Das künstlerische und theoretische Werk des Males, Musikers und Kunstpädagogen Rudolf Gahlbeck (1895-1972) ist historisch wie systematisch von beispielhaftem Interesse. Aufgewachsen im Deutschen Kaiserreich, Freiwilliger im Ersten Weltkrieg, gelebt in den Wirren der Weimarer Republik, erlebte er das Desaster nach 1933 und bis zu seinem Tode 1972 die politischen Verhältnisse der DDR. Sein künstlerisches Werk weiss sich weitgehend den Prinzipien der gegenständlichen Kunst verpflichtet und doch unternimmt Gahlbeck überraschende Ausflüge in die Welt der synästhetischen Malerei. Der hier vorgelegte mit zahlreichen Abbildungen versehene Band versammelt erstmals sämtliche Texte Rudolf Gahlbecks zur Farbe-Ton-Forschung sowie eine Reihe von Texten zur zeitgenössischen Kunst und Kunstpädagogik. Er ermöglicht einen umfassenden Einblick in die Kunstauffassung Gahlbecks und macht sichtbar, wie sehr Leben und Werk darauf ausgerichtet waren, 'in das Herz der Dinge', wie er es selbst nannte, vorzustossen.
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