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Der Termin Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.02.2023

Verlag

Kanon Verlag Berlin

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

17.7/11.2/1.1 cm

Gewicht

132 g

Auflage

1

Übersetzt von

Milena Adam

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9856807-8-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.02.2023

Verlag

Kanon Verlag Berlin

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

17.7/11.2/1.1 cm

Gewicht

132 g

Auflage

1

Übersetzt von

Milena Adam

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9856807-8-8

Herstelleradresse

Kanon Verlag Berlin GmbH
Belziger Straße 35
10823 Berlin
DE

Email: info@kanon-verlag.de

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  • Bewertung

    1/5

    23.06.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Nicht lesbar

    Leider habe ich den Sinn dieses Buches nicht verstanden. Die ICH-Bezogenheit im Gespräch (Monolog) mit dem Psychiater war zuweilen nicht aushaltbar. Es war mir nicht möglich, das Buch zu Ende zu lesen. Es sollte eine angenehme Ferienlektüre sein, stattdessen entpuppte es sich als Ärgernis. Etwa in der Mitte des Buches angekommen, warf ich es weg (physisch in den Abfalleimer).

  • Bewertung

    4/5

    22.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieses Buch verstört ungemein,...

    Dieses Buch verstört ungemein, aber ich konnte es auch nicht zur Seite legen, weil sich da einfach so ein Interesse aufgebaut hatte, was mich denn als nächstes erwarten könnte. Und doch war ich immer wieder von der Handlung überrascht.

  • Miss.mesmerized

    4/5

    18.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Katharina Volckmer - Der Termin

    Sarah, die Erzählerin, befindet sich in einer exklusiven Londoner Klinik. Während Dr Seligman sie behandelt, sprudelt es geradezu aus ihr heraus. Es wird ein intimes Geständnis über ihre Beziehungen, ihre Sexualität, die schwierige Beziehung mit ihrem Psychologen Jason, aber auch ihre Obsession mit Hitler und den Nazis; über die Scham, die sie als Frau, als Tochter, als Deutsche empfindet. Es gibt kein Tabu, das sie bei diesem Termin nicht bricht, kein Vorurteil über ihre Heimat, das sie nicht leichter Hand vom Tisch wischt. Eine Konsultation der anderen Art. „Ich will Sie nicht provozieren, Dr. Seligman, erst recht nicht hetzt, da Sie ihren Kopf zwischen meinen Beinen haben, aber (…)“ Genau das ist es jedoch, was die deutsche Autorin Katharina Volckmer, die in London lebt und ihren Debutroman „Der Termin“ in englischer Sprache verfasste, erreichen möchte. In Interviews betont sie stets, dass ihr Text auf Deutsch und für ein deutsches Publikum nicht funktioniert. Zu sehr wären Leser schockiert von den Offenbarungen und der Abrechnung mit der fehlgeschlagenen Vergangenheitsbewältigung, die sich hinter der Prüderie und Pedanterie verstecke. Es ist vor allem die Verbindung von Holocaust und Sexualität, die irritiert. Dass die Erzählerin ein Fetisch für Männer hat, die sie dominieren, unterwerfen, ausnutzen, missbrauchen, ist eine Sache. Ob ihr Wunsch nach Transition aus dem Gedanken, den totgeborenen Bruder ersetzen zu wollen - sie, die Nachgeburt, der übrig geblieben Zellhaufen - resultiert, bleibt unklar. Keine Zweifel gibt es jedoch daran, dass sie in ihrer eigenen Wahrnehmung als Tochter den elterlichen Erwartungen nie gerecht werden konnte und dass sie zu der Erkenntnis gekommen ist, als Frau immer nur Mensch zweiter Klasse zu sein. Bewusst fordert sie den jüdischen Arzt heraus, will ihn schockieren, ihn, der geschichtsbedingt auf der anderen Seite steht, keine Schuld mit sich trägt wie sie, für ewig die Absolution erhalten hat und über jeder Form von Anschuldigung steht. Dies erlaubt es ihm auch zu schweigen, er scheint zwar Fragen zu stellen, doch werden diese nicht widergegeben und könnten ebenso schlicht Sarahs Gedankenfluss entspringen. Ob das Buch wirklich tiefgründig ist oder doch nur oberflächlich reizen möchte, ist tatsächlich schwer zu sagen, immerhin hat der Roman in der internationalen Presse viel Aufmerksamkeit erhalten. Die Frage danach, was die eigene Identität ausmacht, inwieweit Erziehung insbesondere bezogen auf das Geschlecht und damit verbundene Erwartungen formen bzw. inwieweit die Geschichte unserer Familie, unseres Landes sich auswirkt, eine andere. Bisweilen schwer zu ertragen ob der brutalen und schamlosen Wortwahl – umgekehrt mit dem Schluss des Kreises, indem sie am Ende wieder zu ihrem Ausgangsthema, den Nazis und ihre eigene familiäre Schuld, zurückkehrt, jedoch überzeugend konstruiert.

