Percival Everett
1. Die Bäume
Die Bäume
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Beschreibung
Produktdetails
USA, Anfang des 21. Jahrhunderts: Im Städtchen Money in den Südstaaten werden mehrere Männer ermordet: meist dick, doof und weiß. Neben jeder Leiche taucht ein Körper auf, der die Züge von Emmett Till trägt, eines 1955 gelynchten schwarzen Jungen. Zwei afroamerikanische Detektive ermitteln, doch der Sheriff sowie eine Gruppe hartnäckiger Rednecks setzen ihnen erbitterten Widerstand entgegen. Als sich die Morde auf ganz Amerika ausweiten, suchen die Detektive des Rätsels Lösung in den Archiven von Mama Z, die seit Jahrzehnten in Money Buch führt über die Opfer der Lynchjustiz. Eine atemberaubende Mischung aus Parodie und Hardboiled-Thriller, wie es sie bislang in der amerikanischen Literatur nicht gegeben hat.
Kundinnen und Kunden meinen
Lynchjustiz auf den Kopf gestellt
Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 24.01.2026
Bewertungsnummer: 3023943
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Nach der ersten Seite war ich schon voll dabei und konnte bis zum Ende nicht ablassen. Der Schluss ist auch cool - Ganz im Gegensatz zu den oft blutigen Bildern, die Everett einem in den Kopf zeichnet, ist der fast feinsinnig. Es geht um Rassenhass, die Frage nach Gerechtigkeit und Vergeltung. All dies findet in einer Kleinstadt in Mississippi statt, das gemäß seinem Sheriff in den 1950er-Jahren steckengeblieben ist. Es werden weiße Männer umgebracht – von einem schwarzen, bereits toten Mann. Dass dies nicht logisch ist, fällt sogar dem Sheriff auf, der deshalb gegen seinen Willen von zwei Bundesbeamten unterstützt werden soll. Wir erfahren von den grausamen Lynchmorden, die im letzten Jahrhundert an Menschen aus afrikanischer oder asiatischer Herkunft begangen wurden (hier eine Fiktion, die leider auf trauriger Realität beruht). Während wir die lakonischen Bundesbeamten und die starke Dame vom FBI bei ihren Ermittlungen begleiten, sterben immer mehr weiße Männer in verschiedenen US-Staaten – vermeintlich von Toten ermordet. Ist da doch Voodoo mit im Spiel? Daran glaubt jedenfalls keiner… Mir hat einfach alles gefallen: die Sprache, die Beschreibung der Situationen (manchmal glaubte ich, mich in einem modernen Western zu befinden) - die Ironie! Fantastisch.
The Ghost of Emmett Till
Bewertung am 26.07.2024
Bewertungsnummer: 2253670
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Was wäre, wenn jemand auf die Idee käme, für die Lynchmorde in der amerikanischen Geschichte Rache zu nehmen? Hätten die Cops überhaupt eine Chance, die Morde an Rednecks in Missouri aufzuklären? Und was würde passieren, entstünde aus der Idee ein Flächenbrand? Das Grauen verpackt Percival Everett in beißenden Humor, Horror trifft auf Absurditäten und bitterböse Dialoge.