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Anderes kenne ich nicht

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inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.09.2022

Verlag

Trabanten Verlag Berlin

Seitenzahl

200

Maße (L/B/H)

19.6/12.5/1.9 cm

Gewicht

312 g

Auflage

1

Originaltitel

Yo no sé de otras cosas

Übersetzt von

Kirsten Brandt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9869700-1-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.09.2022

Verlag

Trabanten Verlag Berlin

Seitenzahl

200

Maße (L/B/H)

19.6/12.5/1.9 cm

Gewicht

312 g

Auflage

1

Originaltitel

Yo no sé de otras cosas

Übersetzt von

Kirsten Brandt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9869700-1-7

Herstelleradresse

Leonhard, Fabian
Damaschkestr. 43
10711 Berlin
Deutschland
Email: post@trabantenverlag.de
Url: www.trabantenverlag.de
Telephone: +49 157 82475063

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  • Ste

    5/5

    20.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein literarischer Roman, der…

    Ein literarischer Roman, der zwischen Coming of Age und Magischem Realismus changiert Inhalt: Die 19-jährige Lea kennt nichts anderes als ihr Dorf – mit ihrer Mutter, die ebenfalls Lea heißt, ihrer Freundin Catalina, die beständig weint, Javier, den sie liebt, und einem Wald, der jede Person verschluckt, die ihn zu durchqueren sucht. Doch ein Brennen regt sich in Leas Bauch und es wird immer stärker: Sie will das Dorf hinter sich lassen. Persönliche Meinung: „Anderes kenne ich nicht“ ist ein Roman der spanischen Autorin Elisa Levi. Erzählt wird der Roman aus der Perspektive von Lea in Form eines Monologs: Lea trifft am Rande des Waldes einen Señor, der auf der Suche nach seinem Hund ist. Um den Señor, davon abzuhalten, sich im Wald zu verirren, erzählt Lea ihm ihre Lebensgeschichte. Und diese hat es, obwohl Lea erst 19 Jahre alt ist, in sich: So erzählt Lea vom dörflichen Mikrokosmos, in dem man Neuem gegenüber verschlossen ist, wo keine Privatsphäre existiert und sie sich von Enge und Engstirnigkeit erdrückt fühlt. Sie berichtet von ihren Freunden, dem, was sie für ihre erste große Liebe hält, und dem Leben in ihrer Familie, das von Schicksalsschlägen geprägt ist. Ihre Erzählung ist mal traurig und melancholisch, mal hoffnungsvoll und euphorisch. Innerhalb Leas Narrativ werden außerdem immer wieder Überlegungen angestellt und Fragen aufgeworfen, die die menschliche Existenz betreffen. Dabei löst Lea sich stellenweise von ihrem Monolog und tendiert zu einem leichten Bewusstseinsstrom. Zwischendurch finden sich auch mehrfach Elemente des Magischen Realismus, wie bspw. der verschluckende Wald oder das Schicksal einzelner Dorfbewohner. Der Erzählstil von „Anderes kenne ich nicht“ ist ruhig, aber nicht zäh: Durch eine poetische Wortwahl und einen hypotaktischen Satzbau strahlt er einen besonderen Sog aus, sodass man das Buch schwer aus der Hand legen kann. Insgesamt ist „Anderes kenne ich nicht“ ein literarischer Roman über das Leben eines jungen Menschen in einem abgeschiedenen Ort, der zwischen Coming of Age und Magischem Realismus changiert.

