Produktbild: Schattenzeit. Deutschland 1943: Alltag und Abgründe
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Oliver Hilmes

1. Schattenzeit. Deutschland 1943: Alltag und Abgründe

Schattenzeit. Deutschland 1943: Alltag und Abgründe Ungekürzte Lesung mit Julian Mehne (1 mp3-CD)

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Julian Mehne

Spieldauer

6 Stunden und 49 Minuten

Erscheinungsdatum

12.01.2023

Hörtyp

Lesung

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742426338

Beschreibung

Rezension

»Ein rasantes Porträt. Historische Quellen so lebendig zu machen ist ein Gewinn für den Leser.« aspekte über »Berlin 1936«

Produktdetails

Gesprochen von

Julian Mehne

Spieldauer

6 Stunden und 49 Minuten

Erscheinungsdatum

12.01.2023

Hörtyp

Lesung

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742426338

Herstelleradresse

Der Audio Verlag GmbH
Hardenbergstraße 9A
10623 Berlin
DE

Email: info@der-audio-verlag.de

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  • Bewertung

    5/5

    23.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    1943 - Ein Schattenjahr

    Ich mache es kurz. Oliver Hilmes versteht es um das persönliche Schicksal von Karlrobert Kreiten herum, die (unheilvolle) Atmosphäre des Jahrs 1943 im nationalsozialistischen Deutschland zu beschreiben. Mit all dem Alltäglichen (ja, Zeitumstellung war auch ein Thema) sowie den Abgründen der NS Willkür oder eigentlich doch eher Gleichgültigkeit, wenn es um das Leben eines Menschen ging. Absolut lesenswert, ich jedenfalls habe es in drei Tagen verschlungen. Ach ja, auch meine Kindheitserinnerungen an Dalli Dalli wurden in melancholisch geweckt … Two thumbs up!

  • Bewertung

    5/5

    19.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Willkür im NS-Staat

    Es ist die Geschichte des begabten jungen Pianisten Karlrobert Kreiten, der im März 1943 unbedacht sich abfällig über den „Führer“ Adolf Hitler und den aus seiner Sicht bereits verlorenen Krieg äußert. Denunziert, der Wehrkraftzersetzung angeklagt, wird Kreiten im wahrsten Sinne des Wortes ein kurzer Prozess gemacht. Er stirbt mit nur 27 Jahren am Galgen in Berlin-Plötzensee. Oliver Hilmes erzählt in einem beeindruckend nüchternen Erzählstil die wahre Geschichte dieses jungen Künstlers, in der die verbrecherische Willkür des nationalsozialistischen Staates in beklemmender Weise deutlich macht. Die kurze Gerichtsverhandlung, geleitet von dem berüchtigten Richter Roland Freisler und die nach der Hinrichtung an die Familie zugeschickte Rechnung für Kosten der Haftunterbringung und des Verfahrens lassen den Leser sprachlos zurück. Ein unbedingt lesenswertes Buch, welches die Lebensbedingungen in totalitären Regimen in aller Schonungslosigkeit aufzeigt.

  • Elke

    aus Vaihingen an der Enz

    5/5

    26.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fesselndes Mosaik

    Florian Illies und Uwe Wittstock haben es getan, und auch von Oliver Hilmes gibt es mit „Berlin 1936“ bereits eine Veröffentlichung, die sich dieser Methode bedient, nämlich Ereignisse eines klar definierten Zeitraums nicht nur chronologisch zu erzählen, sondern auch durch zahlreiche Perspektivwechsel und Episoden Atmosphäre und Zeitgeist zu veranschaulichen. Doch im Unterschied zu den Vorgenannten richtet Hilmes seinen Blick auf ein individuelles Schicksal und stellt dieses ins Zentrum des erzählenden Sachbuchs „Schattenzeit. Deutschland 1943: Alltag und Abgründe“. Er erzählt von Karlrobert Kreiten, einem herausragenden Pianisten seiner Generation, gerade einmal siebenundzwanzig Jahre alt, der sich im Gespräch mit einer Freundin der Familie zu unbedachten Äußerungen zur politischen Lage hinreißen lässt. Diese denunziert ihn, Kreiten wird verhaftet, angeklagt, verurteilt und sechs Monate später in Plötzensee gehängt. Wer nun aber den Autor für die Konzentration auf diesen Fall kritisiert, sollte nicht vergessen, dass Kreiten kein Einzelfall ist, sondern stellvertretend für die namenlosen Gegner des Regimes steht, die ihre Überzeugung mit dem Leben bezahlen mussten. Neben zahllosen tragischen Ereignissen wirken einige der Episoden (wie z.B. die Beschreibung der Eröffnung von E. Ardens Schönheitssalon) fast schon banal, und ja, sie sind es auch. Aber sie haben durchaus ihre Berechtigung und den Platz in diesem Buch verdient, denn sie vermitteln in ihrer Gesamtheit ein Gefühl für die Atmosphäre und das, was den Alltag 1943 ausmacht. Ein fesselndes Mosaik, hervorragend recherchiert und aufbereitet, lebendig erzählt, berührend und passagenweise nur schwer zu ertragen. Ein wichtiges Zeitzeugnis, das ich allen Leserinnen und Lesern nachdrücklich empfehle.

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