Syrien im Jahr 2011. Die Revolution bricht aus. Adam, junger Verfechter von Demokratie und Freiheitsrechten, schliesst sich in Damaskus den Revolutionären an und wird verfolgt. Vor die Wahl gestellt, die Qual der Folter zu riskieren oder sein Begehren aufzugeben, entscheidet er sich, das Land zu verlassen. Er gibt seinen Traum an ein freies Syrien jedoch nicht auf und landet zunächst in Wien. Ein Lichtschein zeigt sich am Ende des Tunnels, als Adam dort die Liebe findet.
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5.0/5.0
Bewertung
5/5
05.10.2023
Buch (Taschenbuch)
Labyrinth der verwaisten Wünsche
Ich hoffe, dass der Leser dieses Kommentars (und wer ihn Kritik nennen möchte), egal ob Mann oder Frau, ausreicht, um Sie vom Kauf dieses Romans zu überzeugen; Lasst uns beginnen:
Im Roman „Labyrinth der verwaisten Wünsche“ beginnt der Autor mit einer schönen, ausdrucksstarken Widmung, gefolgt von dem bekannten Satz, dass die Ähnlichkeit der Figuren mit der Realität reiner Zufall sei. Das ist die erste Falle, lieber Leser. Es spielt keine Rolle, wie alt Sie sind oder woher Sie kommen, Sie werden mindestens eine Figur finden, zu der Sie sich hingezogen fühlen; Dafür gibt es viele Gründe, entweder aus Mitgefühl für die Charaktere und das, worunter sie leiden, oder weil man sieht, was man persönlich erlitten hat – und was verborgen blieb –, auf eine Weise auf Papier geschrieben, die einem das Herz heilt.
Während Sie den Roman lesen, werden Sie lachen, weinen, wieder lachen, dann weinen und dann nachdenken (Sie mögen den Autor am Ende verfluchen, aber es wird ihm nichts ausmachen. Glauben Sie mir, ich habe ihn gefragt)
Wir beginnen mit Adam, der Hauptfigur dieses Romans, einem einfachen jungen Mann, der in Damaskus lebt. Wir leben mit ihm die Momente und Jahre vor und während der syrischen Revolution und nachdem er Syrien in Richtung Europa verlassen hat.
(Ich hatte einige Vorbehalte gegenüber der Entwicklung von Adams Charakter im Roman, aber er ist ein fiktives Beispiel, dem in der Realität Dutzende entsprechen.)
•Adam ist wie jede Person, die Damaskus besuchte oder dort lebte. Er liebte sein Land, sein Wasser und seine Luft. Er verließ es nur unter Zwang und hinterließ eine unschuldige Liebe und einen Traum, der im Raum der Freiheit schwamm und „Gott … Syrien … Freiheit“ skandierte.
Adam erlebte, was viele Syrer in diesem Krieg erlebten, und schmeckte den Geschmack von Entfremdung und Asyl. Aber am Ende…hier werde ich aufhören. Wenn Sie den Roman lesen, wissen Sie, was mit Adam passiert ist und warum ich nicht zu Ende gekommen bin.
•Darin, der zweite Charakter. Mir fehlen die Worte, um sie zu beschreiben, aber wenn ich müsste, würde ich sagen: Geliebte, Rebellin, Freie, Unterdrückte. Ich weiß nicht, lieber Leser, was Sie unter diesen vier Wörtern verstehen werden, aber wenn Sie eine bessere Beschreibung finden, sagen Sie es mir bitte.
Die Charaktere erleben Ereignisse, die man sich nicht schwer vorstellen kann, weil sie unserer bitteren Realität so nahe wie möglich kommen.
Abschließend gratuliere ich dem Autor zu dieser Arbeit. Ich hatte die Ehre, ihm ein ganzes Jahr lang beim Schreiben dieses Romans zuzusehen, und ich wage zu behaupten, dass ich ihm dabei ein wenig geholfen habe.
Mein Freund Samer, alles Gute für deine zukünftige Arbeit.
Osama
Bewertung
5/5
27.09.2023
Buch (Taschenbuch)
Labyrinth der verwaisten wünsche
„Labyrinth der verwaisten Wünsche“ eine unvergessliche Reise die uns durch Geheimnisse und Sehnsucht mitnimmt. Es ist ein fesselnder Roman der Emotionen und viel Realität beinhaltet. Die Geschichte folgt Adam der sich entscheidet den Revolutionären Weg zu gehen und sein Leben dafür Riskiert, ist ein tiefgründiger und vielschichtiger Charakter der uns auf seinen Weg in den Syrienkrieg mitnimmt. Besonders beeindruckend ist die Spannung die durch den ganzen Roman aufrecht gehalten wird, die den Leser dazu bringt immer tiefer in das Labyrinth der Geschichte und Labyrinth der Handlungen eindringen lässt. Das Buch ist ein Meisterwerk, der den Leser zum Nachdenken anregt,vorallem, weil diese Geschichte die Realität wiederspiegelt. Adam der noch so junge ist, ist ein Junge voller Hoffnung, Mut und Kraft.Die Handlung hat unerwartete Wendungen welches die Spannung aufrecht hält.Labyrinth der Verwaisten Wünsche ist ein Roman, welches immer in meine Erinnerung bleiben wird.
Danke Samer Al Najjar für denMeisterwerk.
