Kinder- und Jugendarmut als Resultat intergenerationeller Transmission. Eine Herausforderung für die Soziale Arbeit?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
01.09.2022
Verlag
GRINSeitenzahl
73 (Printausgabe)
Dateigröße
876 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783346710857
Armut ist mehrdimensional und führt zu Ausgrenzung und Benachteiligung der betroffenen Menschen, doch besonders schutz- und wehrlos sind Kinder multiplen Deprivationen ausgesetzt. Die Armutsgefährdungsquote von Kindern in Deutschland lag 2019 bei durchschnittlich 20,5 % und war somit auf dem höchsten Stand seit 2005. Die Tatsache, dass jedes fünfte Kind in Deutschland von Armut betroffen ist, kann und sollte als skandalös beurteilt werden. Durch die globale Covid-19-Pandemie hat sich die Situation für benachteiligte Familien noch zusätzlich verschärft, indem die politisch handelnden Personen die Betroffenen mit den Folgen der Krise ihrem persönlichen Schicksal überlassen haben. Dabei drängt das Thema Kinderarmut immer mehr in den Fokus der Politik und wird mittlerweile vielfach in diversen Parteiprogrammen aufgegriffen und in öffentlichen Diskussionen als politischer Kampfbegriff missbraucht. Denn oftmals folgt auf die blosse Kenntnisnahme und die Anerkennung existierender Armutslagen von Familien kein beziehungsweise kein umfassendes Konzept, um Kinderarmut wirksam zu begegnen. Butterwegge hält allerdings fest, dass ein Leben in Armut keine individuelle und selbst verschuldete Problemlage darstelle, sondern das sozioökonomische System, von dem die Menschen abhängig sind, die hauptsächliche Ursache sei.
Dass besonders Kinder von Armut betroffen sind, wurde bereits in den 80er-Jahren deutlich, woraufhin Richard Hauser den Begriff der "Infantilisierung der Armut" prägte. Dieser Ausdruck sorgte damals für viel Aufsehen, jedoch bleibt bis heute besonders die Jugendarmut in der Forschung und politischen Auseinandersetzungen unterrepräsentiert. Dabei ist besonders die Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen quantitativ am stärksten von Armut betroffen.
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