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
535 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346581006
Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,7, Ruhr-Universität Bochum (Historisches Institut), Veranstaltung: Seminar, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit wird zunächst die Zerstörung der Irminsul erläutert, um den Ausgangspunkt des Konfliktes und die Gegensätze von Sachsen und Franken zu konturieren. Anschliessend wird der weitere Verlauf der Sachsenkriege dargestellt, um einen Überblick über die Abläufe zu erhalten, wobei auch auf religiöse und gewalttätige Aspekte eingegangen wird. Des Weiteren werden anhand der Kapitularien Karls des Grossen konkrete rechtliche Bestimmungen exemplarisch dargestellt, deren Intention herausgearbeitet und in den übergeordneten Kontext eingeordnet, bevor abschliessend das zusammenfassende Fazit folgt.
Die Sachsenkriege waren ein langwieriges Unternehmen Karls des Grossen, das dessen Aufmerksamkeit beinahe seine gesamte Herrschaftszeit lang immer wieder in Anspruch nahm und das auch in der Forschung ein stetiges Interesse weckt. Der Konflikt mit den Sachsen gilt als zentrales Element der Herrschaftszeit Karls des Grossen, dem grosse Bedeutung für die weitere Entwicklung des Frankenreichs in den Folgejahren beigemessen wird. Auch das Bild Karls des Grossen wird entscheidend durch seine Handlungen in Bezug auf die Unterwerfung der Sachsen geprägt und die Bezeichnung als ,,Sachsenschlächter" lässt erkennen, wie sehr die Wahrnehmung des Frankenkönigs mit seinem harten Vorgehen verflochten und deutlich negativ konnotiert ist.
Die Quellen zu den Ereignissen sind stark einseitig von fränkischer Historiographie geprägt, da die Kultur der Sachsen weitgehend schriftlos war und daher keine verwertbaren überlieferten Aufzeichnungen von Zeitgenossen auf sächsischer Seite existieren. Wichtige Zeugnisse der Sachsenkriege sind die Vita Karoli Magni von Einhard, die Biographie über Karl, die durch Verherrlichung und Bewunderung des Königs und späteren Kaisers geprägt ist und daher kritisch betrachtet werden muss, sowie die Reichsannalen, die eine ,,wohlinformierte offiziöse Sicht von zentraler Stelle bieten" . Ebenfalls von grosser Bedeutung sind die Kapitularien Karls des Grossen, in denen die rechtlichen Massnahmen aufgelistet sind. Das erste Kapitular ist die Capitulatio de partibus Saxoniae, das zweite die Capitulare Saxonicum und das dritte die Lex Saxonum.
Die Sachsenkriege waren ein langwieriges Unternehmen Karls des Grossen, das dessen Aufmerksamkeit beinahe seine gesamte Herrschaftszeit lang immer wieder in Anspruch nahm und das auch in der Forschung ein stetiges Interesse weckt. Der Konflikt mit den Sachsen gilt als zentrales Element der Herrschaftszeit Karls des Grossen, dem grosse Bedeutung für die weitere Entwicklung des Frankenreichs in den Folgejahren beigemessen wird. Auch das Bild Karls des Grossen wird entscheidend durch seine Handlungen in Bezug auf die Unterwerfung der Sachsen geprägt und die Bezeichnung als ,,Sachsenschlächter" lässt erkennen, wie sehr die Wahrnehmung des Frankenkönigs mit seinem harten Vorgehen verflochten und deutlich negativ konnotiert ist.
Die Quellen zu den Ereignissen sind stark einseitig von fränkischer Historiographie geprägt, da die Kultur der Sachsen weitgehend schriftlos war und daher keine verwertbaren überlieferten Aufzeichnungen von Zeitgenossen auf sächsischer Seite existieren. Wichtige Zeugnisse der Sachsenkriege sind die Vita Karoli Magni von Einhard, die Biographie über Karl, die durch Verherrlichung und Bewunderung des Königs und späteren Kaisers geprägt ist und daher kritisch betrachtet werden muss, sowie die Reichsannalen, die eine ,,wohlinformierte offiziöse Sicht von zentraler Stelle bieten" . Ebenfalls von grosser Bedeutung sind die Kapitularien Karls des Grossen, in denen die rechtlichen Massnahmen aufgelistet sind. Das erste Kapitular ist die Capitulatio de partibus Saxoniae, das zweite die Capitulare Saxonicum und das dritte die Lex Saxonum.
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung