Wie eine Tochter ihre Mutter kennenlernt, während diese sie nach und nach vergisst... Steph Jagger hatte nie das beste Verhältnis zu ihrer Mutter. Doch mit einem Mal muss sie miterleben, wie die Erinnerungen von sich und ihren Liebsten der Frau, die sie geliebt und grossgezogen hat, unter dem Einfluss ihrer Demenzerkrankung mehr und mehr verschwinden. Wie viel weiss sie als Tochter eigentlich selbst von ihrer Mutter?Die beiden begeben sich auf eine (erste und letzte) gemeinsame Reise in die Wildnis der Nationalparks von Wyoming und Montana – auf einen Campingtrip, der schöne und traurige Erinnerungen weckt, aber auch neue Momente des Glücks und der Versöhnung schafft. Ein schonungslos ehrlicher und erstaunlich erkenntnisreicher persönlicher Blick auf die Krankheit Demenz und eine alles verändernde Reise.
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
J. Kaiser
5/5
24.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Aktuelles Thema, schonungslos offen beschrieben
Das in diesem Buch behandeltes Thema ist nicht sehr leicht. Es wird geschildert, wie die Demenzerkrankung einen Menschen verändern kann. Steph Jagger und das Verhältnis zu der Mutter war nicht das Beste. Jetzt liest man eine bedrückende Geschichte. Sie muss erleben, wie sich die Erinnerungen der Mutter mehr und mehr verblasst. Was weiss sie als Tochter eigentlich von ihrer Mutter. Beim Lesen dieser Geschichte ist die Geschichte der Autorin selber. Das Lesen, wie die beiden sich auf eine abenteuerliche Reise. Das Lesen ist einerseits humorvoll und doch emotional und sehr erschütternd. Man kann sich sehr schlecht vorstellen, wie es sich anfühlt einen Menschen Stück, um Stück zu verlieren. Es ist eine sehr realistische und schonungslos ehrliche Schilderung. Eines muss ich feststellen, dass das Buch kein Ratgeber oder Sachbuch ist. Beim Lesen kann man jedoch einige nützliche und wissenswerte Informationen mitnehmen. Diesem Buch wünsche ich sehr viele Leser. Es ist sehr empfehlenswert.
TochterAlice
aus Köln
4/5
29.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Steph Jagger hatte es ihr…
Steph Jagger hatte es ihr Leben lang nicht leicht mit ihrer Mutter - und nun steht etwas anderes im Vordergrund: die Mutter ist dabei, alles zu vergessen, auch ihre Tochter und nicht zuletzt sich selbst. Steph fasst einen ebenso mutigen wie impulsiven Entschluss: sie wird sich mit ihrer Mutter auf eine letzte Reise begeben und nicht auf irgendeine - nein, es wird ein Campingtrip in die Rocky Mountains, wo die Frauen der Natur und einander vollkommen ausgeliefert sind. Und ausgerechnet hier lernt Steph ihre Mutter neu kennen. Und nicht zuletzt auch sich selbst!
kleinbrina
aus Köln
2/5
13.06.2023
Buch (Taschenbuch)
„Wildes Vergessen“ ist ein…
„Wildes Vergessen“ ist ein autobiographischer Roman, der das Verhältnis zwischen der Autorin und deren demenzkranker Mutter beschreibt. Steph Jagger hatte leider nie das beste Verhältnis zu ihrer Mutter und hatte lange Zeit das Gefühl, nicht ausreichend über sie und ihre Vergangenheit zu wissen. Erst seit der Diagnose kommen sich Mutter und Tochter näher und so erfährt die Autorin auf einem Roadtrip durch die Wälder von Montana und Wyoming immer mehr aus dem Leben ihrer Mutter, reist mit ihr durch die Vergangenheit und lernt sie zu verstehen. Was auf dem ersten Blick spannend und interessant klingt, veränderte sich bei mir allerdings in reine Ernüchterung, denn es ist teilweise unerträglich, wie die Autorin mit ihrer Mutter umgeht. Es ist natürlich klar, dass jeder Mensch ganz anders mit Diagnosen umgeht und einige eher den humorvollen, als den dramatischen Weg einschlagen. In „Wildes Vergessen“ war es mir jedoch oftmals zu viel von allem, denn die Autorin spricht unter anderem davon, wie sie ihre Mutter immer wieder in Form von Ablenkung ruhig stellt. Es werden sehr oft Formulierungen verwendet, die zwar schonungslos sein sollen, aber auf mich rücksichtslos, unsympathisch und verantwortungslos wirken. Dies ist sehr schade, denn Steph Jagger kann tatsächlich gut schreiben, allerdings hat sie es für mich hier und da deutlich übertrieben und somit konnte ich mich leider weder mit ihrer persönlichen Geschichte, noch mit ihren Worten sonderlich anfreunden.