  • Rina

    aus Mannheim

    3/5

    13.07.2025

    eBook (ePUB 3)

    Ein verstörender Monolog

    Der Termin stand auf meiner Wunschliste, weil es mir – soweit ich mich erinnere – im Zusammenhang mit Hunchback empfohlen wurde. Da es recht kurz ist, habe ich es spontan beim Spaziergang auf Englisch gehört. Ich verstehe, warum die Empfehlung im Kontext von Hunchback kam: Die Sprache ist ähnlich direkt, roh und ungeschönt; auch die Brutalität hat Parallelen. Inhaltlich aber ist es ein ganz anderes Buch. Schon die ersten Sätze lassen einen stutzen und man denkt: What’s gotten into her? Das Hörbuch wird von der Autorin selbst gelesen – und das macht sie wirklich gut. Ihre Stimme passt perfekt zum Ton des Textes. Inhaltlich begleitet man eine Frau, die während eines Gynäkologentermins einen Monolog mit ihrem Arzt Dr. Seligman führt. Sie spricht dabei offen über ihre sexuellen Fantasien – unter anderem auch sehr provokante Gedanken über Hitler und den Nationalsozialismus. Das ist verstörend, keine Frage – aber auch bewusst schockierend. Außerdem spricht sie über ihre Kindheit, ihre katholische Erziehung, das Unbehagen mit sich selbst und ihre Ablehnung der Geschlechtsrolle, die ihr zugeschrieben wurde – und darüber, was sie überhaupt zu diesem Termin beim Gynäkologen gebracht hat. Sie kritisiert Geschlechterrollen, Körperbilder und gesellschaftliche Erwartungen. Fragen wie: Warum dürfen Männer oben ohne sein, Frauen aber nicht? Warum müssen Frauen sich nachts fürchten, Männer aber nicht? Der Text ist fragmentarisch, fast wirr – wie ein inneres Auskotzen. Gedanken springen von einem Thema zum nächsten. Dabei entsteht das Bild einer Person inmitten psychischer, körperlicher und gesellschaftlicher Transformation, die Vergangenes reflektiert – mit einer Wortgewalt, wie man sie sonst vielleicht nur in stiller Scham mit sich selbst führt. Es geht auch um Wut – auf die Gesellschaft, auf sich selbst, auf alte Rollenbilder. Diese Wut wird sarkastisch, aggressiv und radikal formuliert. Ob das Buch die persönliche Haltung der Autorin widerspiegelt, kann ich nicht sagen – und das ist vielleicht auch gar nicht entscheidend. Klar ist: Dieses Buch ist nichts für jeden. Der Kink rund um den „Führer“ wirkt bewusst grenzüberschreitend und wird viele Leser verstören oder auch abstoßen. Aber Der Termin ist definitiv ein Diskussionsanstoß. Es bringt viele unbequeme Gedanken auf den Tisch. Wer sich darauf einlassen kann und den Stil aushält, bekommt ein ungewöhnliches, radikales Stück Literatur – irgendwo zwischen Selbstbefragung, Gesellschaftskritik und literarischem Tabubruch. Ich persönlich fand es okay – nicht überragend, sehr kurzweilig, aber definitiv interessant genug, um darüber zu sprechen. Kann man mal machen.

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