  • ausgebucht.blog

    5/5

    29.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Ende der Welt

    Lea kennt nichts außer ihrem Dorf, welches am Ende der Welt liegt. Was jenseits des Menschen verschlingenden Waldes auf sie wartet, kann sie sich nicht vorstellen, aber sie hat ein Brennen im Bauch und will fortgehen. Wut und Sehnsucht und Traurigkeit begleiten die 19-Jährige, die jemanden liebt, doch von jemand anderem zurückgeliebt wird. Die innerhalb der 4 Straßen des Dorfes kaum eine intakte Familie benennen kann. Deren ältere Schwester von Geburt an leblos blieb. Als Lea am Neujahrsmorgen einen Fremden trifft, der seinen Hund verloren hat, erzählt sie ihm vom Untergang der Welt, dem Untergang ihrer Welt. Es gibt ja einige Coming-of-age-Geschichten, die in Dörfern am Ende der Welt spielen und von Sehnsucht und Neuanfängen erzählen. Dieses hier ist einzigartig anders und vielschichtiger, als vermutet. Die Erzählsituation ist monologartig, Lea erinnert sich, beschreibt und rechtfertigt sich, dabei springt sie zwischen Ereignissen hin und her. Der fremde Mann stellt keine Fragen, er ist als neutraler Zuhörer ihre Aussensicht auf die Ereignisse der vergangenen Wochen und Monate. Dadurch ist die Erzählung sehr lebhaft und vielseitig und man macht mit der jungen Frau all ihre Ängste, Wünsche und Träume noch einmal durch. Die Sprache ist wunderschön, poetisch und durch ihren Eigensinn fließend und melodisch. Elisa Levis Stil hat einen hohen Wiedererkennungswert, und das behaupte ich, obwohl dies ihr erstes ins Deutsche übersetzte Buch ist, aber es muss so sein. Ihre Sätze hallen an mehreren Stellen des Buches wider, wie ein Echo, was sehr nachdrücklich wirkte. Elisa Levi beschreibt die skurillen Figuren ihres Romans bunt und echt, dass ich sie vor mir sehen kann und gelegentlich schmunzeln musste und mir warm ums Herz wurde. Da sprüht eine Leidenschaft aus jedem der aufwendig gezeichneten Figuren und in allen zeigt sich eine Tiefgründigkeit wie sie sich auch im Laufe der Erzählung in den Zusammenhängen zwischen ihnen offenbart. So gibt es für mich als Leserin viel zu entdecken und zu erfahren und nachzufühlen, denn auch Empathie kann die Autorin erzeugen.

  • J. Kaiser

    4/5

    08.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr eindrückliches Buch

    Lea ist jetzt 19 Jahre alt. Sie hat ihr Leben seit jeher in diesem kleinen beschaulichen Dorf verbracht. Sie sitzt im Schatten und raucht eine Zigarette. Da sieht sie einen Mann daherkommen, welcher seinen Hund sucht. im Zeitraum in der sie ihre Zigarette raucht erzählt sie ihm, weshalb gestern die Welt unterging. Dem Leser wird klar, dass er hier eine verschworene Dorfgemeinschaft vor sich hat. Man merkt auch, dass es Lea hier schwer hat. Sie möchte weg, doch so einfach geht das nicht. Je länger man liest, desto beklemmender wird die Stimmung geschildert. Für mich gibt es am Ende nur den Schluss, Leas ländlicher Blick ist misstrauisch gegenüber Fremden, doch was sie weiss, kann sie an jedem Ort gebrauchen. Dieses Buch hat mich Nachdenklich zurückgelassen. Empfehlenswert.

  • Bewertung

    4/5

    20.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein literarischer Roman, der zwischen Coming of Age und Magischem Realismus changiert