Bewertung
5/5
18.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Fern der Heimat und sie doch im Herzen tragend?
Fern der Heimat und sie doch im Herzen tragend?
Das ist das Debüt des Autoren. Und welch ein Einstand!
Syrien: Adam hat ein narbenbeladenes Leben. Nicht nur verliert er als Kind seine Eltern, auch sein Onkel, der für ihn sorgen soll, ist kein Ausbund an Warmherzigkeit.
Als 2011 dann der Arabische Frühling zarte Knospen der Hoffnung aufblühen lassen will, partizipiert der junge Mann ebenso am erwünschten Umbruch.
Allerdings schlägt dieses Imperium allzu real brutal und blutig zurück..
Aus den öffentlichen Protesten wird nichts, der Funke zerstiebt, als dieser Keim gewalttätig zermalmt wird.
So begibt sich Adam auf eine nicht ungefährliche Reise und landet in Österreich an. Der Kulturschock ist dabei noch das geringste Problem.
Seine Cousine Darin hatte ihm immerhin während des Aufwachsens eine gewisse Resilienz geschenkt.
Dennoch ist dieses zerrissene Gewebe der Psyche nicht so leicht zu heilen und Traumata streift man nicht so einfach ab wie ein zerschlissenes Hemd.
Und dennoch beschert ihm sein ureigener, verwüsteter Garten eine neue Saat, die aufgeht - farbenfrohe, duftende Blume der Liebe ...
Der Autor reflektiert gekonnt zwar fiktionalisiert, aber natürlich mit viel Wahrheit sowie poetischem Impetus.
Tiefgründigkeit und Optimismus geben hier ein Traumpaar ab. Naivität und das Aussparen von negativen Aspekten werden aber glücklicherweise vermieden.
Emotional packend und plastisch erzählt, ist das Buch ein eminenter Beitrag zur besseren Introspektive und dem Verständnis der Versehrten und Schmerzerfüllten dieser, unserer aller Welt.
Danke, Samer Al Najjar!
Putzibaer
5/5
17.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Der Traum lebt weiter
In "Labyrinth der verwaisten Wünsche" erzählt Samer Al Najjar die schmerzhafte Lebensgeschichte des jungen Adam, der in seinem Heimatland Syrien früh seine Eltern verliert, dann mehr oder weniger geduldet im Haus seines Onkels aufwächst und sich 2011 als junger Erwachsener der Revolution gegen die Unterdrückung durch das Regime anschließt. Er verliert Angehörige und Freunde, als die Demonstrationen, an denen er teilnimmt, gewaltsam niedergeschlagen werden und viele Teilnehmer getötet oder eingesperrt und gefoltert werden. Auch er selbst gerät in Lebensgefahr und entschließt sich zur Flucht aus seinem Heimatland, die ihn über die Türkei und Griechenland schließlich bis nach Österreich führt.
Es handelt sich natürlich um einen politischen Roman - wie könnte es anders sein -, aber er zeigt auch sehr eindringlich auf, welche psychischen Folgen die Unterdrückung durch ein politisches System bis hin zum bewaffneten Kampf gegen die eigene Bevölkerung und daraus bedingt zu einer erzwungenen Flucht aus der Heimat haben kann. Adam, der als Vollwaise durch seinen schwierigen Start ins Leben eh schon wenig familiäre Unterstützung und Rückhalt erfahren hatte und sich bereits während der Schulzeit seinen Lebensunterhalt selbst verdienen musste, hat den traumatisierenden Erlebnissen während der Revolution psychisch wenig entgegen zu setzen. Er reagiert darauf mit Ängsten, depressiven Phasen bis hin zur Suizidalität und einer Posttraumatischen Belastungsstörung.
Aber trotz all der schmerzhaften Erfahrungen, die sein Protagonist durchleben muss, lässt Samer Al Najjar doch auch immer wieder schöne Erlebnisse und auch Hoffnung aufblitzen. Sei es die enge emotionale Bindung zwischen Adam und seiner Cousine Darin in der gemeinsam verbrachten Kindheit und Jugend oder die Aufbruchstimmung während der anfangs friedlichen Revolutionsbewegung. Auch zeigt Adam selbst unter sehr belastenden Lebensumständen immer wieder seine Fähigkeit, aus Fremden Freunde werden zu lassen und nicht zuletzt findet er auch in Österreich Hoffnung auf einen Neuanfang, als er sich verliebt.
Der Autor schafft es, nicht zuletzt durch seine oft blumige Sprache und seine poetischen Beschreibungen, dem Leser ganz unmittelbar vor Augen zu führen, welchen Verlust an vertrauter Kultur und Heimat eine erzwungene Flucht in die Fremde bedeutet. Umso größer ist mein Respekt, dass er selbst diese Reise und den Neuanfang in Deutschland so erfolgreich gemeistert und dabei seinen Traum von einem freien Syrien nicht aufgegeben hat.
Bewertung
5/5
18.02.2023
Buch (Taschenbuch)
Wundervolles Werk voller Emotionen. Mehr als nur Empfehlenswert
Ein wundervolles Werk voller Emotionen. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Eine spannende Reise eines jungen Mannes zu sich selbst in einer Welt voller Unterdrückung und Ungerechtigkeiten. Ein sehr beeindruckendes und berührendes Werk. Ich habe es nicht zum letzten mal gelesen, dessen bin ich mir sicher.