Fortgesetzte Identitätskrise Der Westen im Spiegel Chinas
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
02.09.2022
Verlag
Kursbuch Kulturstiftung gGmbHSeitenzahl
12 (Printausgabe)
Dateigröße
526 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783961962853
Der Westen protzt. Der Westen stellt sich in Frage. Einerseits EU-Schulterschluss im Angesicht des Ukrainekrieges. Selbstzweifel, Selbstkritik und Selbstdementierung auf der anderen Seite. Zur europäisch-nordamerikanisch-westlichen Praxis gehört eben nicht nur die Erfindung der Demokratie und der Menschenrechte, nicht nur die Idee der Gleichheit der Menschen und die Idee pluralistischer Ordnungen, der Gewaltenteilung und des vernünftigen Interessenausgleichs, sondern auch seine radikale Dementierung. Kolonialismus, Faschismus und Nationalsozialismus, Imperialismus und Rassismus sind ohne Zweifel keine nicht-westlichen, keine nicht-modernen Erscheinungen. Sie gehören konstitutiv zur westlichen Moderne dazu. Das Kursbuch 211 stellt sich dieser Ambivalenz auf vielfältigste Weise. Helmut Heit beschreibt in seinem Beitrag sehr eindringlich, dass das Lügengespinst um den Irak-Krieg jener »Koalition der Willigen« nach 9/11 nicht nur für sich normativ beurteilt werden kann, sondern gerade deshalb besonders eklatant ist, weil der Westen sich hier gewissermassen selbst negiert. Er beschreibt dies aus der Perspektive eines akademischen Lehrers im Reich der Mitte, dessen Selbstbewusstsein inzwischen beginnt, den universalistischen Vorrang des Westens für eine kurzzeitige historische Anomalie zu halten.
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