    Inhalt: Die 19-jährige Lea kennt nichts anderes als ihr Dorf – mit ihrer Mutter, die ebenfalls Lea heißt, ihrer Freundin Catalina, die beständig weint, Javier, den sie liebt, und einem Wald, der jede Person verschluckt, die ihn zu durchqueren sucht. Doch ein Brennen regt sich in Leas Bauch und es wird immer stärker: Sie will das Dorf hinter sich lassen. Persönliche Meinung: „Anderes kenne ich nicht“ ist ein Roman der spanischen Autorin Elisa Levi. Erzählt wird der Roman aus der Perspektive von Lea in Form eines Monologs: Lea trifft am Rande des Waldes einen Señor, der auf der Suche nach seinem Hund ist. Um den Señor, davon abzuhalten, sich im Wald zu verirren, erzählt Lea ihm ihre Lebensgeschichte. Und diese hat es, obwohl Lea erst 19 Jahre alt ist, in sich: So erzählt Lea vom dörflichen Mikrokosmos, in dem man Neuem gegenüber verschlossen ist, wo keine Privatsphäre existiert und sie sich von Enge und Engstirnigkeit erdrückt fühlt. Sie berichtet von ihren Freunden, dem, was sie für ihre erste große Liebe hält, und dem Leben in ihrer Familie, das von Schicksalsschlägen geprägt ist. Ihre Erzählung ist mal traurig und melancholisch, mal hoffnungsvoll und euphorisch. Innerhalb Leas Narrativ werden außerdem immer wieder Überlegungen angestellt und Fragen aufgeworfen, die die menschliche Existenz betreffen. Dabei löst Lea sich stellenweise von ihrem Monolog und tendiert zu einem leichten Bewusstseinsstrom. Zwischendurch finden sich auch mehrfach Elemente des Magischen Realismus, wie bspw. der verschluckende Wald oder das Schicksal einzelner Dorfbewohner. Der Erzählstil von „Anderes kenne ich nicht“ ist ruhig, aber nicht zäh: Durch eine poetische Wortwahl und einen hypotaktischen Satzbau strahlt er einen besonderen Sog aus, sodass man das Buch schwer aus der Hand legen kann. Insgesamt ist „Anderes kenne ich nicht“ ein literarischer Roman über das Leben eines jungen Menschen in einem abgeschiedenen Ort, der zwischen Coming of Age und Magischem Realismus changiert.

  • Bewertung

    4/5

    07.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Magisch realistisch

    »Ich weiß ja nicht, wo sie herkommen, aber von hier läuft man weg und kommt nicht wieder. Wir sind verflucht. Unser Fluch ist ein Wald, aus dem es keinen Ausweg gibt.« Der Wald ist die Grenze von Leas Welt, denn wer durch den Wald geht, kann nicht zurück. Seitdem Lea denken kann, hat sie ein Brennen im Bauch, sie kennt nur ihr Dorf und es zieht sie etwas heraus, der Untergang, die Freiheit, die Schuld. Text und die Erzählerin erscheinen uns suchend, halbwissend, strömend, sie Streifen das magisch-realistische. Lea betritt den Wald, trifft auf einen Señor, der schweigt und zuhört. Sie wird ihm alles beichten, ihre Welt, ihr Universum, ihr Brennen und ihre Taten. Sie erzählt mit Hast ohne Auslassungen, unter dem fließenden Tempo ihres Erzählstroms liegt eine Langsamkeit, Ruhe und Melancholie. 19 Jahre alt ist Lea und sie hat eine ganze Welt erlebt. Ihr Dorf, das sind vier Straßen, ein Lebensmittelladen, eine Kirche, ein voller Kopf und eine Schwester mit leerem Kopf. Die Mama, okupiert von Melancholie, Scham und Erschöpfung, pflegt Nora, Lea hilft mit. Leas Welt, das sind drei Gleichaltrige, ihr Brennen im Bauch, anderes kennt sie nicht. Lea spürt, ihre Mama sehnt sich leise, Nora möge diese Welt verlassen. Ihre Oma wird sterben und Fremde in das Haus ziehen. Die Fremden sollen weg, doch sieht sie die fremde Frau, brennt der Bauch lichterloh und Tiere rennen durch ihren Kopf. Lea dachte, sie mag Javier, schon immer, und wäre da nicht dieses Brennen, wäre er aktiver, er würde wohl ihr Mann. Marco ist impulsiv, wirbt um Lea. Catalina, die würde Marco nehmen, die würde jeden nehmen, der sie zurück liebt. Der Bürgermeister und die anderen sprechen vom Weltuntergang, immerzu und sie werden Recht behalten, denn eine Welt, die wird untergehen.

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